1. ingame
  2. Gaming News
  3. Call of Duty

Sony-Boss giftet gegen ‚Call of Duty‘-Deal: Xbox „berücksichtigt die Auswikungen nicht“

Erstellt:

Von: Philipp Hansen

PlayStation und Microsoft kämpfen um die Rechte an Call of Duty. Hintergrund ist ein Milliarden-Deal. Der Sony-Chef schimpft über das Abkommen.

San Mateo, Kalifornien – Sony und Microsoft kämpfen weiter um die Geschicke der Videospiel-Welt. Der neue Deal um Call of Duty soll alle zufrieden stellen. Doch der Boss von PlayStation greift jetzt den CEO von Xbox an. Die nächste Schlacht im Krieg um fast 70 Milliarden Dollar für den Kauf von Activision Blizzard ist eröffnet.

PlayStation mit hartem Statement zu Microsofts Milliarden-Deal und Call of Duty

So streiten Sony und Microsoft:

Das ist jetzt zu CoD bekannt: Call of Duty kommt direkt in den Xbox Game Pass. Damit hat Microsoft Anfang September 2022 Sony einen harten Schlag versetzt. Viele Spieler überlegen sich also, ob sie CoD (und andere Games von Activision Blizzard) in Zukunft extra für die Sony-Konsolen kaufen oder einfach gratis durch den Game Pass auf Xbox (oder PC) zocken sollten.

Phil Spencer, der Chef von Microsoft Gaming, meinte dazu, dass Call of Duty weiterhin auch für Sony zur Verfügung stehen solle. Man habe mit Sony einen CoD-Deal ausgehandelt. Doch genau diesen Deal kritisiert jetzt der PlayStation-Boss.

Call of Duty nach 20 Jahren weg von PlayStation – Chef sagt über Microsoft: „berücksichtigen die Auswirkungen nicht“

Dieser Sony-Boss schimpft: Jim Ryan ist der aktuelle Präsident und CEO von Sony Interactive Entertainment und auch PlayStation. Zudem ist er der erste PS5-Besitzer.

Jim Ryan, der Boss von PlayStation und Sony Interactiv Entertainment
Jim Ryan: Sony / PlayStation CEO © Sony

Nachdem sich Phil Spencer, der Boss von Microsoft äußerte, kann auch der Sony Boss seine Zunge nicht im Zaum halten. Doch Ryan lässt durchscheinen, wie unzufrieden er mit dem „Call-of Duty“-Deal ist und wischt Microsoft eins aus. In seinem Statement bei Gamesindustry sind schwere Vorwürfe, die dann vor allem den unschuldigen Spieler schaden.

Nach fast 20 Jahren Call of Duty auf der PlayStation war ihr Vorschlag auf so vielen Ebenen mangelhaft und berücksichtigte nicht die Auswirkungen auf unsere Spieler. Wir wollen sicherstellen, dass die PlayStation-Spieler auch weiterhin das beste ‚Call of Duty‘-Erlebnis haben, und Microsofts Vorschlag untergräbt diesen Grundsatz.

Jim Ryan – CEO von PlayStation (SIE) über Microsoft

Modern Warfare 2 für PS5 – Was passiert mit Call of Duty in Zukunft?

Wie lange bleibt CoD auf Playstation? Laut dem Sony-Chef bleibt Call of Duty noch drei Jahre bei PlayStation. Das ist der Deal mit Microsoft. Call of Duty Modern Warfare 2 und wohl noch zwei zukünftige CoDs sollten also auch für Sony-Konsolen kommen.

Jim Ryan meint, dass er nicht vorhatte, sich über den Deal mit Microsoft zu äußern. Doch er müsse jetzt die „Dinge richtig stellen“, die der Boss von Microsoft an die Öffentlichkeit brachte. Die 3 Jahre im Deal seien jedoch nicht „in Stein gemeißelt“, erklärt die US-Seite Gamesindustry. Sony lässt im Statement von CEO Ryan aber durchscheinen, dass der Deal keineswegs beide Seiten glücklich mache – sondern eindeutig von Microsoft diktiert sei.

Die epische Schlacht um den geschichtsträchtigen Milliarden-Deal ist sicher nicht vorbei. ingame.de hält euch auf dem Laufenden. Wenn ihr euch für Rechtsstreitigkeiten der anderen Art interessiert, dürfte das hier spannend sein: Anwalt spielt kein Call of Duty und verliert gegen Activision vor Gericht.

Auch interessant