Mehr Aim Assist für Noobs?

Warzone: Anfänger sollen Aiming-Hilfe bekommen – Profis sehen klare Zeichen

  • Janik Boeck
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Warzone ist kein einfaches Spiel. Vor allem Neulinge können leicht überfordert sein. Laut Pros bekommen die aber mehr Hilfe als sie verdienen.

Santa Monica, Kalifornien – Warzone muss sich nicht nur mit Cheater:innen immer wieder herumschlagen. Auch rund um das Matchmaking und Hilfssysteme, die mit dem Skill der Spieler:innen zu tun haben, entstehen immer wieder Diskussionen. Egal ob Field-of-View-Slider, Aim Assist oder Skill-based-Matchmaking – regelmäßig regen sich Fans über das Battle Royale von Activision auf. Aktuell behaupten Pros, dass Noobs mehr Hilfe bekommen als ihnen zusteht.

Name des SpielsCall of Duty Warzone
Release (Datum der Erstveröffentlichung)20. März 2020
Publisher (Herausgeber)Activision
SerieCall of Duty
EntwicklerRaven Software
PlattformPS4, PS5, Xbox One, Xbox Series X/S, PC
GenreFirst-Person Shooter

Warzone: Noobs bekommen mehr Hilfe beim Schießen – schwerer Vorwurf von Pros

Das ist der Vorwurf der Pros: Auf Twitter meldeten sich zuletzt einige Warzone-Pros, allen voran Luke „Flxned“. Dieser behauptete, dass er einen enormen Unterschied zwischen der Hit-/Bulletregistration auf Accounts mit guter und schlechter K/D festgestellt habe. Seiner Meinung nach wäre die Registrierung der Treffer auf „Noob“-Accounts deutlich besser als auf denen mit einer hohen K/D.

Die Hit-/Bulletregistration wird in Shootern wie Warzone vor allem immer dann ein Thema, wenn man das Gefühl hat, die Kugeln treffen nicht, obwohl man das Ziel genau anvisiert. Oft hat das mit dem Ping zu tun. Das sind übrigens nicht die ersten Vorwürfe, die rund um Warzone entstanden sind. Ein Fan warf Activision vor, Streamer:innen leichtere Lobbies in Warzone zu geben.

Woher kommt der Vorwurf? Dieser Vorwurf hat allerdings nichts mit dem Ping zu tun. Flxned ist der festen Überzeugung, dass „Noob“-Accounts bevorteilt werden. Zu dieser Überzeugung ist er aber nicht alleine gelangt. Auch andere Streamer:innen meinen, das Phänomen in Warzone festgestellt zu haben. Wieder andere Streamer:innen kehren Warzone dagegen komplett den Rücken und spielen dafür ein anderes Spiel.

Warzone: Noobs bekommen mehr Hilfe beim Schießen – schwerer Vorwurf von Pros

Einige mussten Warzone durch Shadowbanns auf Accounts mit einer geringeren K/D spielen. Im direkten Vergleich hatten sie den Eindruck, dass ihre Treffer auf einmal besser registriert werden. Das geht aus einer Aussage des bekannten Streamers Fifakill hervor. Fifakill erklärt weiter, dass Streamer:innen nach den Shadowbanns absichtlich auf schlechteren Accounts gespielt hatten – als Experiment. Dadurch habe sich der Verdacht nur verstärkt.

Was ist ein Shadowbann? Ein Shadowbann ist eine leichte Variante eines Banns, bei dem ein Account als verdächtig eingestuft wurde. Dabei wird das Konto nicht sofort gesperrt. Stattdessen wird es aus dem normalen Matchmaking für Warzone entfernt und mit anderen verdächtigen Konten zusammengewürfelt. Dass euer Account einen Shadowbann erhalten hat, erkennt ihr beispielsweise daran, dass das Matchmaking in Warzone länger dauert als sonst.

Warzone: Bessere Trefferregistrierung für Noobs – so realistisch ist das

Was ist am Gerücht dran? Inwiefern die Vorwürfe der Streamer:innen gerechtfertigt sind, lässt sich nur schwer sagen. Es ist auch unwahrscheinlich, dass sich dieser Verdacht überhaupt bestätigen lässt. Dazu spielen schlicht zu viele Faktoren eine Rolle. Zum einen kann der Ping auf diesen „Noob“-Accounts niedriger sein. Ein Grund dafür wäre, dass es mehr schlechte als gute Spieler:innen gibt. Das Matchmaking kann also lokaler arbeiten, was den Ping verringern könnte.

Zum anderen kann das Movement der Gegner:innen eine Rolle spielen. In der Regel bewegen sich Noobs in Warzone nicht so schnell und viel wie beispielsweise Pros. Nichtsdestotrotz sollte man den Verdacht nicht leichtfertig abtun. Streamer:innen und Pros spielen täglich mehrere Stunden Warzone. Entsprechend sind ihre Sinne sehr geschärft, wenn es an solche Kleinigkeiten geht. Es bedarf allerdings genauer Untersuchungen dieses Phänomens, um ein stichhaltiges Urteil fällen zu können.

Rubriklistenbild: © Activision/Pixabay (Montage)

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