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Warzone: Größte Bannwelle von Activision – Fans glauben nicht an Erfolg

  • Janik Boeck
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Warzone hat schon seit langem ein Problem mit Cheatern und Hackern. Nun hat Activision mehr als 100.000 Spieler gesperrt. Fans glauben jedoch nicht an den Erfolg.

Update vom 27.8.2021: Die Warzone und Black Ops Cold War Community hat wenig Hoffnungen was die große Ban-Welle von Activision angeht. Ein User sagt, dass der Großteil der gesperrten Cheater sich sofort wieder einen neuen Account erstellen. Auf Reddit sagt er: „Früher mussten sich die gebannten Spieler wenigstens einen neuen Account für 50-60 Euro kaufen, um Modern Warfare zu spielen. Jetzt gibt es die Möglichkeit mit Cheat-Software die Hardware und die IP-Adresse zu spoofen (verschleiern), so dass man einfach die Informationen in der Software ändert und für Activision ein anderer User ist. So können Spieler die gesperrt wurden, schon nach wenigen Minuten wieder Spielen“.

Name des SpielsCall of Duty: Warzone
Release (Datum der Erstveröffentlichung)20. März 2020
Publisher (Herausgeber)Activision
SerieCall of Duty
EntwicklerRaven Software
PlattformPS4/PS5, Xbox One/Xbox Series X, PC
GenreFirst-Person Shooter, Battle Royale

Weiterhin weist der User darauf hin, dass Warzone ein kostenloses Spiel ist und daher die Schwelle zu cheaten sehr gering ist, da die Spieler kein Geld investiert haben und so die Konsequenzen sehr gering sind. Viele Spieler aus der Community sehen nur eine Chance, wenn eine Anti-Cheat-Software von Activision in die Games installiert wird, die auf Prozessor-Ebene arbeitet, wie es Riot Games bei Valorant mit der Anti-Cheat-Software Vanguard vorgemacht hat.

Erstmeldung: Santa Monica, Kalifornien – Es nimmt kein Ende. Warzone wird nach wie vor von Cheater:innen und Hacker:innen überrannt. Inzwischen ist die Plage so schlimm, dass etliche Streamer:innen sich vom Shooter aus dem Hause Activision abgewandt haben. Der Publisher und die Entwickler von Raven Software kämpfen sichtlich damit, die Pest in den Griff zu bekommen. Erst kürzlich wurden wieder 100.000 Accounts in Call of Duty Warzone gebannt. Aber bringt das überhaupt etwas, wenn ständig neue Accounts erstellt werden können?

Warzone: Banns ohne Ende – Activision schwingt erneut den Hammer

Auf Twitter kündigte Raven Software, Entwickler von Call of Duty Warzone, am 25. August 2021 an, erneut mehr als 100.000 Accounts gebannt zu haben. Es ist keineswegs die erste Bann-Welle in Warzone. Solche Nachrichten erreichen die Fans inzwischen alle zwei Wochen. Eine derart große Menge an Accounts wurde allerdings noch nie auf einmal in Warzone gebannt. Insgesamt wurden damit schon 750.000 Accounts in Warzone wegen Cheats gebannt.

Vor einigen Tagen erreichte die Fans die Nachricht, dass gebannte Cheater:innen in Warzone dieses Mal tatsächlich auch gebannt bleiben. Auf TikTok veröffentlichte ein Cheater eine entsprechende Mitteilung, dass auch seine neu erstellten Accounts gebannt würden. Nichts desto trotz scheint sich das Problem der Cheater:innen in Warzone nicht so einfach erledigen zu lassen. Bei den nun gebannten Accounts soll es sich nach Aussagen von Raven Software vor allem um Wiederholungstäter:innen handeln. Und genau da liegt auch schon der Hase im Pfeffer begraben.

Zwar scheint es inzwischen einige Hardware-Banns zu geben, die Cheater:innen daran hindern, einfach einen neuen Account zu erstellen, aber Einzelfälle reichen nicht. Der Publisher aus Santa Monica braucht eine Möglichkeit die Cheater:innen großflächig und nachhaltig aus Warzone zu verbannen. Denn alle Banns der Welt bringen nichts, wenn die Cheater:innen anschließend einfach normal weiterspielen können.

Warzone: Banns ohne Ende – Activision geht einen wichtigen Schritt

Auch Hardware-Banns sind nicht die perfekte Lösung. Genauso wie IP-Banns lassen sie sich umgehen. Entweder durch Spoofing, wobei die Identität des eigenen Geräts verschleiert wird oder durch den simplen Austausch der gebannten Hardware. Wessen Hardware gebannt wird, kann sich einfach ein neues Motherboard einbauen und erneut sein Unwesen mit Cheats in Warzone treiben. Was Activision für die Zukunft braucht, ist eine zuverlässige Anti-Cheat-Software, die das Problem an der Wurzel packt.

Warzone Activision bannt Cheater

In der Tat ist eine Anti-Cheat-Software für Warzone auch geleakt worden. Inzwischen hat Activision auch offiziell bestätigt, dass diese mit Vanguard in Betrieb genommen wird. Es gibt also durchaus Hoffnung, dass in Warzone in Zukunft zuverlässiger Cheater:innen gebannt werden. Auch das wird das Problem aber nicht vollständig aus der Welt schaffen. Solange es findige Hacker:innen gibt, die genug Geld mit ihren Cheats verdienen können, wird es derartige Plagen auch weiterhin in solchen Multiplayer-Spielen geben.

Warzone ist dabei nicht das einzige Spiel, dass sich mit diesem Problem herumschlagen muss. Auch Battlefield 2042 hat ein Problem mit Cheater:innen, dabei ist es noch gar nicht erschienen. Activision und Raven Software zeigen aber immerhin, dass sie sich des Problems bewusst sind und an einer Lösung arbeiten. Denn auch für die Entwickler:innen sind Cheater:innen in Warzone eine echte Plage. Schließlich zerstören sie deren harte Arbeit. Wer sich seine EXP ehrlich verdienen will, kann das mit dem Doppel-EXP Event in Warzone am Wochenende tun.

Rubriklistenbild: © Activision/TriStar Pictures (Montage)

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