Das ist alles nur geklaut?

Resident Evil 4: Capcom erhält Klage von Künstlerin — Beweise sind erdrückend

  • Adrienne Murawski
    VonAdrienne Murawski
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Resident Evil 4 ist ein großer Verkaufserfolg. Doch erhält Entwickler Capcom eine Klage von einer Künstlerin. Die Beweise sind tatsächlich erdrückend für das Studio.

Connecticut – Eigentlich wollte Capcom zurzeit seine Erfolge feiern. Schließlich ist Resident Evil 8 Village enorm oft über die virtuelle Ladentheke gewandert und auch Monster Hunter Rise muss sich nicht vor seinen Verkaufszahlen verstecken. Doch ein Skandal jagt den nächsten und so sieht sich Capcom derzeit vor einer neuen Klage wieder. Diesmal wird dem Unternehmen aus Japan vorgeworfen, Bilder einer Fotografin widerrechtlich genutzt zu haben. Dafür möchte die Geschädigte nun eine enorme Entschädigungssumme.

Name des UnternehmensCapcom
HauptsitzŌsaka, Japan
Gründung30. Mai 1997 (als I.R.M Corporation)
CEOKenzo Tsujimoto
Umsatz94,5 Milliarden JPY (2019)

Capcom: Erneut Diebstahl-Vorwürfe – Zuerst Monster, jetzt Fotografien und Designs

Bei Capcom kehrt keine Ruhe ein. Erst gab es einen Hackerangriff auf das japanische Unternehmen, der zahlreiche sensible Daten offenlegte. Danach vertraute das Unternehmen wohl nicht mehr den heimischen Netzwerken seiner Mitarbeiter:innen, denn trotz Coronapandemie mussten die Angestellten im Capcom-Büro antanzen. Das ließ den Konzern nicht im besten Licht dastehen. Dann folgte jedoch auch noch eine Klage der EU: Capcom hat gegen das EU-Kartellrecht verstoßen und dafür, zusammen mit weiteren Firmen wie Valve und Bandai Namco, eine dicke Geldstrafe zahlen müssen. Zwischendurch gab es aber auch kurz gute Nachrichten, denn Resident Evil 8 Village ist ein Millionen-Erfolg. Doch der Frieden währte nicht lange.

Capcom: Klage wegen geklauter Bilder für Resident Evil und Devil May Cry

Kaum war die freudige Botschaft überbracht, dass der neueste Resident Evil-Teil sich bombastisch verkaufe, wurden auch schon die schlechten Nachrichten zutage gefördert. Tatsächlich beschuldigt ein Filmemacher Capcom seine Monster geklaut zu haben. Und er ist nicht der einzige, der dem japanischen Unternehmen Diebstahl vorwirft. Auch die Fotografin und Designerin Judy A. Juracek bezichtigt Capcom der Urheberrechtsverletzung und reichte nun Klage gegen das Unternehmen in Connecticut ein.

Capcom: Ein Zufall zu viel – Bis zu 12 Millionen US-Dollar Schadensersatz gefordert

Nach Ansicht der Fotografin Juracek hat Capcom mindestens 80 Bilder aus ihren Büchern für die Spiele Resident Evil 4 und Devil May Cry unrechtmäßig verwendet. Insgesamt werden dem Unternehmen aus Osaka über 200 Urheberrechtsverstöße vorgeworfen. Laut Juracek hat Capcom unbefugt Fotografien aus ihrem Buch Surfaces von 1996 verwendet, darunter auch eine Fotografie einer zersplitterten Glasplatte. Eben diese Fotografie soll widerrechtlich im Logo von Resident Evil 4 verwendet worden sein. Tatsächlich stimmen die Splitter im Logo von Resident Evil 4 haargenau mit der Fotografie von Juracek überein, die sie in Italien aufgenommen hatte.

Ein Beweisstück in der Klage Juracek vs. Capcom.

In der Klage wird daher ausgeführt: „Es ist schwer vorstellbar, dass Juracek in Italien ein Foto von zerbrochenem Glas und Innentüren von Villen machen würde und dass Capcom-Künstler genau das gleiche Muster von zerbrochenem Glas in einem Logo und in einem Innendesign reproduzieren würden, ohne Juraceks Fotografien zu nutzen.“ Neben der zerbrochenen Glasscheibe hat Juracek noch 200 weitere Beispiele, wie ihre Fotografien ohne ihre Zustimmung von Capcom in den Spielen genutzt wurden.

Dank des Hackerangriffs auf Capcom hat Juracek noch weitere Beweisstücke, die sie in der Klage vorlegt. Denn Teil ihres Buches war auch eine CD-Rom, auf der die Bilder digital abgelegt wurden und mit Namen wie „MA079“ oder „ME009“ gespeichert waren. Durch den Hackerangriff wurden zahlreiche Dateien und Informationen von Capcom geleakt, darunter auch Dateien mit den identischen Dateinamen wie auf der CD-Rom von Juracek. Ein Zufall? Juracek glaubt nicht daran und fordert daher bis zu 12 Millionen US-Dollar Schadensersatz von Capcom sowie weitere $2.500 bis $25.000 pro benutzter Fotografie. Laut Polygon wisse Capcom von der Klage aus Connecticut, wollte sich dazu jedoch nicht äußern.

Rubriklistenbild: © Capcom (Montage)

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