Trotz Covid-19

Capcom: Mitarbeiter ungeachtet der Corona-Pandemie im Büro – Folge des Hacks

  • Laura Gabbert
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Kein sicheres Netz. Capcom soll Mitarbeitern die Heimarbeit während der Pandemie untersagen. Die Cyberattacke vom letzten Jahr zeigt ihre Auswirkungen

Ōsaka, Japan – Die Pandemie hält die Welt in Atem. Auch die Präfektur Ōsaka, die Heimat von Resident Evil-Publisher Capcom, ist davon nicht ausgenommen. Trotz der aktuellen Lage wurden Mitarbeiter angewiesen, weiterhin im Büro statt im Home-Office zu arbeiten. Nach dem Ransomware-Hack im vorigen Jahr wurden unter anderem Leaks veröffentlicht, die das Unternehmen gerne vermieden hätte.

Name des UnternehmensCapcom
HauptsitzŌsaka, Japan
Gründung30. Mai 1997 (als I.R.M Corporation)
CEOKenzo Tsujimoto
Umsatz94,5 Milliarden JPY (2019)

Capcom: Cyberattacke auf Resident Evil-Entwickler macht Schlagzeilen

Am 2. November 2020 wurde das Unternehmen mit Sitz in Ōsaka von einem Hacker-Angriff getroffen, bei dem rund 1 Terrabyte Daten geleakt worden sein sollen. Darunter befanden sich Details zu kommenden Spielen und persönliche Informationen von Kunden und Mitarbeitern aus dem internen Netzwerk.

Unter anderem gab es Hinweise auf den Titel Resident Evil Outrage, der als Exklusivtitel für die Nintendo Switch vermutet worden ist. Der Angriff soll durch die Hacker-Gruppe Ransomware Ragnar Locker erfolgt sein, der das Unternehmen dazu veranlasste, das Netzwerk abzuschalten. Laut Business-Journal hat die Ragnar Locker-Website begonnen, angeblich von Capcom gestohlene Daten aufzulisten.

Erst im Februar letzten Jahres wurde zuletzt auch das polnische Entwicklerstudio CD Projekt RED zum Ziel einer Cyber-Attacke. Dort soll der gesamte Quellcode für das Action-Rollenspiel Cyberpunk 2077 gestohlen und aufgrund einer ausgeschlagenen Lösegeldforderung versteigert worden sein.

Capcom: Unternehmen reagiert mit neuen Richtlinien für Mitarbeiter

Sowohl in der damaligen Situation von CD Projekt RED, als auch im Fall Capcom sollen Mitarbeiter neue Regelungen und Vorgaben für die Verrichtung ihrer Arbeit bekommen haben. Um die Chance auf einen erneuten Hacking-Angriff zu verringern, habe das Unternehmen aus Ōsaka seine Mitarbeiter angehalten, im Büro statt von Zuhause aus zu arbeiten. Da das externe Netzwerk nicht sicher genug sei, könne nur im Büro eine gefahrlosere Arbeitsweise garantiert werden.

Nichtsdestotrotz sollen jedoch unter anderem sensible Daten durch die Hacker gestohlen worden und die resultierende Lösegeldforderung abgelehnt worden zu sein. Zumindest bei den Kunden entschuldigte sich Capcom laut dem Business-Journal für die Unannehmlichkeiten, die der Cyber-Angriff zur Folge hatte.

Capcom: Mitarbeiter müssen ungeachtet der Corona-Pandemie ins Büro – Als Folge des Hacks

Capcom: Die angeblichen Arbeitsrichtlinien wären gerade in der aktuellen Zeit fragwürdig

Das Ganze wäre unter normalen Umständen nicht sonderlich bedenklich. Allerdings befindet sich die Welt noch immer in den Fängen der Corona-Pandemie. Zusätzlich wurde unter anderem für die Präfektur Ōsaka, wo sich der Sitz vom Capcom befindet, durch den japanischen Premierminister Yoshihide Suga ein Ausnahmezustand ausgerufen.

Das änderte jedoch nichts an den Arbeitsrichtlinien, die Capcom nun angeblich verhängt haben soll. Capcom nehme die Gesundheit und Sicherheit seiner Mitarbeiter sehr ernst. Es gebe die Verpflichtung zum Tragen von Masken und der sozialen Abgrenzung, um das Risiko einer Ansteckung während der Pandemie möglichst gering zu halten. Zusätzlich würde auch regelmäßig bei Arbeitsbeginn die Temperatur überprüft.

Ob Capcom diese Richtlinien tatsächlich im überlieferten Maße und trotz der Einschränkungen in Hinblick auf die Pandemie angeordnet hat, ist nicht offiziell bestätigt.

Rubriklistenbild: © Capcom

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