Und Tschüss!

CD Projekt RED: Mobbing-Vorwürfe gegen Game Director — Er kündigt selber

  • Janik Boeck
    vonJanik Boeck
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CD Projekt RED hat nach vielen Dramen um Cyberpunk 2077 nun mit der Kündigung des Game-Direktors von The Witcher 3 zu kämpfen. Gegen Konrad Tomaskiewicz gab es Mobbing-Vorwürfe.

Warschau Es sind nach wie vor stürmische Zeiten bei CD Projekt RED. Für das polnische Entwicklerstudio, das für den Rollenspielhit The Witcher 3 verantwortlich ist, scheint derzeit alles aus dem Ruder zu laufen. Vielleicht bröckelt aber auch einfach jetzt erst die Fassade eines bislang gefeierten Entwicklerstudios. Fakt ist, dass nach dem verpatzten Release von Cyberpunk 2077 einfach keine Ruhe mehr einzukehren scheint.

CEOAdam Kiciński
ZentraleWarschau, Polen
Gründung1994
Umsatz521,2 Millionen PLN (2019)
GründerMarcin Iwiński, Michał Kiciński
MuttergesellschaftCD Projekt

CD Projekt RED: Game Director von Witcher 3 folgt dem Chefentwickler und packt seine Sachen

Die Personalabteilung des Entwicklers aus Warschau wird dieser Tage viel zu tun haben. Erst vor knapp einem Monat hatte Andrzej Zawadzki, der Chefentwickler von Cyberpunk 2077 und The Witcher 3, gekündigt. Und nun folgt direkt der nächste Schlag. Konrad Tomaszkiewicz, Game Director von Witcher 3, hat ebenfalls gekündigt. Er zieht damit die Konsequenz aus den, gegen ihn vorgebrachten, Mobbingvorwürfen.

Wegen der Mobbinvorwürfe gegen Konrad Tomaszkiewicz gab es bei CD Projekt RED eine interne Untersuchung gegen ihn. Medienberichten zufolge teilte Tomaszkiewicz seinen Mitarbeiter:innn bei CD Projekt allerdings mit, dass er für nicht schuldig erklärt wurde. Nichtsdestotrotz räumte er seinen Posten. Das begründete er damit, dass Kolleg:innen bei der Arbeit mit ihm Angst, Stress oder Unbehagen empfänden. Darüber hinaus zeigte er sich reumütig und entschuldigte sich für sein Verhalten. Tomaszkiewicz war seit 2004 für CD Projekt tätig. In dieser Zeit hatte er sich vom Junior Tester, bei The Witcher, zum Game Director hochgearbeitet.

CD Projekt RED: Mobbing durch den Game Director – ist das Studio noch zu retten?

CD Projekt RED scheint inzwischen ein gezeichnetes Kind zu sein. Das Entwicklerstudio aus Warschau sorgt nämlich schon seit geraumer Zeit eher für schlechte Schlagzeilen. Und dabei geht es des Öfteren auch um schlechte Arbeitsbedingungen. Vor allem in der Entwicklungsphase von Cyberpunk 2077 soll es zu verpflichtenden Überstunden gekommen sein. Nicht zuletzt, weil scheinbar aus der Management-Ebene unrealistische Release-Daten vorgegeben wurden – und das trotz der Warnungen der Entwickler:innen des Spiels. Dass der Game Director nun also des Mobbings bezichtigt wurde, ist, so zynisch das auch klingt, irgendwie nur eine halbe Überraschung.

CD Projekt RED: Game Director kündigt nach Mobbingvorwürfen

Damit zeichnet sich bei CD Projekt RED ein deutlicher Negativ-Trend an. Das einst so gefeierte Entwicklerstudio büßt derzeit immer mehr seines guten Rufes ein. Das wirkt sich auch auf den Aktienkurs auf. Seit Sony im letzten Jahr Cyberpunk 2077 aus dem PS Store gestrichen hat, fällt dieser nämlich stetig. Dass nun auch noch Medienberichte die Runde machen, dass sich der Vorstand Boni in Millionenhöhe gesichert hat, während die Zahlungen an Mitarbeiter:innen zu wünschen übrig lassen, hilft da auch nicht.

Der Sturm, der sich über CD Projekt RED zusammengebraut hat, scheint gerade erst begonnen zu haben. Und für Fans des Entwicklerstudios bleibt nur zu hoffen, dass es einen erfolgreichen Umbruch gibt. Bis dahin bleibt der bittere Beigeschmack, dass die Kündigung von Konrad Tomaszkiewicz kein Einzelfall sein könnte. Schade. Denn, dass CD Projekt RED das Potenzial hat, gute Spiele zu entwickeln, haben sie ja mit The Witcher 3 schon bewiesen.

Rubriklistenbild: © CD Projekt RED (Montage)

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