Datenschutz ein großer Schwachpunkt!

Clubhouse: Nur via Einladung — App beliebter als Telegram und WhatsApp?

  • vonMichael Warczynski
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Im Gegensatz zu WhatsApp muss man bei der neuen Messenger-App Clubhouse eingelanden werden, um sich auszutauschen. Der YouTuber unge erklärt, warum sie so beliebt ist.

  • In Deutschland erlebt die Clubhouse-App aktuell einen unfassbaren Hype – die Downloadzahlen boomen.
  • Auch viele amerikanische, sowieso deutsche Influencer bewerben die neue App stark – der Hype wird noch größer.
  • Wir erklären euch, worum es bei dem neuen Sozial-Media-Dienst überhaupt geht und warum die Datenschutz-Richtlinien im Fokus stehen.

Salt Lake City, USA – Erst seit kurzer Zeit herrscht ein riesiger Hype um die Clubhouse-App in Deutschland. Viele Influencer, wie zum Beispiel Streamer und YouTuber Unge, reden die Anwendung über Twitter gut. Trotzdem bilden sich viele Experten eine eher kritische Meinung gegenüber des amerikanischen Social-Media-Dienstes – die Datenschutzrichtlinien gelten als ungeeignet.

NameClubhouse
EntwicklerAlpha Exploration Co.
Erscheinungsjahr2020
BetriebssystemIOS
KategorieSoziales Netzwerk
Websitehttps://www.joinclubhouse.com/

Clubhouse: Social-Media-App löst unfassbaren Hype aus – das kann die neue Apple-Applikation

Die neue Social-Media-App Clubhouse löste in Deutschland einen enormen Hype aus. Innerhalb kürzester Zeit steig diese zu den meist-heruntergeladenen Applikationen des App-Stores auf. So steht der neue Dienst mittlerweile auf dem zweiten Platz der populärsten kostenfreien Anwendungen im Store. Derzeit liegt nur der Messenger Signal weiter vorne – Telegram wurde als ehemaliger Zweiter abgelöst. Das liegt vor allem dran, dass im Gegensatz zu anderen Netzwerken auf Modernität gesetzt wird. Im Gegensatz zur Konkurrenz kann man sich nur verbal und nicht mehr schriftlich an Gesprächen beteiligen.

Clubhouse Entwickler Alpha Exploration Co. aus Salt Lake City beschreibt seine eigene App als „neue Art von sozialem Dienst, der auf Sprache basiert“. Damit wird klargemacht, dass tatsächlich nur auf den verbalen Ausdruck gesetzt wird und somit schriftliche Nachrichten der Vergangenheit angehören. Des Weiteren soll die App es möglich machen, dass „Menschen sich überall auf der Welt unterhalten, Geschichten erzählen, Ideen entwickeln und Freundschaften vertiefen“ können. Doch wie tz.de bereits zeigte, gibt‘s am Hype um Clubhouse einen gewaltigen Haken*.

Clubhouse an sich funktioniert so, dass man als Anwender eine bestimmte Rolle einnimmt. So können Moderatoren Audio-Chats starten und anderen Freunden nach einiger Zeit das imaginäre „Mikrofon“ übergeben. Damit können andere Beteiligte zum Beispiel die Hand heben, um die Stimmberechtigung zu erhalten und der Runde etwas beizutragen. Der Sinn dahinter ist jener, dass sich Sprecher so dauerhaft aktiv an einer Diskussion beteiligen. Doch derzeit ist der Dienst nur auf Nutzer eines Apple-Smartphones begrenzt. Die Anwendung gibt es damit nicht im Google Play-Store. Außerdem kann Clubhouse ausschließlich per Einladung*, also nur einer begrenzten Anzahl von Personen, verwendet werden wie bei ruhr24.de zu lesen.

Clubhouse: Datenschutz ein großer Schwachpunkt der App – Influencer wie Unge bewerben sie trotzdem

Nachdem zahlreiche User die Clubhouse heruntergeladen haben, werden diese dazu aufgefordert, den Zugriff auf sämtliche Kontakte zu erlauben. Dieses System wurde bereits beim Messenger Whatsapp von diversen Datenschützen scharf in die Kritik genommen. Das liegt daran, dass Anwender eigentlich, laut Datenschutzbestimmungen, jeden einzelnen Kontakt vorher nach deren Erlaubnis fragen müssten. Ansonsten können Telefonnummern und Daten ganz einfach, bei Zustimmung, an amerikanische Server weitergeleitet werden.

Die Audio-Only-App Clubhouse ist bisher noch nicht frei zugänglich.

Obwohl also ein fragwürdiges Datenschutzkonzept hinter der neuen Anwendung steckt, werben zahlreiche Influencer mit Posts für Clubhouse* wie hna.de offenlegte. In Amerika ist bereits klar geworden, dass der Social-Media-Dienst von Prominenten, wie Oprah Winfrey, Drake und Kevin Hart genutzt wird. Doch auch in Deutschland nutzen bekannte Persönlichkeiten, wie Joko Winterscheidt, Olli Schulz oder YouTuber und Streamer Unge die App. Letzterer gab vor einigen Tagen auch einen Twitter-Post ab, in dem er klarstellte, dass er im neuen MessengerPotenzial“ sieht. Dieser soll bekanntlich auch ein gutes Händchen für potenziell starke Unternehmen haben, nicht zuletzt baute sich Unge ein Vermögen durch Aktien auf.

Am Tag nach Unges Tweet war die Clubhouse-App die meist heruntergeladene Applikation des App-Stores in Deutschland. Damit lässt sich bereits feststellen, wie einflussreich Influencer von Unges Größe tatsächlich sind. Jedoch könnte das noch sehr gefährlich werden, da Clubhouse wegen mehrfacher Datenschutz-Verstöße in der Kritik* steht und ein Clubhouse-Vorfall mit einer rechten Influencerin* aktuell für Ärger sorgt, wie wa.de ebenfalls berichtete. Nach der ersten großen Clubhouse-Welle in Deutschland wird derzeit etwa 15 Euro für eine Einladung des Dienstes auf eBay Kleinanzeigen verlangt. Das liegt vor allem daran, dass die aktuellen Kapazitäten des Entwicklers schlicht zu klein für den enormen Ansturm sind. *tz.de, ruhr24.de, hna.de und wa.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Christoph Dernbach

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