Einzelhandelskette für Computerspiele

Coronavirus: GameStop(USA) kämpft mit Quarantäne-Maßnahmen Skandal

Viele Einzelhändler haben mit den Auswirkungen Quarantäne-Maßnahmen um den Coronavirus zu kämpfen. Das führte bei GameStop in den USA zu einem Skandal.

  • Wegen des Coronavirus sollten GameStop-Filialen in den USA geschlossen werden
  • Die Einzelhandelskette für Computerspiele und Zubehör soll sich weigern
  • Zum Release von Animal Crossing: New Horizons will GameStop trotz Coronavirus geöffnet bleiben

Hamburg/Pennsylvania - Das neuartige Coronavirus hält weltweit die Menschen in Schach: Nicht nur sind bereits Tausende an Covid-19 erkrankt, sondern auch der Einzelhandel hat die Folgen des Coronavirus deutlich zu spüren bekommen. Vertreiben sich viele Gamer durch die vielerorts verordneten Quarantänen oder Ausgangsbeschränkungen ihre Zeit an Konsole, PC und Co, will deswegen die große Einzelhandelskette GameStop in den USA nicht auf ihren Profit verzichten und soll sich geweigert haben, ihre Geschäfte zu schließen – und das trotz Anordnung der US-Behörde. Einfacher Grund: Am 20. März 2020 feiert Animal Crossing: New Horizons seinen Release.

GameStop soll sich trotz Coronavirus Schließung widersetzt haben zum Animal Crossing-Release

Viele Geschäfte und Betriebe in Deutschland sehen sich bereits mit Schließungen aufgrund der Covid-19-Erkrankung konfrontiert und auch die USA ziehen mit ähnlichen Maßnahmen nach. Denn auch dort breitete sich das Sars-CoV-2-Virus in rasanter Geschwindigkeit aus. Dazu äußerte sich beispielsweise auch der US-Gouverneur Tom Wolf des Bundesstaates Pennsylvania in einem Post auf Twitter: Nach ihm sollten "alle nicht essenzielle Geschäfte bis 20 Uhr geschlossen sein." Vergleicht man das mit der Situation in Deutschland, klingt das noch relativ harmlos.

Coronavirus: GameStop(USA) kämpft mit Quarantäne-Maßnahmen Skandal

Doch es ist dem US-Politiker ernst, denn Tom Wolf stellte noch klar, dass der Bundesstaat bei weiterhin geöffneten Geschäften Maßnahmen ergreifen werde. Darunter fallen z.B. auch saftige Bußgelder. Doch wer da überhaupt nicht mitspielt, ist die Einzelhandelskette GameStop. Diese soll sich nämlich selbst als "unverzichtbaren Einzelhandel" eingestuft haben, sagte ein GameStop-Mitarbeiter im Interview mit dem Gaming-Magazin Kotaku. "Die Filialleiter sind berechtigt, das unten verlinkte Dokument bei Bedarf den Strafverfolgungsbehörden" zu zeigen, hieß es in einer Mail von GameStop.

Coronavirus: GameStop rudert nach vermeintlicher Verweigerung der Filialschließung zurück

Denn aufgrund der von GameStop angebotenen Produkte, die es Kunden ja auch ermöglichen würden, von zu Hause aus zu arbeiten, hätte sich die Einzelhandelskette für Computerspiele und Zubehör als essenziell gesehen. Schließlich ist es taktisch gesehen auch ein schwerer Rückschlag, jetzt einzelne GameStop-Filialen in den USA zu schließen. Das neue Game "Animal Crossing: New Horizon" steht in den Startlöchern und wäre das perfekte Spiel für eine etwaige Quarantäne während der Coronavirus-Krise. In letzter Konsequenz sieht GameStop auch mehreren negativen Prognosen ins Auge, das Coronavirus könnte nämlich auf das Final Fantasy 7 Remake schwere Auswirkungen haben, wie ingame.de* berichtet.

Nach schweren Vorwürfen der Presse und eigenen Mitarbeitern sah sich das Unternehmen GameStop schließlich gezwungen, ein Statement abzugeben und ruderte mit seinem Vorhaben zurück. GameStop würde fleißig daran arbeiten, sich und seinen Mitarbeitern den bestmöglichen Schutz bieten wollen. Daher setzte die Einzelhandelskette auch fest, Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Covid-19-Krankheit durchzusetzen und regulierte deshalb auch die bisherigen Öffnungszeiten. Im Vergleich dazu macht der Hardware-Hersteller Positivschlagzeilen. Das Unternehmen erweiterte die Produktion um Atemschutzmasken, um dem Coronavirus ein Schnippchen zu schlagen.

Auch ein 17-Jähriger sagt mit seiner eigenen Website* demCoronavirus den Kampf an. 

Coronavirus: GameStop veröffentlicht neue Maßnahmen wegen Covid-19-Krankheit

Ab sofort werden die GameStop-Geschäfte in den USA nur noch von 12 bis 20 Uhr geöffnet sein, bis zum 29. März 2020. Außerdem werde jetzt auch verschärft auf den empfohlenen Mindestabstand zwischen Kunden geachtet, sodass sich in Zukunft nicht mehr als zehn Kunden in einem Geschäft aufhalten dürfen. In Deutschland mussten bereits ganze GameStop-Fillialen schließen und haben nicht einmal die Möglichkeit, bis 20 Uhr weiterhin geöffnet zu bleiben. 

Doch da setzt der Einzelhandels-Gigant verstärkt auf den Online-Versand bei Bestellungen, damit auch der Release von "Animal Crossing: New Horizon", einem wahren Nintendo-Traum* - nicht gefährdet ist. Denn auch wenn das Spiel bereits mit einem Rekordstart auf dem Markt erschienen ist, äußeren sich Tierschutzaktivisten kritisch zum Spiel. Kürzlich schaltete sich PETA ein* und verurteile das Angeln im neuen Animal Crossing.

Quelle: ingame.de

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