Gehackt

Cyberpunk 2077: Hacker verkaufen Quellcode – vielleicht an CD Projekt RED selbst

  • vonAdrienne Murawski
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In einem Hackerangriff wurde der komplette Quellcode von Cyberpunk 2077 gestohlen und kürzlich versteigert. CD Projekt RED könnte seine Daten zurückgekauft haben.

  • CD Projekt RED arbeitet derzeit vor allem an den Patches für Cyberpunk 2077.
  • Nun wurde das polnische Entwicklerstudio wohl von Hackern angegriffen.
  • Doch CD Projekt RED will der Lösegeldforderung keinesfalls zustimmen.

Update vom 12. Februar 2020: Tatsächlich sollen mittlerweile die Sourcecodes von The Witcher 3, Cyberpunk 2077 und Gwent bei der Auktion einen unbekannten Abnehmer gefunden haben. Dies berichtete die gut bekannte Datensicherheitsquelle vx-underground auf Twitter mit einem angehängten Screenshot von der Auktion. Aus diesem wird allerdings nicht ersichtlich, wer den Sourcecode für wie viel Geld gekauft hat. Daher gibt es nun verschiedene Spekulationen.

Release (Datum der Erstveröffentlichung)10. Dezember 2020
Publisher (Herausgeber)Bandai Namco (Europa), Warner Bros. (USA), Spike Chunsoft (Japan)
Serie-
PlattformPS4, Xbox One, Microsoft Windows, Google Stadia, PS5, Xbox Series X
EntwicklerCD Projekt RED
GenreAction-Rollenspiel, Open World

Cyberpunk 2077: Auktion nach Hack findet Käufer – Fans vermuten Notfallplan von CD Projekt RED

Eine dieser Spekulationen vermutet, dass CD Projekt RED die Daten selbst zurückgekauft hat. Zwar meinte das Unternehmen im Vorfeld, nicht auf die Forderungen der Hacker eingehen zu wollen, jedoch wäre es eine echte Möglichkeit, da die Aktion bei 1 Million Dollar startete, anders als der Buy-out-Preis für welchen CDPR hätte 7 Millionen Dollar blechen müssen. Manche vermuteten auch eine Regierung (FEDS) könnte hinter dem Kauf stecken, um die Daten zu schützen. Letztendlich wird sich zeigen müssen, wie die Käufer den Sourcecode verwenden werden.

Update vom 11. Februar 2020: Die Hacker scheinen es ernst zu meinen. Am 08. Februar 2021 wurde das polnische Entwicklerstudio CD Projekt RED, welches unter anderem The Witcher 3 und Cyberpunk 2077 entwickelte, Opfer eines fiesen Hacker-Angriffs. Dabei wurden wohl Daten aus den verschiedensten Unternehmensbereichen, sowie die Codes zu Cyberpunk 2077, Gwent und einer unveröffentlichten The Witcher 3 Version gestohlen. Die Hacker drohten damit, die Daten nach 48 Stunden zu verkaufen oder an Journalisten auszuhändigen, sollte CD Projekt RED nicht auf die Forderungen eingehen.

CD Projekt RED: Hacker machen Ernst – Auktion soll bald starten

CD Projekt RED hatte bereits in einem öffentlichen Statement ausgesagt, dass sie keinesfalls auf die Forderungen der Hacker eingehen würden, auch wenn sie damit das Risiko eingehen, dass die Codes und andere Daten geleakt werden. Nun scheinen die Hacker tatsächlich Ernst zu machen, denn wie Kotaku berichtet, sind sie wohl in einem russischen Hacking-Forum aufgetaucht. Der User redengine hat dort behauptet, dass er oder sie die Codes zu Cyberpunk 2077, der Raytracing-Version von The Witcher 3: Wild Hunt und Thronebreaker: The Witcher Tales hätte.

Diese Codes und einige andere interne Dateien von CD Projekt RED sollen nun in einer Auktion versteigert werden. Startgebot ist wohl 1 Million US-Dollar mit der Option die Dateien sofort und noch vor Auktionsstart für 7 Millionen Dollar zu kaufen. Die internen Dateien sollen angeblich die „Verstöße“ von CD Projekt RED offenlegen. Bereits jetzt sind wohl die ersten Leaks schon im Umlauf, so hatte ein, mittlerweile gelöschter, 4chan Post wohl einen Downloadlink für den Sourcecode von Gwent. Bleibt abzuwarten, ob die Auktion tatsächlich erfolgreich sein wird.

Erstmeldung vom 09. Februar 2021: Warschau, Polen – Auweia, der nächste harte Schlag trifft das polnische Entwicklerstudio CD Projekt RED. Die Entwickler hinter Cyberpunk 2077, aber auch The Witcher 3 wurden von Hackern angegriffen und wohl um einige sehr sensible Dokumente erleichtert. Dies geschah wohl bereits am 8. Februar. CD Projekt RED hat zur Attacke ein Statement veröffentlicht und auch die Drohung der Hacker der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

CD Projekt RED: Hacker stehlen sensible Daten von polnischem Entwicklerstudio

In den letzten Wochen war es wieder etwas ruhiger um CD Projekt RED geworden. Während Anfang des Jahres sich die Schlagzeilen zu Sammelklagen von Investoren und anderen Problemen von CDPR überschlugen, waren die Entwickler gegen Ende Januar wohl nur noch damit beschäftigt, endlich Patch 1.1 und bald auch schon Patch 1.2 für Cyberpunk 2077 herauszubringen. Doch nun gibt es die nächste beunruhigende Nachricht, denn CD Projekt RED wurde wohl Opfer eines Cyber-Angriffs.

So hat CD Projekt RED veröffentlicht, dass „interne Systeme kompromittiert“ wurden und die Hacker außerdem eine Lösegeldforderung hinterlassen hätten. Letztere hat CDPR ebenfalls im Tweet veröffentlicht und für alle Follower sichtbar gemacht. So schreiben die Hacker, dass sie die vollständigen Codes für Spiele wie Cyberpunk 2077, The Witcher 3, Gwent und die unveröffentlichte Version (wohl für die PS5) von Witcher 3 gestohlen hätten. Zudem wollen die Hacker Dateien aus den Bereichen Accounting, Administration, HR, Legal und zu Investorenrelationen besitzen. In der Forderung sprechen die Angreifer zwar von keiner direkten Lösegeldsumme, erpressen CD Projekt RED jedoch damit, die Codes und Dateien an Gaming-Journalisten weiterzugeben, sowie die Dateien zu verkaufen oder online zu leaken.

CD Projekt RED: Böse Cyber-Attacke gegen polnisches Studio von Cyberpunk 2077

CD Projekt RED: Entwicklerstudio sagt Cyber-Angreifern den Kampf an

So schreiben die Hacker: „Ihr öffentliches Image wird sich noch mehr verschlechtern und die Leute werden sehen, wie Sie Ihre Unternehmensfunktionen bescheißen. Investoren werden das Vertrauen in Ihr Unternehmen verlieren und die Aktie wird noch tiefer fallen!“ Je nachdem welche Dateien die Hacker sich zu eigen machen konnte, könnte diese Drohung sich tatsächlich bewahrheiten. Allerdings zieht CD Projekt RED nun keinesfalls den Kopf ein, ganz im Gegenteil. Das polnische Entwicklerstudio hat den Hackern eine Kampfansage geliefert und will nicht auf die Forderungen eingehen. So sind die Backups wohl intakt und Dateien werden bereits wiederhergestellt.

Das Risiko, das die gehackten Dateien und Informationen geleakt werden, geht CD Projekt RED bewusst ein und hat wohl bereits notwendige Schritte unternommen, um eventuelle Leaks abzumildern, wie mycyberpunk.de schreibt.. Zudem sind wohl keine personenbezogenen Daten von Spielern oder Nutzern der CDPR Dienste betroffen, allerdings steckt CD Projekt RED noch in den Untersuchungen zum Vorfall. Laut dem Tweet hat CDPR den Angriff bereits den zuständigen Behörden sowie dem Präsidenten des Personal Data Protection Offices und an IT-Forensiker weitergeleitet, um den Vorfall umfassend zu untersuchen. Das ist übrigens nicht das erste Entwicklerstudio, welches unter Hackerangriffen zu leiden hat. Auch Capcom wurde angegriffen und nun geistern zahlreiche Spoiler zu Resident Evil 8 Village durchs Netz.

Rubriklistenbild: © CD Projekt RED/pixabay

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