Dünnes Eis

Cyberpunk 2077: Ultimatum von Polens Regierung— CD Projekt RED unter Druck

  • Joost Rademacher
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Nach Release-Verschiebung und den Performance-Problemen von Cyberpunk 2077 auf der PS4 und Xbox One stellt die Regierung von Polen dem Entwickler nun noch ein Ultimatum.

  • CD Projekt RED hat am 10. Dezember 2020 nach acht Jahren Wartezeit Cyberpunk 2077 rausgebracht (Alle Cyberpunk 2077 News).
  • Wegen der schlechten Performance auf Xbox One und PS4 hat der Entwickler eine Sammelklage am Hals.
  • Offenbar will nun sogar die polnische Behörde für Verbraucherschutz den Fortschritt der Patches für das Rollenspiel kontrollieren.

Warschau, Polen – Wo soll die Reise für Cyberpunk 2077 hingehen? Nach aktuellem Stand wohl nirgendwo hin außer aufwärts. Schon vor dem Release des Rollenspiels am 10. Dezember 2020 ist CD Projekt RED kaum noch durch positive Meldungen aufgefallen, gab es doch Vorwürfe der Crunchtime und einen Haufen enttäuschter Fans wegen mehrfacher Verschiebung. Jetzt, nach dem Release von Cyberpunk 2077 muss das Entwicklerstudio aus Warschau sich mit fallenden Aktien und einer Sammelklage durch Investoren rumschlagen. Und nun tritt auch noch der polnische Verbraucherschutz auf den Plan.

Release (Datum der Erstveröffentlichung)10. Dezember 2020
Publisher (Herausgeber)Bandai Namco (Europa), Warner Bros. (USA), Spike Chunsoft (Japan)
Serie-
PlattformPS4, Xbox One, Microsoft Windows, Google Stadia, PS5, Xbox Series X
EntwicklerCD Projekt RED
GenreAction-Rollenspiel, Open World

Cyberpunk 2077: Polnische Behörde will Arbeit an Patches kontrollieren

Wie benchmark.pl berichtet, hat die UOKiK genannte polnische Behörde für Wettbewerbs- und Verbraucherschutz sich im Fall von Cyberpunk 2077 eingeschaltet, um die seit Release bestehenden Probleme auf PS4 und Xbox One zu begutachten. Bekanntlich ist das Spiel auf den beiden Last-Gen-Konsolen von schlechter Performance und Bugs geplagt, sodass es für viele praktisch unspielbar ist. Das ist natürlich alles andere als verbraucherfreundlich, weshalb die UOKiK nun bei den weiteren Arbeiten an Cyberpunk 2077 dem Entwicklerstudio ganz genau auf die Finger schauen will, um sicherzustellen, dass den Versprechen auf Besserung nachgekommen wird.

Dazu stellt die UOKiK ein Ultimatum. Hauptsächlich wird der Fortschritt an den versprochenen Patches überprüft, die die Konsolenversionen von Cyberpunk 2077 spielbar machen sollen. Außerdem sollen die Unternehmer von CD Projekt RED befragt werden, wie die Probleme mit dem Spiel sich darstellen und welche Gegenmaßnahmen dagegen ergriffen würden. Für den Entwickler steht dabei einiges auf dem Spiel. Sollte die UOKiK dem Studio eine Strafe verhängen, könnte diese in Höhe von bis zu 10% seiner jährlichen Einnahmen ausfallen. Bei mehr als 13 Millionen verkaufen Kopien von Cyberpunk 2077 könnte das eine mächtige Summe sein.

Cyberpunk 2077: Studio will Patches in kommenden Monaten liefern

In gewissen Ausmaßen dürfte die Überwachung von CD Projekt RED durch die UOKiK möglicherweise auch durch die polnische Regierung selbst in die Wege geleitet worden sein. Das Entwicklerstudio hat vom polnischen Zentrum für Forschung und Entwicklung noch vor einigen Jahren einen Zuschuss in Höhe von umgerechnet sieben Millionen US-Dollar erhalten, um die Arbeiten an Cyberpunk 2077 zu unterstützen. Die Gelder wurden dabei von der Regierung bereitgestellt. Insgesamt waren die Entwicklungskosten von Cyberpunk 2077 aber schon davon abgesehen unglaublich hoch.

Cyberpunk 2077: Nächster Schock für CD Projekt RED – Polnische Behörde stellt Ultimatum

CD Projekt RED arbeitet aktuell bereits auf Hochtouren an den neuen Patches für Cyberpunk 2077. Bereits wenige Tage nach Release gab das Studio bekannt, dass der erste große Patch noch im Laufe des Januars erscheinen soll, gefolgt von einem zweiten im Februar. Wie viel diese Patches am Ende nützen, um Fans zurück zum Spiel zu bringen, bleibt abzuwarten. Die Spielerzahlen von Cyberpunk 2077 sind jedenfalls aktuell im Sinkflug und diese gilt es für das Studio, mit einem ausgebesserten Spielerlebnis wieder zurückzuholen.

Rubriklistenbild: © CD Projekt RED / ingame

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