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Darum sollte man als Online-Gamer über Cybersecurity Bescheid wissen

  • Peer Schmidt
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Cybersecurity ist heutzutage ein Thema für alle Computernutzer. Die von ​Hackern durchgeführten Angriffe​ werden immer ausgeklügelter und richten immer größeren Schaden an. Die Tatsache, dass Online Gaming im Moment am beliebtesten im ganzen Unterhaltungssektor ist, macht es auch für Hacker besonders interessant. Zocker vertrauen den Spielefirmen oft unbedacht viele private Informationen an, was es für Angreifer besonders lohnenswert macht, diese ins Visier zu nehmen. Wir erklären dir, warum es für Online-Spieler wichtig ist, sich über Cybersecurity zu informieren.

Virtueller Diebstahl

So manch ein Spieler steckt tatsächlich ein kleines Vermögen in seine Gaming-Accounts. In den meisten Online-Spielen gibt es für Geld so einiges zu erwerben, seien es besondere Waffen, Ausstattungen für die Spielfiguren oder sonstige Dinge, die das Spielen angenehmer machen. Natürlich sind all diese Dinge oder auch das virtuelle Geld, das beim Zocken gewonnen wurde, im echten Leben nichts wert, aber dennoch haben es Hacker auf Accounts abgesehen, die besonders viele oder auch sehr prestigeträchtige und seltene Gegenstände im Spiel ihr Eigen nennen.

Gelingt es ihnen nämlich diese Accounts zu stehlen, dann können sie für viel Geld weiterverkaufen. Aber nicht nur Spielerkonten, sondern auch die Spiele selbst können von Hackern gestohlen werden. Plattformen wie Origin, Steam oder GOG Galaxy verkaufen Videospiele. Da viele Zocker bei diesen Plattformen oft nur über ein einziges Konto verfügen, über das sie alle ihre Spiele verwalten, können hier schon mal Hunderte von Games zusammenkommen. Also auch etwas, auf das es Cyberkriminelle abgesehen haben könnten.

Diebstahl von Daten

Wer online spielt, der gibt automatisch eine Vielzahl von persönlichen Daten über sich preis. Gerade Spiele für Mobilgeräte sammeln häufig Standortdaten, Daten zur Mediennutzung oder sogar Informationen zu Anrufen. Werden während des Spiels Transaktionen vorgenommen oder Abonnements abgeschlossen, müssen häufig auch Bankdaten hinterlegt werden. Fakt ist: Je mehr persönliche Daten ein Spieler hinterlegt hat, desto interessanter wird er für Hacker. Es kann aber auch schon genügen, wenn andere Spieler, die dir nicht wohlgesonnen sind, ​deine IP-Adresse​ sehen können, denn sie lässt Rückschlüsse auf deine Identität zu. Falls du dir mehr Anonymität wünschst, kannst du beispielsweise ein ​VPN​ nutzen, denn damit wird deine IP-Adresse verschleiert. Wenn du selbst herausfinden möchtest, wie deine IP-Adresse ist, ist dies möglich, indem du „​wie ist meine IP​“ in deinen Internetbrowser eingibst.

Vorsicht vor Phishing

Auch vor Gamern machen lästige Phishing-Angriffe nicht halt. Im Gegenteil, besonders zu beliebten Spielen gibt es regelrechte Phishing-Kampagnen. Dabei sind die Angreifer auch nicht auf die üblichen E-Mails beschränkt, mit denen sie normalerweise ihren Betrug betreiben, sondern es können zum Beispiel Anmeldeseiten von Spielen gefälscht werden oder jemand, der sich als Freund ausgibt, versendet schadhafte Links über verschiedene Plattformen. Zocker, die dasselbe Spiel spielen, verspüren mehr Gemeinsamkeiten und vertrauen sich untereinander auch schneller. Dieses Phänomen versuchen sich viele Cyberkriminelle zunutze zu machen.

Malware statt neues Spiel

Hier gehen die Kriminellen nach demselben Prinzip wie beim Phishing vor. Sie werben mit neuen Spielen, mit vielversprechenden Hacks für bekannte Games oder mit anderen Mitteln, mit denen man angeblich einen Vorteil beim Zocken erhalten kann. Wer allerdings die entsprechenden Seiten besucht, lädt sich dort dann anstatt eines coolen neuen Spieles Malware herunter, die den Geräten erheblichen Schaden zufügen und auch eine Menge persönlicher Daten stehlen kann. Aus diesem Grund ist es auch so wichtig, dass du auf solche Werbeanzeigen nicht hereinfällst und deine Spiele und Spielzubehör nur aus seriösen und bekannten Quellen beziehst.

Auch Originalspiele können zu Sicherheitsrisiken führen

Du magst vielleicht denken, dass dir nichts passieren kann, solange du dir deine Spiele aus sicheren Quellen holst und stürzt dich ganz ohne Bedenken in das Spielvergnügen. Aber dem ist leider nicht immer so. Denn auch die Spieleentwickler sind nun mal nicht unfehlbar und auch hier kann es zu Schwachstellen und Sicherheitslücken kommen. So gab es zum Beispiel im Jahr 2018 einen gravierenden Fehler im Authentifizierungsprozess im beliebten Spiel „Fortnite“. Dabei entfiel die Prüfung der Anmelde-URL und dies stellte einen praktischen Punkt für einen Umleitungsangriff dar. Solcherlei Sicherheitslücken können leider immer wieder vorkommen. Werden sie von Hackern früher entdeckt als von den Entwicklern, können dabei viele Nutzer zu Schaden kommen. Deshalb solltest du auch bei Spielen aus vertrauenswürdigen Quellen immer Vorsicht walten lassen und Seiten, die dir nicht ganz koscher vorkommen, immer so schnell wie möglich wieder verlassen.

Gefahr durch schwache oder mehrfach genutzte Passwörter

Jeder, der mehrere Konten im Internet hat weiß, wie schwierig es sein kann, für jedes davon ein anderes starkes Passwort zu verwenden. Gerade auch Zocker haben häufig eine Vielzahl von Accounts zu verwalten. Nutzt du allerdings zu schwache Passwörter, ist die Gefahr groß, dass sie von Hackern geknackt werden. Ebenso leichtsinnig ist es, für alle Konten ein und dasselbe Passwort zu verwenden, wenn es auch noch so sicher ist. Schaffen es Kriminelle nämlich eins deiner Konten zu hacken, so kommen sie mit dem Passwort auch an alle anderen Konten heran.

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