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Destiny 2: Bungie lässt Cheatern freien Lauf – Entwickler ignorieren Zerstörung von neuem Raid

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Von: Philipp Hansen

Destiny 2 brach am Wochenende Zuschauerrekorde, doch dass man dann Cheatern live im Kingsfall-Raid zugucken durfte, war so wohl nicht geplant.

Seattle – Destiny 2 war am Wochenende ganz groß auf Twitch, Hunderttausende sahen zu, wie die besten Spieler der Welt sich im „neuen“ Kingsfall-Raid einen erbitterten Wettkampf lieferten. Doch manche Schummler wollten sich einfach dreist zum Weltmeister cheaten, während live zugeschaut wurde. Jetzt fragen sich die Spieler, ob Bungie etwas gegen das immer häufiger genutzte Net Limiting machen kann, oder ob die PvE-Zukunft den Cheatern gehört.

Beste Spieler von Destiny 2 haben Angst, dass Cheater ihnen die Weltmeisterschaft klauen

Das sind Weltmeisterschaften in Destiny 2:

Oryx, der Raid Boss im Kingsfall-Raid
Destiny 2: Oryx, der Boss im Kingsfall-Raid © Bungie

Doch jetzt, nachdem der Raid geknackt wurde, werden immer mehr Stimmen laut, die von einem „ruinierten World-First-Rennen“ sprechen. Immer mehr dubiose Cheating-Vorwürfe machen die Runde.

Destiny 2: Net Limiting sorgt für 17 Millionen Schaden im Raid

So dreist wurde im Raid geschummelt: Ein neuer Raid ist für die ersten 24 Stunden extra-schwer. Die Spieler sind einen Tag lang automatisch unterlevelt, die Gegner halten mehr aus und stecken natürlich noch mehr ein. Nur die besten Teams haben eine Chance, die wahren Kugelschwamm-Bosse rechtzeitig zu besiegen, bevor bildschirmfüllende Effekte alle Spieler grillen.

Um doch eine Chance zu haben, schummeln manche Betrüger. So gibt es Clips, wie Jäger ihre „Golden Gun“-Super gleich gut 20 Mal in Folge zünden, um den Endgegner „Kriegspriester“ zu töten:

Der hier gezeigte Streamer selbst cheatet nicht, aber einer seiner Kameraden. Das entgeht dem Chat auch nicht, die sich darüber aufregen, dass hier im Worlds First so dreist gecheatet wird, während tausende zusehen. Der Blick auf den Boss-Schaden zeigt recht auffällig, dass ein Spieler 17 Millionen DMg erreicht hat – etwa das 20-fache seines Teams.

Wer Destiny 2 spielt, der weiß, dass so eine Super mehrere Minuten braucht, um aufzuladen. Jedem Spieler im 6er-Team muss klar sein: Wenn da alle paar Sekunden ein rot glühender Super-Schuss auf den Boss kracht, dann stimmt da was nicht. Der Cheater wurde später aber auch dem Team gekickt, als die Aufregung zu groß wurde.

Der Cheater war kein Einzelfall: Immer mehr Clip von unmöglichen Schadenszahlen oder absurd kurzen Boss-Phasen machen die Runde. Prominent ist auch ein Video, das zeigt, wie Oberbösewicht Oryx im Sekundentakt Schaden nimmt, ohne dass auf ihn geschossen wird.

In Destiny 2 zeigen Cheater stolz neue Tricks, obwohl Bungie Schummler für Millionen verklagt

Sind die Weltmeister Cheater? Nein. Das Rennen machte Clan Elysium. Das Team steht auch nicht im Verdacht, gecheatet zu haben. Elysium gewann schon die letzten beiden Raid-Rennen, sie sind also die unangefochtenen Weltmeister der Destiny-Community.

Das fordert die PvE-Elite: Die besten Destiny-Spieler wie der Clan Redeem – selbst mehrfacher Weltmeister – fordern von Bungie jetzt, dass dem Cheating Einhalt geboten wird. Lange Zeit lag das Cheater-Problem im Space-Shooter im PvP (Multiplayer), dass jetzt im PvE (Spieler gegen die KI) so dreist gecheatet wird, rückt erst seit dem Worlds First so in den Mittelpunkt.

Dabei ist die hier genutzte Technik nicht neu: Net Limiting. Das Problem ist, dass anders als das Aufspüren von Aim-Bots oder Wallhacks (typische PvP-Cheats), das Anti-Cheat beim Net Limiting nicht greift. Dabei manipuliert man seine Internetverbindung mit einem Programm. So kann das Spiel nicht korrekt an Bungies Server weiterleiten, ob beispielsweise eine Super im Boss-Kampf genutzt wurde, also hat der Cheater sie nonstop.

Immer mehr Schummler scheinen auf den „Net limiting“-Zug aufzuspringen, da Bungie die traditionellen Cheat-Anbieter mit teuren juristischen Klagen über Millionen Dollar zum Aufgeben zwingt. Selbst Internet-Troll werden in Destiny 2 derzeit verklagt. Die ehrlichen Spieler hoffen, dass man

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