Echtgeld-Währung im Battle Pass

Destiny 2: Silber im Battle Pass – Spieler machen Druck auf Entwickler

  • VonSven Galitzki
    schließen

Destiny 2 bekommt kostenpflichtige Dungeons und das schmeckt den Spielern gar nicht. Ihre Forderung: Erspielbare Echtgeld-Währung für den Battle Pass.

Seattle, Washington – Die Kontroverse rund um die Zukunft der Dungeons erhitzt auch weiterhin zahlreiche Gemüter und sorgt noch immer für allerlei Diskussionen in der Community. Nun weitet sich die Debatte aus und in diesem Zusammenhang wird jetzt auch die aktuelle Form des Battle Pass von Destiny 2 kritisiert. Forderungen nach erspielbarer Premium-Währung als eine Art Kompensation werden laut und diese Idee erntet gerade sehr viel Zuspruch.

Name des SpielsDestiny 2
Release6. September 2017
PublisherBungie
SerieDestiny
EntwicklerBungie
PlattformPC, Google Stadia, PS4, PS5, Xbox One, Xbox Series X / S
GenreFirst-Person-Shooter / Action-MMO

Destiny 2: Kritik am Battle Pass – Bungie soll sich an Konkurrenz ein Beispiel nehmen

Das kritisieren die Spieler: Neue Dungeons sollen in Zukunft extra kosten und das schmeckt bei weitem nicht jedem. Nach der Verkündung hagelte es entsprechend massive Kritik. Einige Spieler führen die daraus entbrannte Diskussion nun weiter und kritisieren in diesem Zusammenhang auch den aktuellen Zustand des Battle Pass. Dieser sei im Vergleich zu anderen Spielen total schwach und würde fast nur „Schrott“ bieten. Wenn die Dungeons nicht über die Seasons kommen – wo ist dann der Grund, diese überhaupt noch zu kaufen? Hier bräuchte es dann andere Anreize.

Das schlagen die Spieler vor: Und wie diese Anreize aussehen sollen – dafür präsentierte man auch gleich eine Idee. Viele sind der Meinung: Wenn Bungie für diese Inhalte in Zukunft schon extra zur Kasse bittet und dabei trotzdem auch weiterhin noch mit kostenpflichtigen Erweiterungen, Seasons und dem Everversum Geld macht, dann sollte sich das Studio auch an der unmittelbaren Konkurrenz ein Beispiel nehmen und zumindest Premium-Währung (bei Destiny 2 heißt diese „Silber“) in den saisonalen Battle Passes anbieten – und zwar für den freien und für den kostenpflichtigen Premium-Belohnungszweig. Das wäre das Mindeste, was das Studio tun könnte, um sich dem gängigen Industrie-Standard anzunähern.

So könnten Spieler sich dann im Everversum, dem Cash-Shop von Destiny 2, auch mal coole Ornamente oder andere Cosmetics für Silber gönnen, die es nicht für die erspielbare Ingame-Währung „Glanzstaub“ gibt. Besonders fleißige Spieler könnten sich dann beispielsweise auch den Season Pass für die nächste Saison komplett refinanzieren, wenn sie alle 100 Level im Battle Pass erreichen. So macht das unter anderem auch Call of Duty.

So reagiert die Community: Diese Idee und auch die Kritik ernten gerade sehr viel Zuspruch. Der dazugehörige Post auf reddit hat nach nur einem Tag mehr als 13.000 Upvotes gesammelt. In den mittlerweile über 1.600 Kommentaren lassen sich zahlreiche Fans über die Monetarisierungspraktiken von Bungie aus, loben und teilen dabei meist auch den Ansatz des Verfassers.

Destiny 2: Neue Dungeons kosten ab Witch Queen extra

Destiny 2: Die Dungeon-Kontroverse – Warum viele gerade sauer auf Bungie sind

Was genau sind Dungeons überhaupt? Diese beliebte PvE-Endgame-Aktivität verkörpert im Prinzip eine Art Mini-Raid für drei Spieler. Auch hier gilt es, kleinere Rätsel zu lösen, ein paar fiese Sprungeinlagen zu meistern, mächtige Feinde zu überwinden und knackige Bosskämpfe zu bestreiten – das Ganze in einer besonderen Atmosphäre.

Was genau ist das Problem mit den Dungeons? Lange Zeit gab es Diskussionen und Verwirrung unter den Spielern, wie man die neuen Dungeons von Jahr 5 bekommen können wird. Um alle Unklarheiten zu beseitigen, erklärte das Studio vor kurzem endlich mal genau, auf welchem Wege die kommenden Dungeons in Jahr 5 verfügbar sein werden. Kurzum: In Destiny 2 kosten die Dungeons bald extra. Man wird sie auf mehreren Wegen beziehen können, allerdings nur gegen Echtgeld.

Deshalb gibt es kontroverse Diskussionen: Das war in der Vergangenheit anders und viele sind deshalb nun sauer auf Bungie. Zudem hieß es mal ursprünglich von Luke Smith, dem Chef von Destiny, dass die Dungeons fast gänzlich über die Einnahmen des Ingame-Shops Everversum finanziert werden. Nun brach das Studio aber mit diesem Statement, was zusätzlich für dicke Luft sorgt.

Doch es gibt durchaus auch Spieler, die Bungie und diese Strategie verteidigen. Schließlich kann Bungie qualitativ hochwertige Inhalte nicht immer komplett frei anbieten – irgendwie müsse man das Ganze auch finanzieren, heißt es von einigen Spielern. Kurzum: Die neue Marschrichtung in Hinblick auf Dungeons gefällt nicht jedem, hat aber auch einige Fürsprecher, die jedoch deutlich in der Minderheit zu sein scheinen. Es wird aber auch weiterhin rege über diese Thematik diskutiert. Doch wie seht ihr das Ganze? Sagt es uns und anderen doch gerne in den Kommentaren.

Übrigens, neben den neuen Dungeons sollen im Laufe von Jahr 5 auch einige beliebte Raids aus Destiny 1 zurückkehren – hoffentlich kostenlos. Vor Kurzem gab es dabei bereits einen Hinweis auf die Rückkehr eines solchen Raid-Klassikers bei Destiny 2.

Rubriklistenbild: © Bungie (Montage)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare