Das ging schneller als gedacht

Destiny 2: Trials-Desaster hat Folgen – Altes Matchmaking und Flawless-Pool vor Rückkehr

  • VonSven Galitzki
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Nachdem das Matchmaking-Experiment für die Trials in Destiny 2 floppte, rudert Bungie zurück und macht die umstrittenen Änderungen nun wieder rückgängig.

Seattle, Washington – Bungie versucht weiterhin, eine stimmige Balance für die Spielersuche der PvP-Endgame-Aktivität Trials of Osiris (Prüfungen von Osiris, kurz Trials) zu finden. Am vergangenen Wochenende probierte das Studio in diesem Zuge einige Änderungen aus, doch das ging in den Augen zahlreicher Spieler gehörig in die Hose. Viele bezeichnen die letzten Trials als das schlimmste Wochenende seit der Wiedereinführung des Modus. Das ist auch den Entwicklern nicht entgangen und nun folgen Änderungen – auch wenn es ursprünglich noch eine ganze Weile so weiterlaufen sollte.

Name des SpielsDestiny 2
Release6. September 2017
PublisherBungie
SerieDestiny
EntwicklerBungie
PlattformPC, Google Stadia, PS4, PS5, Xbox One, Xbox Series X / S
GenreFirst-Person-Shooter / Action-MMO

Destiny 2: Trials-Experiment geht in die Hose

Was hat es mit dem Experiment auf sich? Für das vergangene Wochenende hat Bungie am Matchmaking geschraubt. Der beleibte Flawless Pool entfiel. Dort tummelten sich ab einem gewissen Zeitpunkt alle Spieler, die an dem entsprechenden Wochenende bereits einen makellosen Run hingelegt hatten. Somit war es für zahlreiche Hüter dann einfacher, ebenfalls mal am Leuchtturm zu schnuppern, da starke Spieler in dem Pool ihr eigenes Matchmaking hatten.

Zudem hat man das Matchmaking nun auf Trials-Siege umgestellt. Sprich, man wurde mit Spielern in einen Matchmaking-Topf geschmissen, die ungefähr die gleiche Anzahl an Trials-Siegen an diesem Wochenende eingefahren hatten.

Das Problem dabei: Was an sich vielleicht erstmal ganz gut klingt, erwies sich dann in der Praxis für viele als zu schwitzig oder teils komplett ungenießbar. Denn einige erreichen beispielsweise 7 Siege nach 7 Matches, andere aufgrund ihrer Fähigkeiten unter Umständen jedoch erst nach 80. Trotzdem kann die Spielersuche sie gegen einander antreten lassen. Das erschien für viele bereits auf dem Papier problematisch, doch in der Praxis wurde es dann für einige noch viel schlimmer, als man es sich vorgestellt hat.

So reagierten die Spieler: Nach den in Zukunft kostenpflichtigen Dungeons bei Destiny 2 hat das Action-MMO nun sein neuestes Drama. Kurzum: Das Experiment floppte, die Änderungen kamen überhaupt nicht gut bei den meisten Hütern an. Es hagelte Kritik – und zwar ausnahmsweise mal wirklich von allen Seiten. Streamer, YouTuber und die PvP-Elite beschwerten sich genauso wie regelmäßige Trials-Besucher, Gelegenheitsspieler oder Trials-Neulinge. Der Tenor dabei: Es war für viele das schlimmste Trials-Wochenende seit ihrer Überarbeitung. Auch wenn die Änderungen eigentlich noch eine ganze Weile gelten sollten, wollen viele die Rückkehr zum bisherigen System.

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Das sagt Bungie: Die Kritik ist auch den Entwicklern nicht entgangen. Das Studio meldete sich nun im aktuellen „This Week at Bungie“-Blog zu Wort und erklärte, dass die Änderungen am Matchmaking nicht die Ziele erreicht haben, die man sich selbst gesetzt hatte.

Die wichtigsten Erkenntnisse: Im Vergleich zu den letzten Trials davor wurden 33% weniger Matches gespielt, die Blowout-Rate (Spiele, die 5:0 oder 5:1 enden) stieg leicht an und die durchschnittliche Spielzeit von Spielern mit hohem Skill-Level brach spürbar ein (ein an sich sehr konstanter Wert), ohne dabei nennenswerte Vorteile für schlechter performende Spieler zu bringen. Das Schmelztiegel-Team fasste es mit den Worten zusammen: „Manchmal lernt man mehr, wenn die Dinge nicht gut laufen, als wenn alles perfekt ist.“

Das sind die Änderungen für die nächsten Trials: Auch wenn es einige positive Aspekte gab, so waren die gesammelten Daten und das Feedback größtenteils negativ oder neutral. Das führt nun dazu, dass Bungie die Änderungen vom vergangenen Wochenende für die nächsten Trials (in der aktuellen Woche machen die Trials Platz für das Eisenbanner) zurücknimmt und zum alten System zurückkehrt.

Das heißt: Das Matchmaking richtet sich wieder rein nach dem aktuellen Fortschritt im Trials-Pass und auch der Flawless Pool kehrt zurück. So soll es erstmal auf absehbare Zeit bleiben. Nichtsdestotrotz soll es nächste Woche mehr Infos dazu geben, was Bungie mit den Trials bis zur großen Witch-Queen-Erweiterung im Februar 2022 noch vorhat.

Übrigens, falls ihr noch eine gute Waffe für die Trials sucht, dann empfehlen wir euch folgenden Artikel: Dieses Scoutgewehr ist ein echter Geheimtipp fürs PvP von Destiny 2.

Rubriklistenbild: © Bungie

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