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Diablo Immortal: Cheater bettelt um Gnade bei Blizzard – 34.000 Dollar Schulden

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Von: Josh Großmann

In Diablo Immortal hat Blizzard jetzt Maßnahmen gegen Cheater vorgenommen. Einer von ihnen hat nun 34.000 Dollar Schulden angehäuft und hofft beim Entwickler auf Gnade.

Irvine, Kalifornien – Bei Diablo Immortal haben es derzeit alle schwer, die unrechtmäßig Ewige Sphären bei Drittanbieter-Plattformen gekauft haben. Blizzard hat alle Spähren, die nicht in Diablo Immortal erworben wurden, entfernt, da Spieler*innen so unfaire Vorteile erlangen können. Kurz gesagt: sie cheaten. Der Spieler und Twitch-Streamer Silkypico hat dadurch nun fast 2,5 Millionen Ewige Spähren im Minusbereich. Auf den Wert des echten Geldes dahinter gerechnet, sind das 34.000 US-Dollar. Jetzt will der Spieler seinen alten Charakter zurück und bettelt um Vergebung bei Blizzard.

Name des Spiels\tDiablo Immortal
Release2. Juni 2022
SerieDiablo
EntwicklerBlizzard Entertainment, NetEase
PlattformenAndroid, iOS, PC
PublisherActivision Blizzard
GenreAction-RPG, Hack and Slash

Diablo Immortal: Spieler hat 34.000 US-Dollar Schulden – So hat er es gemacht

Was ist passiert? In Diablo Immortal wurden alle Ewigen Spähren, eine Art von Währung, die bei Drittanbieter-Services gekauft wurden, entfernt. Damit will Blizzard gegen die unfairen Vorteile vorgehen, die sich Spieler*innen durch Spähren zu geringeren Preisen verschaffen. Der Spieler Silkypico hat sich fleißig bei solchen Drittanbietern Ewige Sphären gekauft und hat jetzt 34.000 Dollar Schulden beim Entwickler aus Irvine. Die einzige Möglichkeit, die Summe von -2.436.988 Ewigen Spähren loszuwerden, ist, die gleiche Menge im internen Shop von Diablo Immortal zu erwerben.

Logo von Diablo Immortal. Darunter der Schriftzug „34.000 Dolar Schulden“ und Abbildungen von Ewigen Sphären
Diablo Immortal: 34.000 Dollar Schulden – Spieler fleht Blizzard um Vergebung an © Blizzard (Montage)

Wie hat er das gemacht? Silkypico verrät, dass er zwischen dem 1. und dem 8. August ein Schlupfloch genutzt hat, um bei einem asiatischen Service, der Ewige Spähren anbietet, große Mengen der Ingame-Währung zu kaufen. Auf Twitch steht er dazu, solche Summen für Spiele auszugeben: „Ich bin alt und habe Zugang zu Erwachsenen-Geld, es wird Zeit zu whalen“, mit „Whalen“ meint der Streamer große Summen an Geld in Videospielen auszugeben und behauptet ein „Möglichmacher“ zu sein: „Ich werde euch erzählen, warum ihr den College-Fond eurer Kinder für Pixel ausgeben solltet“.

Diablo Immortal: Spieler will seinen alten Charakter zurück – Hauptsache die Schulden nicht abzahlen

Das verlangt Silkypico: In einem zweistündigen YouTube-Video erklärt Silkypico die Situation und wie es überhaupt dazu kommen konnte, dass er so viele Schulden in Diablo Immortal anhäufen konnte. Dort hat der Schuldner auch eine tolle Idee, mit der er direkt aus dem Schneider ist. Blizzard soll lediglich seinen Charakter auf den Stand vor den Drittanbieter-Käufen zurücksetzen – so wären zwar alle Gegenstände und Level verloren, aber Silkypico müsste nichts mehr zurückzahlen. Jedoch ist fraglich, wie viel Strafe dann überhaupt noch dahinter steckt. Das ganze Video haben wir euch hier eingebunden.

Fans machen sich über die Bitte lustig: Auf dem Subreddit von Diablo Immortal diskutieren die Spieler*innen fleißig über Silkypico und seine 34.000 US-Dollar Schulden. Sie sind sich ziemlich einig darüber, dass er eine gerechte Strafe bekommen hat. Wenn er einen neuen Charakter haben wolle, soll er sich einen neuen Charakter erstellen, meinen die Fans. Einige gehen sogar so weit vorzuschlagen, dass Silkypico gebannt werden sollte. Auf Nachfrage, ob die Strafe der Cheatenden angepasst wird, gab Blizzard folgendes Statement ab.

„Wir wollen sicherstellen, dass Diablo Immortal ein faires Spielfeld für hat. Teil dieser Bestrebung umfasst das Eingreifen, wenn wir sehen, dass Spieler in betrügerische Käufe verwickelt sind. Bei der Untersuchung von Community-Sorgen rund um verdächtige Ewige Sphären-Käufe, haben wir Accounts gefunden, die gegen das Blizzard User End Agreement verstoßen haben. Wir haben weitreichende Untersuchungen gemacht, um die Accounts zu verifizieren, die an solchen Aktivitäten teilgenommen haben und haben Maßnahmen ergriffen. Wir werden das weiterhin beobachten und Korrekturen vornehmen, wenn sie gebraucht werden.“

Blizzard

Ob Silkypico seine Schulden erlassen bekommt, ist sehr unwahrscheinlich. Ein zweitsündiges Video mit dem Geständnis seiner Taten wird dabei wohl kaum Blizzard überzeugen können – vor allem, wenn die Community weiterhin Druck macht. Blizzard ist die Diablo Immortal-Kritik weitreichend egal, sodass man sich sogar vorstellen könnte, dass der Entwickler aus Irvine die Whales vorzieht.

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