Klage gegen Disney

Scarlett Johansson: Klage gegen Disney und Marvel – Es geht um Black Widow

  • Laura Gabbert
    VonLaura Gabbert
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Scarlett Johansson verklagt Disney und Marvel. Die Schauspielerin wirft den Unternehmen vor ihren Vertrag beim Blockbuster Black Widow gebrochen zu haben.

Los Angeles – So war das wohl nicht abgesprochen. Mit dem Start der neuen Disney-Produktion Black Widow kamen erhebliche Probleme auf. Weil das Unternehmen den Blockbuster nicht nur im Kino, sondern fast zeitgleich auch über den Disney Plus Premier-Access laufen ließ, sah Schauspielerin Scarlett Johansson sich gezwungen, rechtliche Schritte einzuleiten.

Vollständiger NameScarlett Ingrid Johansson
Geburtstag22. November 1984
WohnortNew York/ Los Angeles
BerufSchauspielerin, Sängerin

Klage von Scarlett Johansson – Disney und Marvel sollen Vertrag für Black Widow nicht eingehalten haben

Der Vertrag von Scarlett Johansson soll etwas anderes vorgesehen haben. Dieser versprach ihr einen exklusiven Kinostart für Black Widow. Ihr Gehalt basierte eigenen Angaben nach zu einem Großteil auf den Einnahmen an den Kinokassen. Die parallele Ausstrahlung bei Disneys Streamingdienst dürfte für die Schauspielerin einen klaren Verlust bedeuten. Durch die Platzierung bei Disney Plus wird der Verlust auf ganze 50 Millionen US-Dollar geschätzt.

Scarlett Johansson verklagt Disney – 50 Millionen Miese durch Black Widow.

Disney wehrt die Vorwürfe von Scarlett Johansson allerdings ab. Laut Variety sehe Disney die Klage als traurig und erschütternd an. Es sei besonders gefühllos in Hinblick auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Zudem habe die Schauspielerin für ihre Arbeit an Black Widow bereits 20 Millionen US-Dollar erhalten. Weiterhin gab das Unternehmen an, dass sich Scarlett Johanssons Möglichkeiten eines zusätzlichen Verdienstes durch die Veröffentlichung auf Disney Plus erheblich verbessert hätten. Ob damit gemeint ist, dass die Schauspielerin an den Streaming-Einnahmen beteiligt wird, ist unklar.

Disney scheint mit nagelneuen Filmen wie Black Widow im Premier-Access zu versuchen, sich gegen Konkurrent Netflix zu behaupten

Sofern der Vertragsbruch mit Scarlett Johansson sich tatsächlich so ereignet hat, ist die Vorgehensweise von Disney natürlich fragwürdig. Die Corona-Pandemie als Grund zu nennen, klingt nach einem Vorwand, um neue Abonnent:innen für den Streamingdienst zu gewinnen. Nach wie vor muss Disney Plus sich gegen Konkurrenten wie Amazon und Netflix durchsetzen. Letzterer könnte allerdings in der nächsten Zeit an den anderen Streaming-Diensten vorbeirauschen. Nachdem zuvor schon Videospiele wie The Witcher erfolgreich verfilmt worden sind, soll Netftflix bald auch Spiele-Streaming anbieten.

Schon seit einiger Zeit zeigt der Streaming-Anbieter Interesse an der Gamingbranche. Ein kürzlich aufgetauchter Leak deutete zudem auf eine Kooperation zwischen Netflix und Sony hin. Sollten diese Informationen stimmen, könnten Fans sich darauf einstellen, ihre PS5-Spiele bald auf dem beliebten Streaming-Portal zu zocken. Damit sagt Netflix nicht nur Konkurrenten wie Disney Plus und Amazon, sondern auch Google Stadia den Kampf an.

Wie Disney darauf reagieren wird, bleibt abzuwarten. Aktuell scheint sich der Premier-Access des Streaming-Dienstes allerdings erst einmal zu bewähren. Auch wenn Schauspieler:innen wie Scarlett Johansson in Hinblick auf ein von Kinokasseneinnahmen abhängiges Gehalt in diesem Fall das Nachsehen haben.

Rubriklistenbild: © Disney/ Marvel

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