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Codemasters: EA macht Millionendeal fix – Rennspiele finden neues Zuhause

  • Jonas Dirkes
    vonJonas Dirkes
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Die 1,2 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme des britischen Entwicklerstudios Codemasters durch EA ist abgeschlossen. Damit sichert sich EA große Rennspiele.

  • EA hat Take-Two das Entwicklerstudio Codemasters vor der Nase weggekauft. (Alle EA News)
  • Die Übernahme des Rennspiel-Studios ließ sich Electronic Arts ganze 1,2 Milliarden Dollar kosten.
  • Zum Portfolio von Codemasters gehört beispielsweise das erst kürzlich für Xbox Series X und PS5 veröffentlichte Dirt 5.

Update vom 19. Februar 2021: Der Deal ist nun abgeschlossen. Zwei Monate, nachdem bekannt wurde, dass EA das Entwicklerstudio Codemasters aufkaufen möchte, ist die Übernahme vollzogen. Damit gehört EA nun ein etabliertes Rennspiel-Studio, welches die Spiele der Grid- und F1-Reihe sowie die Rallye-Serie Dirt produziert hat. Andrew Wilson, CEO von EA kommentierte die abgeschlossene Übernahme: „Dies ist der Beginn einer aufregenden neuen Ära für Rennspiele und Inhalte, in der wir die talentierten Teams von Electronic Arts und Codemasters zusammenbringen.“

Name des StudiosCodemasters
GründungOktober 1986
SitzSoutham, England
LeitungFrank Sagnier (CEO)
Mitarbeiter700
Umsatz76 Millionen Pfund (2019)

Codemasters: Nach Übernahme werden fortan Rennspiele für EA programmiert

Dass EA das Studio Codemasters kaufen würde, kam sehr überraschend. Denn zu dieser Zeit war Take-Two bereits mit dem Studio im Verhandlungsgespräch. Das Angebot von Take-Two bestand aus Bargeld und Aktien, wohingegen EA dem Unternehmen 8 US-Dollar für jede der 150 Millionen Aktien von Codemasters bot. Damit war der Deal mit 1,2 Milliarden US-Dollar perfekt. Möglicherweise stehen Fans von Rennspielen nun künftig große Spiele-Highlights bevor.

Erstmeldung vom 15. Dezember 2020: Southam, Großbritannien – Einmal kurz nicht aufgepasst und Schwups wurde man von EA gekauft. Gerade ist das den Rennspielprofis von Codemasters passiert. Die wurden anstatt von Take-Two nun überraschend von Electronic Arts gekauft und werden künftig exklusiv für das Unternehmen werkeln. Das mag auf den ersten Blick ziemlich normal für die Videospielbranche aussehen – macht man die Augen aber etwas weiter auf, zeigt sich, dass EA mittlerweile gefährlich nah am Rennspiel-Monopol ist.

Es ist schon eine ziemliche Überraschung: In den letzten Wochen war Codemasters noch in Übernahmegesprächen mit Publisher Take Two nun hat EA aus dem Hinterhalt zugeschnappt. Man gönnte sich bei EA die Rennspielschmiede Codemasters einfach mal für schlappe 1,2 Milliarden Dollar. Take-Two wollte anscheinend nur lachhafte 994 Millionen Dollar für den Entwickler blechen. Jetzt freut sich die tiefere Tasche.

Codemasters: EA kauft Spieleschmiede – droht nun das Rennspiel-Monopol?

Sowohl Entwickler Codemasters wie auch Publisher EA bestätigen den Deal, der bis März 2021 offiziell über die Bühne gehen soll. Der hintergangene Dritte Take-Two äußerte sich bisher nicht öffentlich. Gründe für die Übernahme seitens EA seien ein verbesserungswürdiges Rennspiel-Lineup für den Publisher. Schön und gut, schaut man aber einmal welche Rennspielserien eigentlich dem Unternehmen gehören, wäre solch eine Stärkung wohl gar nicht notwendig gewesen.

Codemaster: Entwickler reiht seine Rennspiele fortan zwischen EAs Need for Speed und Co. ein

Nach der Akquisition von Codemasters ist EA fortan im Besitz folgender Rennspielmarken: Burnout, Dirt, Dirt Rally, F1, Grid, Need for Speed und Project Cars. Das sind ganz schön viele Titel. Im Stall von Microsoft befindet sich derzeit noch die beliebte Forza-Reihe, während Gran Turismo auf der Sony PlayStation heimisch ist. Viele andere große Reihen sucht man allerdings vergebens. Ein Ubisoft könnte möglicherweise noch mit einem The Crew mitmischen, legt man sich in den nächsten Jahren allerdings ein Rennspiel zu, dann stammt es mit hoher Wahrscheinlichkeit aus dem Hause EA.

Dass Electronic Arts für seine Entscheidungen nicht immer beliebt bei den Gaming-Fans ist, dürfte weitreichend bekannt sein – kein Wunder also, dass bereits viele Spieler den Untergang Codemasters prophezeien. Ein RIP Codemasters-Post folgt im Netz auf den nächsten und die Angst vor Mikrotransaktionen in Rennspielen geht herum. Soweit ist es aber noch nicht. Wie sich das Studio unter der Fuchtel von EA behaupten wird, kann uns nur die Zukunft zeigen. Auch was die Übernahme von Codemasters durch EA für das gesamte Genre des Rennspiels zu bedeuten hat, werden wir wohl erst in den nächsten Jahren sehen. Bis dahin gelten die alten Tugenden: Tee trinken und unseren Test zu Codemasters Dirt 5 lesen – dann wird sicher alles gut.

Rubriklistenbild: © Jim Henson Company/Disney

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