Wie es in den Wald schallt...

Ubisoft-Entwickler attackiert Elden Ring und schafft sich jetzt Feinde

  • Joost Rademacher
    VonJoost Rademacher
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Ein Ubisoft-Entwickler äußerte sich abfällig zur Grafik von Elden Ring. Doch Fans verteidigen den From Software-Titel bis aufs Äußerste.

Montreuil, Frankreich – Die Diskussion um Elden Ring zieht sich durch alle Schichten und Seiten des Internets. Die Spiele von From Software sorgen seit Jahren immer wieder für Gesprächsstoff, die Prominenz des neuen Werkes provoziert aber auch weniger freudige Stimmen. Auf Twitter haben sich zuletzt Entwicklerinnen und Entwickler anderer Studios abfällig über Elden Ring geäußert. Danach traten Fans des Spiels einen kleinen Shitstorm gegen sie los.

Name des SpielsElden Ring
Release25. Februar 2022
PublisherBandai Namco Entertainment
EntwicklerFrom Software
PlattformPS4, PS5, Xbox One, Xbox Series X|S, PC
GenreAction-Rollenspiel, Open World

Elden Ring: Twitter-Angriff auf Rollenspiel – Entwickler*innen kritisieren Grafik und Nutzererfahrung

Was war passiert? Seit dem Release von Elden Ring landet das Spiel praktisch täglich in den Trends von Twitter. Fans tauschen sich über ihre Erlebnisse im Zwischenland aus, geben sich gegenseitig Tipps oder diskutieren über die Bosse, die ihnen immer wieder eine harte Zeit bereiten. Häufig kommen aber auch schwierige Themen zur Sprache, wie die Zugänglichkeit des Spiels, das Fehlen jeglicher Questlogs oder der generellen Schwierigkeit von Elden Ring. Inzwischen haben sich auch ein paar Entwickler*innen von Ubisoft und Guerilla Games eingeschaltet – und nichts wirklich Gutes zu sagen gehabt.

Was haben die Entwickler geschrieben? Den Anfang machte Ahmed Salama, aktuell UX Director bei Ubisoft. Über seinen Twitteraccount schrieb er öffentlich, dass „Reviewer wohl einen Sch*** auf Spiele-UX geben“ würden, wenn Elden Ring einen Metascore von 97 erreicht. Rebecca Fernandez O‘Shea von Nixxes und selbst Blake Rebouche, Quest Designer von Guerilla Games, wurden in den Antworten laut und schossen gegen das Quest Design und die Grafik von Elden Ring.

Elden Ring: Diese Tweets stoßen Fans sauer auf

Bei vielen Twitter-Nutzer*innen stieß diese Kritik allerdings kaum auf Zuspruch. In kürzester Zeit verbreitete sich der kontroverse Thread und zahlreiche Fans griffen die Entwickler*innen für ihre Äußerungen an.

Elden Ring: Fans halten Entwickler*innen den Spiegel vor – Debatte gerät außer Kontrolle

Wie haben die Fans dagegen gehalten? Fans von Elden Ring ließen die Kritik der Entwickler*innen nicht auf sich sitzen und schossen scharf gegen ihre Aussagen. Besonders schlecht kam die Kritik von Ahmed Salama an, der vor seiner Arbeit bei Ubisoft an Battlefield 2042 mitarbeitete. Die übrigen Spieler*innen des Multiplayer-Shooters ärgern sich bis heute über fragwürdige Entscheidungen an der Nutzeroberfläche, an der Salama mitgearbeitet haben sollte. Dass ausgerechnet diese Person sich abfällig über ein weit geliebtes Spiel äußerte, nahmen viele als Startpunkt ihrer Kritik.

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Elden Ring: Waffen Tier List

Auch schwingt in den Augen vieler Fans ein Hauch von Eifersucht mit, dass ausgerechnet Blake Rebouche seine Kritik an Elden Ring übte. Schließlich war Horizon Forbidden West, das letzte Projekt von Guerilla Games, nur eine Woche vor Elden Ring erschienen und wurde vom Rollenspiel prompt aus dem öffentlichen Diskurs verdrängt. Ein Twitter-Nutzer führte dem Entwickler diese Vermutung prompt vor.

Euer Spiel hat eine 88 bei Metacritic und du bist sauer, dass ein anderes Spiel besser ankommt. Warum soll man nicht einfach ein Spiel genießen, anstatt sich darüber zu beschweren. Das ist so schwache Energie. Elden Ring ist ein Meisterwerk. Die Leute lieben auch Horizon FW. Chill.

Kyle Hallmann (@soldier0cross)

Einige Fans versuchten weiter, vernünftige Kritik an den Äußerungen zu Elden Ring zu üben, gleichzeitig gingen aber auch haltlose Beleidigungen von Hardcore-Fans der Spiele damit einher. Die Debatte rund um Elden Ring geriet schnell außer Kontrolle, bis die betroffenen Entwickler*innen ihre Twitteraccounts schließlich privat stellen und die Tweets löschen mussten.

Rubriklistenbild: © From Software/Twitter

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