Electronic Arts: Ende der reinen Singleplayer-Spiele?

  • INGAME Redaktion
    VonINGAME Redaktion
    schließen

War es das?

In den letzten Jahren konnte man den Trend bereits bemerken. Die großen Entwickler distanzieren sich immer mehr von herkömmlichen Singleplayer-Spielen. Zunehmend wird in Multiplayer-Modi investiert. Laut der Einschätzung des früheren Bioware-Game-Designers Manveer Heir handle es sich dabei um einen in absehbarer Zeit nicht umkehrbaren Trend. So seien in Bezug auf Electronic Arts die AAA-Singleplayer-Spiele praktisch gestorben.

Online-Modi sind lukrativer

Laut Heir hat das auch einen einfachen Grund. Denn in Multiplayer-Spielen können Mikrotransaktionen integriert werden und diese sorgen für höhere Einnahmen. Allgemein sei mit Open-World spielen mehr Geld zu verdienen, da man bei diesen, wie zum Beispiel bei Mass Effect, zusätzliche Kartenpakete als DLC anbieten könne, welche ebenfalls für Einnahmen sorgen. Der Erfolg von "Mass Effect 3" habe die Ausrichtung des ganzen Studios verändert. Denn das Spiel hat nicht nur riesige Einnahmen generiert, sondern sie auch dazu gebracht, traditionellen Singleplayer-Spielen wie "Dragon Age" einen Online-Modi zu verpassen.

Klares Statement

Auch der vor längerer Zeit angekündigte Online Titel "Anthem", an welchem Bioware aktuell arbeitet, sei ein Produkt, das über diesen Ansatz entwickelt wurde. Es handelt sich dabei um ein Open-World-Multiplayer-Rollenspiel, mit welchem Electronic Arts eine Menge Geld verdienen könne. "Das lineare Singleplayer-Triple-A-Spiel ist für EA vorerst gestorben", sagt Heir abschließend. Laut ihm passe auch die kürzliche Schließung von Visceral Games und die Neuentwicklung des dort entstandenen Star Wars-Spiels in dieses Szenario.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare