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Erfolgsmodell mit Zukunft: Traden mit Gaming-Aktien

  • Roberto Quentin
    vonRoberto Quentin
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Die Spielebranche boomt seit den 1980er-Jahren. Die Unternehmen gehören zu den Global Players – ein Investment lohnt. Welche Spiele-Aktien sind die Besten?

Gaming-Aktien: jahrzehntelanger Boom

Computerspiele sind ein Segment, an dem sich der technologische Fortschritt am spektakulärsten nachvollziehen lässt. Eine immer stärkere Rechenleistung ermöglicht die Herstellung immer komplexerer Spiele und die Grafik nähert sich unaufhaltsam den fortschrittlichsten Fernsehstandards an. Die Anwendung über eine Cloud hat die Rechnergebundenheit der Spiele aufgehoben und das Kaufen von Spielen im Laden obsolet gemacht. Spieler können ihr Spiel nun via Streaming über eine Cloud von jedem Endgerät aus spielen, ob unterwegs oder zu Hause.

Weitere spannende Trends im Bereich der Computerspiele sind Virtual und Augmented Reality (VR und AR), die im Sinne der in Spielerkreisen viel beschworenen Immersion ein Spielgeschehen evozieren, das so realistisch ist, als wäre man unmittelbar involviert. Mit Esport lassen sich Wettbewerbe im großen Stil realisieren, welche entsprechende Mengen Kapital an sich binden.

Wer zu den Anlegern und Tradern gehört, findet in Gaming- und Esports-Aktien somit ein Reservoir mit großen Perspektiven vor, das sich seit Jahrzehnten im steilen Wachstum befindet. Speziell die Trader profitieren dabei vom Vorteil, nicht mehr an die Öffnungszeiten der Börse gebunden zu sein. Das Agieren am eigenen Rechner macht dies möglich.

Der Corona-Effekt

Der Boom der Branche war schon vor Corona da. Die COVID-19-Pandemie hat diesen Trend allerdings erheblich verstärkt. Wenn es in puncto Unterhaltung zunehmend an Alternativen fehlt, dann gewinnt das bestehende Angebot an Bedeutung. Dies gilt auch unter dem Aspekt, dass der Zusammenbruch des Analogen zwangsläufig mit einem Siegeszug des Digitalen einhergehen muss.

Die COVID-19-Pandemie hat den Gaming-Markt beflügelt

Wer durch die Seuche keine beruflichen Nachteile erlitten hat, hat zudem oft deutlich mehr Geld auf dem Konto als jemals zuvor, denn Reisen, Events und Ausgehen, das alles sind kostspielige Bereiche, zu denen die Menschen schlichtweg keine Gelegenheit mehr haben. Im Jahre 2020 wurden weltweit 75 % mehr Spiele als im Vorjahr gespielt. Etwas Vergleichbares hat es in der Geschichte der Spielebranche noch nicht gegeben.

Gigantische Wachstumspotenziale

Die Zahl der Spieler wird weltweit auf 2,7 Milliarden geschätzt, von denen 55 % Asiaten sind. Asiatische Spieler sind es auch, die für die stärksten Wachstumsraten sorgen und den Trend zum Mobile Gaming beschleunigen, denn sie mögen Smartphones, aber keine Festnetz-Computer. Bereits diese gigantische Zielgruppe lässt auf gewaltige Wachstumspotenziale schließen. Der Boom der Branche wird auch von den Veränderungen der Spiele getragen. Vorbei sind die Zeiten, in denen die Gewinne des Anbieters mit dem Kauf des Spiels im Laden abgeschlossen waren.

Goldgrube durch In-Game-Käufe

Die heutigen Abo-Modelle versprechen wiederkehrende Einnahmen. In diesem Zusammenhang bezifferte der Finanzvorstand von Activision Blizzard, Spencer Neumann, den Mehrgewinn eines Downloads für Spielentwickler im Vergleich zum materiellen Verkauf auf 10 $. Das Gleiche gilt für die Vielzahl an In-Game-Aktionen, die nicht selten mit weiteren Finanzspritzen für die Entwickler einhergehen.

Generell haben die Spielentwickler den Kunden schon an der Angel, sobald er sich einer gegebenen Spielwelt mit allen Facetten verschreibt. Dann ist der Spieler bereit für immer mehr Mikrotransaktionen, die ihn besser aussehen lassen und ihm neue Waffen sowie andere Vorteile bescheren. Neben Fortschritten durch Leistung gibt es in komplexen Spielen längst eine Parallelwelt in Form von Fortschritten, für die jeder Spieler zur Kasse gebeten wird. Ein einzelnes Spiel kann sich somit für die Entwickler, vorausgesetzt, es kommt bei der Zielgruppe an, zu einer wahren Goldgrube entwickeln. Beispiele für solche Kultspiele sind Civilization, World of Warcraft, League of Legends, Call of Duty und FIFA.

Die Entwicklungen im Einzelnen

Zwischen 2015 und 2019 wuchs der Videospielemarkt um 57 %. Diese Entwicklung bestätigte sich im letzten Vor-Corona-Jahr, in dem die Branche nach einer Delle Wachstumsraten um deutlich mehr als 7 % erzielte. Wachstumsraten von jährlich 7,7 % sind es auch, welche die Analysten von Newzoo der Branche bis 2023 prognostizieren. Geht man weitere Jahre zurück, dann haben sich die Gewinne der meisten Anbieter inzwischen vervielfacht.

Chancenreiche Gaming-Aktien

Es lohnt also, den Markt der Spielebranche für ein lukratives Investment an der Börse zu sondieren. Verheißungsvoll ist der Betreiber der Online-Videospielplattform Garena, Sea Limited aus Singapur, mit Wachstumsraten von 475 % binnen eines Jahres. Auch die Dinos der Branche, Nintendo (32 %) und Sony (33 %), sind noch lange nicht gesättigt. Sie sind für alle Anleger interessant, die extreme Risiken scheuen und gern auf einem stabilen Fundament bauen.

Interessant ist auch der Spielentwickler Take Two Interactive mit Sitz in NYC, der seine Expertise mit Kultspielen wie GTA (150 Millionen Verkäufe), Red Dead Redemption, NBA 2K20 und WWE 2K20 bewies. Was den Bereich Esports angeht, so gilt Activision Blizzard derzeit als heißes Eisen. Große Chancen werden schließlich den Spieleschmieden Electronic Arts und Take Two zugeschrieben, deren Börsenkurse schon seit vielen Jahren zuverlässig Richtung Norden zeigen.

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