Ist ESL Gaming daran schuld?

ESL Gaming bekommt European Super League-Shitstorm der Fußballfans ab

  • Michael Warczynski
    vonMichael Warczynski
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ESL Gaming wurde von vielen Fußball-Fans als Organisation identifiziert, welche die European Super Leage im Fußball gründen will. Der Hass vieler Fans entlud sich in ihren Social-Media-Kanälen.

Köln, Deutschland – Nach monatelangen geheimen Gesprächen haben 12 Teams nun entschieden, sich als Gründer der neuen European Super League anzumelden. Durch diese Entscheidung der Mannschaften Manchester United, Liverpool, Manchester City, Arsenal, Chelsea, Tottenham, Atlético Madrid, Real Madrid, Barcelona, Internazionale, AC Milan und Juventus könnte nun die gesamte Fußballwelt zusammenklappen. Der Frust vieler Fußballfans ist nun riesig. Doch sie lassen diesen ausgerechnet am Esport-Verband ESL aus.

NameESL Gaming
Gründung12. September 2000
SitzKöln, Deutschland
LeitungRalf Reichert, Stefan Beitz
Umsatz27,3 Mio. EUR
BrancheEsport

European Super League erschüttert Fußballwelt: Neue Liga könnte nun alles zerstören

Fans fürchten, dass alles, was über Jahre im Fußball aufgebaut wurde, wegen Geldgier nun ein Ende haben könnte und protestieren aus diesem Grund lautstark gegen die Entscheidung der 12 Clubs, sich einer neuen Liga anzuschließen. Die European Super League sei rein aus finanziellem Interesse der Vereine entstanden – das werfen viele Fans den Gründungsmitgliedern nun vor und setzen alles daran, den europäischen Fußball doch noch zu retten. Mit Statements wie „Created by the poor, stolen by the rich“ wird derzeit auf allen Sozial-Media-Plattformen auf die vermeintlich bösartigen Machenschaften aufmerksam gemacht.

Das Super-League-Modell wird einiges im Fußball, wie wir ihn heute kennen, ändern. Wie es aktuell aussieht, wird zum einen die Champions League ihrer attraktivsten und erfolgreichsten Teams beraubt und die reichsten Vereine in ihren eigenen nationalen Wettbewerben effektiv abschottet. All das soll nur wegen des Geldes passieren. So sollen unter den Gründungsclubs insgesamt 3,5 Milliarden Euro aufgeteilt werden. Damit erhält jedes Team rund 300 Millionen Euro. Zum Vergleich: Das ist mehr als das Vierfache von dem, was der Champions-League-Sieger 2020 mit nach Hause genommen hat.

Laut den Veranstaltern des neuen Wettbewerbs, der European Super League, werden derzeit noch drei weitere Vereine als Gründungsmitglieder gesucht. Die Top-Favoriten dafür sind der FC Bayern München, Borussia Dortmund, sowie der französischen Meister Paris Saint Germain. Alle drei Vereine weigern sich aktuell jedoch, ein Teil des neuen Wettbewerbs zu werden, wofür sie ziemlich viel Zuspruch erhalten. Dennoch bleibt derzeit noch abzuwarten, ob diese ihrer Meinung weiterhin treu bleiben, denn um weiterhin konkurrenzfähig zu sein, werden auch diese Vereine irgendwann dazu gezwungen, dem Weg des Geldes zu folgen. So zumindest lautet die Meinung vieler Fans.

European Super League erschüttert Fußballwelt: E-Sport muss es ausbaden

European Super League erschüttert Fußballwelt: Nun äußert sich auch ESL Gaming zu der Thematik

In den letzten Jahren hat der Esport und damit auch die ESL stark an Interesse gewonnen. Doch nun lassen viele Fußball-Fans ihren Frust wegen der European Super League an dem offiziellen Social-Media-Account der ESL aus. Da dieser auf Twitter über das Kürzel „ESL“ zu finden ist, dachten einige User, dass es sich wegen der Buchstaben um die „European Super League“ handelt, da auch diese genauso abgekürzt wird. Kurz darauf eröffneten Fußball-Begeisterte einen Shitstorm gegen die Gaming-Liga. Wenig später folgte dann auch ein eindeutiger Tweet des offiziellen Twitter-Accounts von ESL.

In der Stellungnahme über Twitter hieß es von ESL: „Liebe Boomer, wir sind nicht die europäische Super-Liga.“ Daraufhin folgten einige witzige Kommentare der Gaming-Community. So fragte zum Beispiel der User @priusOBS, für wie viel Geld die Gaming-Liga ihr Kürzel an die Fußball-Macht verkaufen würde. Wenig später antwortete ein weiterer Twitter-Nutzer: „Sie geben ihnen Neymar, er ist gut in Fortnite.“ Bekanntermaßen führt der Fußballspieler Neymar Jr. nämlich seinen eigenen Twitch-Account und unterhält dort regelmäßig auch seine Community. Ohne sein Fußballer-Einkommen mitzurechnen, gehört der Brasilianer leider nicht zu den Top 10 Bestverdienern auf Twitch.

Rubriklistenbild: © dpa/Jonathan Brady/Marius Becker

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