Facebook: Marc Zuckerberg krallt sich Oculus Rift

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Erst Whatsapp und nun Oculus VR. Facebook hat momentan viel Kapital um in andere Projekte zu investieren und neue Märkte zu erschließen. Obwohl die Social-Media-Plattform des ehemals jüngsten lebenden Self-made-Milliardärs der Welt, Mark Zuckerberg eher weniger für echte Gaming-Erfahrungen bekannt ist, kaufte das Unternehmen nun die Oculus Rift-Entwickler auf.

Für 21 Milliarden Dollar kann man eine ganze Menge anstellen. Ihr könntet euch eine ganze Inselkollonie, etwa 42 Mal die Rekord-Meister des Fc Bayern München, mehr als 5.000 Lamborghini Aventador oder die Unternehmen Whatsapp und Oculus VR aufkaufen. Facebook hatte trotz eher enttäuschendem Börsengang eben diese 21 Milliarden Dollar in der Portokasse und schlug beim letztgenannten Angebot gnadenlos zu. Erst war der Short-Messaging-Dienst Whatsapp mit 4 Milliarden Dollar Cash und weiteren 15 Milliarden in Facebook-Aktien fällig und nun folgte gestern Oculus VR für deutlich günstigere 2 Milliarden Dollar.

Oculus VR ist Erfinder und Entwickler der in der durch ein Kickstarter-Projekt finanzierten Oculus Rift-Technik, die in Form von erschwinglichen Virtual-Reality-Brillen die Gamingwelt revolutionieren wollen. Damals am 01. September 2012 wurden mit Hilfe von 9.522 Unterstützern auf Kickstarter.com fast 2,5 Millionen US-Dollar gesammelt, was dem zehnfachen des ursprünglichen Zahlungsziels von 250.000 Dollar entspricht. Seitdem hat sich viel getan und viele Oculus Rift-Brillen wurden bereits tausendfach als Prototypen verschickt. Spiele wie Outlast und Slender funktionieren längst mit der Technologie, doch auch größere Spiele wie Castlevania - Lords of Shadow 2 und Titanfall sollen bald unterstützt werden.

Facebook hat also in die Zukunft des Gaming investiert. 400 Millionen US-Dollar gab es in bar, während weitere 1,6 Milliarden Dollar in Form von 23,1 Millionen Aktien ausgezahlt wurden. Darüber hinaus stellte das Unternehmen um Mark Zuckerberg noch 300 Millionen Dollar in Aussicht, wenn Oculus VR gewisse Ziele erreicht, die aber weder von Facebook, noch von den Entwicklern bekannt gegeben wurden. Zustandekommen soll der Kaufvertrag im zweiten Quartal 2014, womit der Kauf noch nicht zu 100% in trockenen Tüchern ist.

Dennoch zeigte sich der Oculus VR CEO Brendan Irbie voll von Begeisterung über den Deal mit Facebook: "Wir sind sehr gespannt darauf, mit Mark und dem Facebook Team zu arbeiten, um die beste virtuelle Plattform der Welt zu erschaffen. Wir sind der Meinung, dass die virtuelle Realität von sozialen Erfahrungen definiert wird und dass sie die Menschen auf eine neue und magische Art zusammenbringt. Es handelt sich um eine Technologie, die viel Bekanntes umwälzt und verändert. Sie ermöglicht Erfahrungen, die bisher als unmöglich galten. Und das ist erst der Anfang."

Auch Facebook-Gründer und Vorstandschef Mark Zuckerberg hatte zum Verkauf etwas zu sagen. Etwas, was die Fans der Oculus VR-Technologie wahrscheinlich nur ungerne hören, denn Facebook will mit der Übernahme keinesfalls total neue und tolle Gaming-Erfahrungen bieten, sondern aus der Oculus-Technik die "sozialste Plattform aller Zeiten" schaffen. Seiner Auffassung nach sind Mobile Plattformen wie Handys und Tablets die Gegenwart, da soziale Netzwerke vornehmlich über diese Geräte laufen. Die Zukunft wird seiner Meinung nach deutlich mehr im Zeichen virtueller Reaität stehen. Oculus hätte das Potential die soziale Plattform der Zukunft zu werden und die Art wie wir arbeiten, spielen und kommunizieren zu verändern. Eine Zukunft die ich persönlich eher mit sorgenvoller Mine betrachte.

Zuckerberg weiter: "Die Mission von Oculus ist es, den Menschen das zu ermöglichen, was unmöglich ist. Diese Technologie eröffnet Möglichkeiten für völlig neue Erfahrungen." Die VR-Technologie soll über das Gaming hinausgehen und unter anderem virtuelle Klassenzimmer erschaffen oder Sportereignisse hautnah mit zu erleben.

Der Kauf wirft dennoch viele Fragezeichen und Warnsignale hervor. Auch bei Minecraft-Erfinder Markus "Notch" Persson, der den geplanten Occulus Rift-Support seines Spiels mit bekanntwerden des Deals kurzerhand mit den Worten "Facebook macht mir Angst" platzen ließ. Was sagt ihr denn zu der ganzen Geschichte? Könnt ihr euch vorstellen wie die Zukunft des Geräts nach der Facebook-Übernahme aussehen wird? Steht ihr dem Kauf eher positiv oder negativ gegenüber? Der Kommentarbereich und wir freuen uns auf euere Meinung.

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