1:0 für den Titan

FIFA 21: Klage-Welle gegen EA? Profis machen den Oliver Kahn-Move

  • Henrik Janssen
    vonHenrik Janssen
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EA könnte mit FIFA 21 ganz schön in der Klemme stecken. Rollt eine Klage-Welle auf den Publisher und Entwickler zu? Profis machen nun den Oliver Kahn-Move.

  • Fußballer rebellieren gegen EA und FIFA 21
  • Oliver Kahn als mahnendes Beispiel – er gewann gegen EA
  • So ließ Oliver Kahn 2002 ein FIFA-Spiel in Deutschland verbieten

München, Deutschland - EA befindet sich mal wieder in der Kritik. Nachdem es ist den vergangenen Jahren immer wieder Beschwerden aus der Community für unter anderem den Preisen der Packs oder dem Momentum in FIFA gegeben hatte, weht der Wind dieses Mal aus einer anderen Richtung. Die Profi-Fußballer selbst sind es, die ein Problem mit FIFA 21 und dessen Studio EA Sports haben. Sie wollen aus FIFA 21 entfernt werden. Dass dies nicht nur eine leere Drohung ist, zeigte die Torhüterlegende Oliver Kahn bereits im Jahre 2002, als er den Verkauf eines FIFA-Teiles in Deutschland verhinderte.

Release (Datum der Erstveröffentlichung)6. Oktober 2020
Publisher (Herausgeber)Electronic Arts
SerieFIFA
PlattformPS5, Xbox Series X, PS4, Xbox One, PC
EntwicklerEA Canada/Romania
GenreFußballsimulation

FIFA 21: Kampf gegen EA – Zlatan Ibrahimovic und Co. treten in Fußstapfen von Oliver Kahn

Ähnlich wie Oliver Kahn ist auch Zlatan Ibrahimovic eine einzigartige Persönlichkeit in der Fußballwelt. Auf dem Platz legt sich keiner mit dem fast 2 Meter großen Schweden an. Dass diese Regel auch neben den Platz gilt, zeigte Ibrahimovic nun eindrucksvoll seinen Fans. Via Twitter echauffierte sich Ibrahimovic darüber, dass er ohne seine Erlaubnis in FIFA 21 implementiert wurde.

Besonders der Fakt, dass EA mit seinem Namen und seinem Aussehen Geld verdient, schmeckte dem Schweden überhaupt nicht. Den Kampf gegen EA wird Zlatan Ibrahimovic jedoch nicht alleine führen müssen. Wie der Fußball-Berater Mino Raiola nun verriet sind über 300 weitere Fußballprofis nicht damit einverstanden, dass sie in FIFA 21 als virtuelle Charaktere verwendet werden.

EA meldete sich bereits mit einem Statement zu dem Vorfall, welcher klarstellte, dass die Verwendung von Ibrahimovic und Co. sehr wohl rechtens ist: Um völlig klar zu sein, wir haben die schriftlichen Rechte daran, alle zurzeit im Spiel befindenden Spieler in FIFA 21 einzufügen. Wie bereits klargestellt, haben wir die Lizenzen direkt von den Ligen, den Teams und individuellen Spielern erhalten. Zusätzlich arbeiten wir mit FIFPro zusammen, um sicherzustellen, dass wir so viele Spieler, wie möglich einfügen können , um das beste und authentischste Spiel zu kreieren. In diesen Fällen beruhen alle unsere Rechte auf Vereinbarungen mit dem Klub AC Milan und unserer langen exklusiven Partnerschaft mit der Premier League, welche alle Spieler von Tottenham Hotspurs beinhaltet. Dennoch sind die Profifußballer im Kampf gegen EA nicht ganz ohne Chance. Dies zeigt ein Fall aus dem Jahre 2002 mit Oliver Kahn in der Hauptrolle.

FIFA 21: Oliver Kahn machte es vor – So verhinderte er den Verkauf eines FIFA-Teiles

Sepp Maier, Manuel Neuer, Oliver Kahn und vielleicht noch Jens Lehmann. Dies dürften die besten Torhüter sein, die Deutschland jemals hervorgebracht hat. Völlig zu Recht wundern sich die FIFA-Spieler, weshalb Oliver Kahn noch keine Icon-Karte in FIFA 21 bekommen hat? Dies hat persönliche Gründe, denn Oliver Kahn und EA haben eine pikante Vorgeschichte. Diego Maradona hat eine Icon-Karte in FIFA 21 erhalten. Nach seinem Tod zeigte EA eine tolle Geste.

FIFA 21: Oliver Kahn verhinderte die Veröffentlichung von einem FIFA-Teil

Wir schreiben das Jahr 2002 und die WM findet in Japan und Südkorea statt. EA Sports plant zusätzlich zu ihrem normalen FIFA-Release einen weiteren Teil zu veröffentlichen, welcher sich nur auf die WM 2002 fokussieren sollte. Alles lief reibungslos, bis EA auf den Titanen Oliver Kahn stieß. Dieser verhinderte nämlich, dass EA den FIFA-Teil weiterhin in Deutschland verkaufen durfte.

So hatte EA zwar im Vorfeld die nötigen Rechte bei der FIFPro und der Bundesliga eingeholt, um alle Spieler im FIFA-Teil originalgetreu darzustellen, jedoch stellte sich heraus, dass Oliver Kahn kein Mitglied in den Organisationen war. EA fehlten demnach die Rechte, Oliver Kahn in FIFA zu verwenden. Ein Hamburger Gericht entschied daraufhin, dass EA den WM-Teil von FIFA nicht weiter in Deutschland verkaufen dürfe. Vielleicht steckte in diesem Gerichtsprozess noch ein wenig Frust vom verlorenen WM-Finale 2002 in Oliver Kahn.

Rubriklistenbild: © DPA: Rolf Vennenbernd / EA Sports

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