Unterste Schublade

FIFA 21: EA ruft Kinder zum Coin-Kauf auf – Shitstorm von Fans eskaliert

  • Henrik Janssen
    VonHenrik Janssen
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EA Games hat mit einer Werbeanzeige in einem Kinder-Magazin für einen Shitstorm unter den Fans gesorgt. Der Publisher rief darin zum Coin-Kauf in FIFA 21 auf.

  • EA kassiert Shitstorm von der eigenen Community.
  • FIFA 21: Werbung für FIFA Points in einem Magazin für Kinder.
  • Pay-to-win-Vorwürfe gegen FIFA Ultimate Team werden lauter.

Update vom 1. Oktober 2020EA meldet sich zu Wort. Der Druck der FIFA 21-Community scheint nach der verhunzten Werbekampagne zu groß gewesen zu sein. In einem Magazin für Kinder warb EA für FIFA 21. Genauer gesagt für die FIFA Points, mit welchen man sich Packs im beliebten Ultimate Team-Modus kaufen kann. Ein Pressesprecher von EA ging nun auf die Kritik der Fans ein.

Release (Datum der Erstveröffentlichung)6. Oktober 2020
Publisher (Herausgeber)Electronic Arts
SerieFIFA
PlattformPS5, Xbox Series X, PS4, Xbox One, PC
EntwicklerEA Canada/Romania
GenreFußballsimulation

„Wir nehmen die Verantwortung, die wir bei der Vermarktung von EA-Spielen und -Erlebnissen in Kanälen, die von Kindern gesehen werden, haben, sehr ernst. Trotzdem sind wir uns bewusst, dass die Werbung für FIFA Points in Umgebungen erschienen ist, in denen sie nicht hätte erscheinen sollen.“ EA hat nicht erst seit dem Release von FIFA 21 das Image des geldgeilen Konzerns. Diese Aktion stellte nochmal deutlich unter Beweis, dass EA in ihren Spielern keinen Altersunterschied sieht. Alle sind potenzielle Kunden für FIFA Points. Aus diesem Fauxpas möchte man im Hause EA jedoch eine Lehre ziehen.

„Wir haben sorgfältig mit Smyths zusammengearbeitet, um sicherzustellen, dass diese Werbung in den verbleibenden Exemplaren ihres Katalogs 2020 nicht verbreitet wird. Wir haben auch eine sofortige Überprüfung aller zukünftigen Medienplatzierungen vorgenommen und arbeiten daran, sicherzustellen, dass jede unserer Marketingbemühungen die Verantwortung, die wir für die Erfahrung unserer jüngeren Spieler übernehmen, besser widerspiegelt.“ Die lästigen FIFA Points. Für EA sind sie ein Geldsegen. Für den Großteil der FIFA 21-Community ein schwieriges Thema. Kauft man welche, könnte man sich einen Vorteil einheimsen. Verzichtet man, ziehen die anderen FIFA-Spieler möglicherweise an einem vorbei. Es bleibt spannend, wie EA im weiteren Verlauf von FIFA 21 mit FIFA Points umgehen wird. Diesen Fehler wird sich das Unternehmen jedoch kein zweites Mal erlauben dürfen.

Vancouver, Kanada - Noch ein paar Mal schlafen, dann ist es soweit und FIFA 21 liegt wieder in dem Laufwerk eurer Wahl. In diesem Jahr sogar erstmalig auf den Next Gen-Konsolen PS5 und Xbox Series X. Natürlich möchte EA das Spiel im Vorfeld so gut wie möglich promoten. Mit einer Anzeige in einem Magazin für Kinder ist das Unternehmen jedoch gleich mehrere Schritte zu weit gegangen. Nun ist die FIFA-Community richtig wütend.

FIFA 21: EA wirbt für FIFA Points in einem Magazin für Kinder – Shitstorm entbrennt

Jedes Jahr verkauft sich der neue FIFA-Ableger wie geschnitten Brot. Das Spiel an sich ist jedoch nicht die Haupteinnahmequelle für EA. Tatsächlich macht das Unternehmen mehr als 1 Milliarde Euro nur durch den Verkauf von FIFA Points. Die grünen Punkte dienen dazu, Packs im beliebten Ultimate Team-Modus zu öffnen.

Welche Karten man in diesen FIFA-Packs bekommt, ist dabei kompletter Zufall. Ob ihr also einen Erfolgskicker wie Stanislav Iljutcenko einheimst, der wie der Soester Anzeiger* berichtet, überraschend Teil des ersten Team of the Week in FIFA 21* geworden ist, oder einen Mittelklasse-Spieler, hängt vom Glück ab. Auch in FIFA 21 soll der Ultimate Team-Modus allem Anschein nach wieder im Mittelpunkt stehen. Nichtsdestotrotz hat EA einige Veränderungen am eingestaubten Karrieremodus von FIFA 21 vorgenommen.

Im Geld verdienen macht EA so schnell keiner etwas vor. Vor ein paar Jahren kam das Unternehmen auf die glorreiche Idee, gleich drei verschiedene FIFA-Versionen anzubieten. Der wesentliche Unterschied, neben einigen kosmetischen Ergänzungen, ist das verfrühte Releasedatum. Die Sondereditionen erscheinen nämlich ganze drei Tage vor dem Hauptspiel, kosten jedoch auch mehr Geld. Wer keine Lust auf Special-Editions hat, kann auch einfach EA Play nutzen. So könnt ihr FIFA 21 schon am 1. Oktober zocken.

Sobald sie die Hauptversion von FIFA 21 erst einmal haben, gibt es für viele Spieler jedoch kein Halten mehr beim Pack-Kauf. Im Ultimate Team-Modus kommt man nämlich nicht weit ohne die richtigen Spieler. „Öffnet Packs mit FIFA Points“, rät EA den Spielern. Problematisch nur, dass EA in diesem Fall wohl die falsche Zielgruppe angesprochen hat.

In den sozialen Medien machte ein Bild die Runde, welches eine Anzeige von FIFA 21 in einem Kinder-Magazin zeigt. Hier beschreibt EA, wie man in vier Schritten das perfekte Ultimate Team aufstellt. Schritt 2 sei dabei der Kauf von FIFA Points für Echtgeld. Auch wenn alle Fans wissen, dass EA, wie jeder große Konzern, Geld liebt, ging dieser Promo-Move vielen einen Schritt zu weit.

Kindern vorzuschlagen Geld für einen Modus auszugeben, welcher von Natur aus kostenlos ist, sei moralisch kaum vertretbar. Zumal es natürlich auch die Möglichkeit gibt, FIFA-Packs ohne FIFA Points zu öffnen. Die Coins in FIFA 21 kann man sich nämlich durch ehrliche Arbeit erspielen. EA verdient dadurch jedoch kein Geld, weshalb sie dies in der Werbung nicht explizit erwähnen.

FIFA 21: EA wirbt für FIFA Points in einem Magazin für Kinder.

FIFA 21: E-Sportler kauft sich keine FIFA Points – folgt nun die Community?

FIFA Points werden nicht mehr von allen Ländern akzeptiert. In Belgien ist die Ingame-Währung mittlerweile verboten. Auch ein berühmter deutscher E-Sportler will sich in FIFA 21 keine Packs kaufen. Die Rede ist von Tim Latka. Der Profi vom FC Schalke 04 veröffentlichte ein Statement in welchen er sagte, dass er sich keine FIFA Points in FIFA 21 kaufen werde.

„Ein E-Sport darf sich nicht darüber definieren, wer am meisten Geld ausgibt“, mit dieser Aussage hat Tim Latka in Augen vieler FIFA-Spieler recht. Möglicherweise folgt nun die Rebellion und wir sehen in Zukunft weniger „Pay-to-Win-Teams“ in FIFA 21. Mehr erfahren wir ab dem 06. Oktober, wenn FIFA 21 von EA Sports offiziell seinen Release feiert. *Der Soester Anzeiger ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Rubriklistenbild: © Reddit: Adziboy

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