Keine FIFA-Points mehr?

FIFA 21: Ende der FUT-Packs? EA kassiert vernichtendes Gerichtsurteil

  • vonMichael Warczynski
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EA Games verdient in FIFA 21 viel Geld mit den FUT-Packs. Nun hat der Publisher ein Gerichtsurteil erhalten, welches das Ende der FUT-Packs bedeuten könnte.

  • Immer wieder kassiert Electronic Arts Shitstorms aus der eigenen Community.
  • Die Pay-to-Win-Vorwürfe gegen FIFA Ultimate Team (FUT) gibt es schon seit Jahren.
  • Nun verurteilt ein Gericht EA wegen FIFA 21 und verdonnert das Unternehmen zu 10 Millionen Euro Strafe.

Den Haag, Niederlande – In letzter Zeit wird FIFA 21 von Electronic Arts von starker Kritik überschattet. Nun kommt es zum nächsten Shitstorm gegen den Entwickler und Publisher. Vor allem von deutschen Twitch-Streamern wie beispielsweise Trymacs hagelte es Pay-to-Win-Vorwürfe gegen FIFA Ultimate Team. Nun greifen auch offizielle Stellen ein. Ein Gericht in den Niederlanden stellt sich gegen EA und erhebt Anschuldigungen gegenüber Glücksspiel in FIFA 21.

Release (Datum der Erstveröffentlichung)6. Oktober 2020
Publisher (Herausgeber)Electronic Art
SerieFIFA
PlattformPS5, Xbox Series X, PS4, Xbox One, PC
EntwicklerEA Canada/Romania
GenreFußballsimulation

FIFA 21: Glücksspiel-Thematik wegen Packs schon länger in der Kritik

Schon seit Jahren wird die Thematik um FIFA Points und FIFA Ultimate Team Packs stark kritisiert. Laut vielen Fans soll im Spiel unerlaubtes Glücksspiel veranstaltet werden, da es keine Garantie darauf gibt, einen Spieler zu ziehen, der sich im Wert des jeweiligen Packs befindet. Die einzige Option, an die Packs zu kommen sind, neben Coins, von denen man etwa 500-800 pro Spiel erhält, die umstrittenen FIFA Points. Diese kann man ausschließlich gegen Echtgeld erwerben.

Ein Standard-Pack mit drei Goldspielern kostet 7.500 Coins, das bedeutet, dass Spieler über 10 Spiele für ein Pack absolvieren müssten. Um sich den Aufwand zu sparen, greifen viele Spieler deshalb direkt zu FIFA Point. Dabei kostet ein gleiches 7.500 Coin-Pack 150 Points, umgerechnet etwa 1,50 Euro – ganz schön teuer für drei Goldspieler.

Auch Trymacs öffnete in FIFA 21 einige Packs. In einem YouTube-Video zeigt der Streamer, welche seine besten Spieler in FIFA-Packs gewesen sind – nachdem er 3.000 Euro ausgab. Das gesamte Team im Video von Trymacs ist laut futwiz.com etwa 225.000 Coins wert. Im Vergleich: Die Karte von Cristiano Ronaldo kostet in FIFA 21 derzeit etwa 1.600.000 Coins.

Das zeigt deutlich, wie sehr das gesamte Spiel auf Glück basiert. Trymacs müsste bei gleichbleibendem Glück etwa 21.333 Euro bezahlen, um Ronaldo kaufen zu können. Das Spiel FIFA 21 wird mit einer USK ab 0 Jahren eingestuft, obwohl Spieler unendlich viele FIFA 21 Points im Store kaufen können. Kaum verwunderlich also, dass EA seit Jahren Kritik für die Pack-Mechanik kassiert.

In einem Statement macht ein Sprecher Electronic Arts klar, dass das Unternehmen sehr enttäuscht über das Urteil des niederländischen Gerichts ist. So sagt er in einem Interview: „Wir glauben nicht, dass unsere Produkte und Services in irgendeiner Weise gegen Glücksspielgesetze verstoßen.“ Der Entwickler von FIFA 21 möchte deshalb nun in Berufung gegen die Entscheidung gehen und betont, dass es für EA oberste Priorität wäre, „allen unseren Spielern in all unseren Spielen Auswahl, Fairness, Wert und Spaß zu bieten.“

FIFA 21: Gericht verurteilt EA wegen Packs und Spielsucht

In Folge einer Studie zu Glücksspiel unter Minderjährigen, die von der niederländischen Glücksspielbehörde Kansspelautoriteit (KSA) durchgeführt wurde, passten viele Unternehmen ihre Spiele entsprechend an. René Jansen, Vorsitzende der KSA, betont in einem Statement, „dass es von entscheidender Bedeutung ist, gefährdete Gruppen wie Minderjährige vor dem Einfluss von Glücksspielen zu schützen.“

FIFA 21: Bald keine Packs mehr? Folgenschweres Gerichtsurteil gegen EA

Eine Reaktion von Electronic Arts blieb bislang aus. Jedoch ist nun das Urteil gefallen, dass EA genau drei Wochen Zeit habe, FIFA 21 an die Glücksspielgesetze anzupassen. Ansonsten müsse das Unternehmen eine wöchentliche Strafe in Höhe von 250.000 Euro zahlen. Diese Strafe kann sich auf bis zu 5 Millionen Euro für Electronic Arts Inc. und 5 Millionen Euro für Electronic Arts Swiss Sàrl erhöhen – insgesamt also 10 Millionen Euro.

Rubriklistenbild: © Electronic Arts / Pixabay (Montage)

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