Nie wieder FIFA

FIFA 21: Rassistische Äußerungen gegen Ian Wright – 18-Jähriger vor Gericht

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    vonHenrik J
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Nachdem ein 18-Jähriger in FIFA 21 verlor, beschimpfte er Ex-Profi Ian Wright mit rassistischen Äußerungen. Auch EA reagiert – sogar ein Gerichtsurteil folgt nun.

London, England - Fußballlegenden gibt es auch in FIFA 21. Durch die Icon-Karten erhalten die besten Spieler unserer Zeit ihren eigenen Auftritt in Ultimate Team. Die Karten sind sehr kostspielig, weswegen auch einiges von ihnen erwartet wird. Ein 18-jähriger FIFA-Spieler war mit der Leistung seiner Ian Wright Icon-Karte nicht zufrieden. Was folgten, waren mehrere rassistische Beleidigungen gegen den ehemaligen Arsenal-Profi und ein Gerichtsverfahren. EA selbst schaltete sich zudem auch noch ein.

Release (Datum der Erstveröffentlichung)6. Oktober 2020
Publisher (Herausgeber)Electronic Arts
SerieFIFA
PlattformPS5, Xbox Series X, PS4, Xbox One, PC
EntwicklerEA Canada/Romania
GenreFußballsimulation

FIFA 21: Englische Fußballlegende von 18-jährigen FIFA-Spieler rassistisch über Social Media beleidigt

Ian Wright gilt als einer der erfolgreichsten englischen Fußballprofis aller Zeiten. Der Stürmer prägte den FC Arsenal London wie kaum ein anderer, während seiner Zeit dort in den Neunzigern. 128 Tore in 221 Spielen stehen ihm zu Buche. Jedoch zollt ihm nicht jeder dafür Respekt. Aufgrund eines verärgerten FIFA 21-Spielers sah sich Ian Wright nun schlimmen rassistischen Beleidigungen ausgesetzt.

Patrick O‘Brien erwarb die Icon-Karte von Ian Wright auf dem Transfermarkt von FIFA 21 für viel Geld. Leider brachte ihm Ian Wright in Ultimate Team kein Glück. So konnte der 18-Jähriger in seiner Verzweiflung die Realität nicht vom virtuellen Spiel trennen. Aus diesem Grund begab sich der junge FIFA-Spieler auf den Instagram Account von Ian Wright und schrieb diesen über 20 rassistische Beleidigungen. Der schockierte Ian Wright zeigte den 18-Jährigen daraufhin an und der Fall kam vor Gericht.

FIFA 21; Nach rassistischen Beleidigungen gegen Ian Wright – 18-Jähriger wird von zwei Gerichten verurteilt

Bevor auch EA den FIFA-Spieler verurteilte, war zunächst ein irisches Gericht an der Stelle. Zur Überraschung vieler fiel das Urteil jedoch mehr als glimpflich für den 18-Jährigen aus. „Mit einer strafrechtlichen Verurteilung würde man nicht bezwecken“, so der Richter. Patrick O‘Brien wurde lediglich zu einer Geldstrafe in Höhe von 500 € an eine gemeinnützige Organisation gegen Rassismus in Irland verurteilt.

Der vom rechten Pfad abgekommene FIFA-Spieler ließ Ian Wright einen Entschuldigungsbrief zukommen, den der ehemalige Arsenal-Profi annahm. Dennoch zeigte sich die englische Fußballlegende enttäuscht über das Urteil. „Ich habe das heutige Urteil gesehen und bin enttäuscht. In diesem Fall ging es niemals um Rache, sondern um Konsequenzen für rassistisches Verhalten. Dass ich diesem jungen Mann verziehen habe, war für mein eigenes Wohl und mein Wille weiterzuziehen ohne weiterhin Groll zu hegen. Ich bin ein 57-jähriger Mann. Ich hätte nicht gedacht, dass meine Annahme seiner Entschuldigung zu einer milderen Strafe führen würde.“ Ian Wright gewährte daraufhin einen Einblick, auf die ihm entgegengebrachten rassistischen Beleidigungen des FIFA-Spielers.

FIFA 21: Nach rassistischen Beleidigungen gegen Ex-Profi – EA sperrt Spieler lebenslänglich

„Jetzt wo ich das Urteil sehe, frage ich mich was irgendjemanden nun noch davor abschrecken sollte, rassistische Äußerungen zu tätigen. Ein Individuum wünschte mit aufgrund meiner Hautfarbe den Tod. Die Behauptungen des Richters, die Äußerungen wären „unreif“ oder „naiv“ gewesen, werden wir niemals akzeptieren. Ich bin enttäuscht. Ich bin erschöpft. Wir sind alle erschöpft.“ In den sozialen Medien erhielt Ian Wright viel Zuspruch für seine Worte zu diesem Thema. Auch EA Sports schaltete sich nun ein und griff wesentlich härter durch als das irische Gericht.

EA bannte O‘Brien lebenslänglichen von jeglichen Spielen ihres Unternehmens. Für den 18-Jährigen bedeutet dass, nie wieder FIFA. „Ian Wright ist Teil unserer EA Sports Familie. Wir schätzen diese Partnerschaft und seinen Support sehr. Wir wollen zeigen, dass er nun auch unseren Support genießt.

„Im letzten Jahr wurde Ian Wright Opfer eines fürchterlichen rassistischen Angriffs von einem Spieler der ein Match in FIFA 20 verlor. Dieses Verhalten des Spielers war inakzeptabel und wird von uns in keinster Weise toleriert“, sagte David Jackson, strategischer Direktor von EA Sports.

O‘Brien war nicht der einzige Gamer, der in letzter Zeit gebannt wurde. Im Shooter Free Fire wurden über eine Million Spieler gesperrt. Auch in der Call of Duty-Szene gab es einen furchtbaren Vorfall der nun vor Gericht kam. Ein 19-jähriger E-Sportler ermordete seine Konkurrentin.

Rubriklistenbild: © Instagram: Ian Wright / EA Sports

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