Keine Packs mehr?

FIFA 21: Das Aus für Ultimate Team? Hartes Gerichtsurteil gegen EA Games

  • Michael Warczynski
    VonMichael Warczynski
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Der Kauf von Karten-Packs ist auch in FIFA 21 ein wichtiger Bestandteil des Spiels. Ein Gericht aus den Niederlanden sieht darin aber den Anreiz zu Glücksspiel. Ist dies das Aus für Ultimate Team?

  • Wegen Pay-to-Win-Vorwürfen in FIFA Ultimate Team (FUT) werden die FIFA-Teile seit Jahren kritisiert (Alle FIFA 21 News).
  • Vor kurzem verurteilte ein Gericht EA wegen Glücksspiel in FIFA 21 zu einer Strafe von 10 Millionen Euro.
  • Nun versucht EA alles, um dieser Strafe zu entgehen – wird das Unternehmen nun den Ultimate Team entfernen?

Vancouver, Kanada – In letzter Zeit wird FIFA 21 immer mehr von starker Kritik überschattet. Nun kommt es zum nächsten Shitstorm gegen das Game und Entwickler EA Sports. Die Stimmen um Pay-to-Win-Vorwürfe gegen FIFA Ultimate Team werden lauter – sogar ein Gericht greift ein. Aufgrund von rechtlichen Schritten gegen das Unternehmen aus Vancouver könnte es bald kein Ultimate Team-Modus in FIFA 21 mehr geben.

Release (Datum der Erstveröffentlichung)6. Oktober 2020
Publisher (Herausgeber)Electronic Arts
SerieFIFA
PlattformPS5, Xbox Series X, PS4, Xbox One, PC
EntwicklerEA Canada/Romania
GenreFußballsimulation

FIFA 21: EA kassiert Klage wegen Packs in Ultimate Team – Spielsucht soll Schuld sein

Die niederländische Glücksspielbehörde Kansspelautoriteit (KSA) hat eine Studie durchgeführt, in der das Glücksspielverhalten von Jugendlichen analysiert wurde. Darin ist herauszulesen, dass vor allem junge Leute sehr anfällig dafür sind, in eine Sucht zu verfallen. Aus diesem Grund haben bereits viele Entwickler ihre Spieler angepasst – jedoch nicht EA Sports und FIFA 21. René Jansen, Vorsitzende der KSA, betont in einem Statement, „dass es von entscheidender Bedeutung ist, gefährdete Gruppen wie Minderjährige vor dem Einfluss von Glücksspielen zu schützen.“

Damit EA Sports mit ihren FIFA-Teilen nun zum Schutz der Jugend gedrängt wird, schaltet sich ein niederländisches Gericht ein. In dem Urteil gegen EA steht geschrieben, dass der Entwickler in den kommenden Wochen eine Entscheidung fällen müsse, wie es mit FIFA 21 und dem möglichen Verfall in die Glücksspielsucht von Jugendlichen weitergeht. Sollte EA dem Urteil nicht nachkommen, wird das Unternehmen eine wöchentliche Strafe in Höhe von 250.000 Euro zahlen müssen. Diese Strafe kann sich auf bis zu 5 Millionen Euro für Electronic Arts Inc. und 5 Millionen Euro für Electronic Arts Swiss Sàrl erhöhen – insgesamt also 10 Millionen Euro für die FIFA 21-Unternehmen.

FIFA 21: EA umgeht Spielsucht-Thematik in Ultimate Team mit einfachem Trick

Seitdem FIFA 21 ein neues Update ins Spiel gebracht hat, vermuten viele Fans, dass sich der Entwickler nun vor potenziellen Problemen schützen möchte. Einige Gamer konnten in Ultimate Team versteckte Codes finden, die darauf hinweisen könnten, dass der Modus in einigen Ländern verboten wird. Damit möchte EA Sports bereits vor dem Gerichtsurteil perfekt vorbereitet sein und bei einem Glücksspiel-Verbot direkt einschreiten.

Seit dem neuesten Patch von FIFA 21 haben mehrere Fans mysteriöse Codes, die auf eine Sperrung des Ultimate Team-Modus in verschiedenen Ländern hinweisen könnten, gefunden. Bislang gibt es von EA Sports noch kein offizielles Statement dazu, ob der Ultimate Team-Modus tatsächlich aus FIFA 21 entfernt wird. Es könnte auch nur ein Platzhalter für den Fall einer neuen Gesetzgebung in Bezug auf FIFA 21 sein. Da der FIFA Ultimate Team-Modus als Haupteinnahmequelle von EA gilt, bleibt abzuwarten, wie das Unternehmen aus Vancouver bei einem möglichen Durchgreifen wegen des Glücksspielgesetzes reagieren wird.

Rubriklistenbild: © Electronic Arts / Pixabay (Montage)

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