Neuzugang in der Hauptstadt

FIFA 22: Hertha BSC verpflichtet erste weibliche eSportlerin des Vereins

  • Joost Rademacher
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Hertha BSC hat eine Rolle als Vorreiter im eSport. Wenige Monate vorm Release von FIFA 22 hat der Verein Zuwachs bekommen, in Form von Marina Preradović.

Berlin – Wenn FIFA 22 im Oktober erscheint, beginnt quasi auch eine neue Saison des FIFA-eSport. Ein neues Metagame wird sich bilden, alte Taktiken fliegen raus und in der eSport-Szene für die Fußballsimulation gibt es die jährliche kleine Neuausrichtung. Das eSport-Team von Hertha BSC wird den Einstieg in das kommende Sportspiel von EA mit einem Neuzugang bestreiten. Mit an Bord ist bei dem Verein seit Kurzem die eSportlerin Marina Preradović, die damit auch die erste professionelle FIFA-Spielerin in einem deutschen Verein ist.

Release (Datum der Erstveröffentlichung)01. Oktober 2021
Publisher (Herausgeber)Electronic Arts
SerieFIFA
PlattformPS4, PS5, Xbox One, Xbox Series X, PC, Nintendo Switch
EntwicklerEA Canada
GenreFußballsimulation

FIFA 22: Weiblicher Neuzugang für Hertha BSC in der kommenden Saison

FIFA hat in den letzten Jahren zunehmend Einzug im eSport gehalten. Einzelne Turniere für das Sportspiel gibt es schon seit der PS2-Ära. Besonders mit der Weekend League und der Virtual Bundesliga hat FIFA im eSport aber einen ordentlichen Sprung nach Oben gemacht. Erste offizielle Bundesligavereine haben in den vergangenen Jahren ihre eigenen eSport-Teams für FIFA und teilweise weitere Spiele an den Start gebracht. Allen voran steht als Vorreiter Hertha BSC, das 2018 als erstes deutsches Bundesligateam eine eSport-Sparte gründete.

Diese Vorreiterrolle will Hertha BSC wohl weiter erfüllen. Im Moment sind Frauen und diverse Geschlechter im eSport, ähnlich wie im tatsächlichen Fußball, noch stark unterrepräsentiert. Hier will der Berliner Verein ansetzen und für Besserung sorgen. Der erste Schritt dafür ist jetzt mit dem Neuzugang für die Saison von FIFA 22 getan. Für die im Herbst beginnende Saison hat Hertha BSC als erster deutscher Verein eine Spielerin engagiert: Marina Preradović wird als eSportlerin und Content Creatorin fester Teil des Teams.

Unter dem Nickname Mari hat sich die Studentin bereits auf Twitch und in der Weekend League, die für FIFA 22 bereits geleakt wurde, einen Namen gemacht. Jetzt will sie ihren Beitrag leisten, den Verein und seine eSport-Akademie weiter nach vorne zu bringen, wie sie in der öffentlichen Mitteilung von Hertha BSC anmerkt. Mari wird aber nicht nur für schwitziges Tryharden zu dem Verein kommen. Außerdem wird sie dort in Zukunft auch die Rolle der Content Creation einnehmen. Wie genau sich diese Tätigkeit darstellen wird, wird noch nicht weiter ausgeführt.

FIFA 22: Hertha BSC verpflichtet erste weibliche eSportlerin des Vereins

FIFA 22: Frauen sind im eSport unterrepräsentiert – Wichtiger Schritt von Hertha BSC

Hertha BSC geht mit der Verpflichtung von Mari einen wichtigen Schritt für die deutsche eSport-Szene. Die Länder und internationalen eSport-Vereine, die bisher Frauen im Team haben, lassen sich an einer Hand abzählen. Auch hierzulande die eSport-Vereine geschlechtlich zu mischen, ist da eine löbliche Maßnahme. Wie Mari sich bei der Hertha schlägt, wird sich dann ab Oktober zeigen, wenn die Virtual Bundesliga mit FIFA 22 in die nächste Saison geht.

Nach einer Closed Beta wurde FIFA 22 kürzlich offiziell mit einem neuen Trailer enthüllt. Der Release ist für den 01. Oktober 2021 angesetzt und das Fußballspiel soll auf PS4, Xbox One und PC, sowie für die Next-Gen-Konsolen PS5 und Xbox Series X erscheinen. FIFA 22 wird zum Release mit neuer Gameplay-Technologie kommen, aber erste Stimmen äußern sich bereits negativ über das Spiel, unter anderem weil die PC-Version nicht mit den Verbesserungen der Next-Gen-Konsolen kommt.

Rubriklistenbild: © EA/Hertha BSC (Montage)

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