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FIFA 22: Stimmung wird immer toxischer – Über Zeitspiel und Rage-Quits

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Von: Henrik Janssen

Die FIFA 22-Community hat ein Problem mit Toxicity. Rage Quits bei Unentschieden und Zeitspiel dominieren FUT. Wir schauen uns die Gründe für dieses Verhalten an.

Vancouver, Kanada - In der Videospiel-Szene gibt es verschiedenste Communitys. Einige zeichnen sich durch ihre Offenheit oder Kreativität aus. Die FIFA 22-Spieler sind jedoch allgemein als toxic bekannt. Wir sind in die Analyse gegangen und zeigen euch, was die Auslöser für toxisches Verhalten bei FIFA-Spielern sind und welchen Part EA bei dem Ganzen spielt.

Name des SpielsFIFA 22
Release (Datum der Erstveröffentlichung)1. Oktober 2021
Publisher (Herausgeber)Electronic Arts
SerieFIFA
PlattformenPS4, PS5, Xbox One, Xbox Series X/S, PC, Google Stadia
EntwicklerEA Sports
GenreFußballsimulation

FIFA 22: Problem mit Toxicity – FIFA im Vergleich zu CS:GO und League of Legends

FIFA 22 ist ein toxisches Spiel: Sobald es in den Multiplayer geht ist Feuer drin. Nicht nur im Gameplay, sondern auch in der Interaktion zwischen den Spielern. FIFA 22 ist nicht das einzige Videospiel mit einer bekanntlich toxischen Community. Wenn es um Toxicity in der Gaming-Industrie geht, sind MOBAs weit vorne.

Dota 2 und League of Legends sind exzellente Beispiele. Hier gehen die Beleidigungen vermehrt gegen die eigenen Teammitglieder, um deren Fehler herauszustellen, oder vom eigenen Versagen abzulenken. So gibt es im Spiel auch eine Möglichkeit Spieler zu reporten, jedoch werden Bans für toxisches Verhalten nur selten durchgesetzt.

Kommunikation abstellen ist die Lösung: Riot Games, dem Publisher von League of Legends, ist das Toxicity-Problem wohlbekannt. Vor wenigen Monaten wurde beschlossen den All-Chat, also die Kommunikation zwischen den kontrahierenden Teams abzustellen, um dem Problem entgegenzuwirken. Nachdem es aus der eigenen Community Gegenwind gegeben hatte, knickte Riot jedoch ein und der All-Chat blieb bestehen.

FIFA 22 Kylian Mbappe Toxic
FIFA 22: Zeitspiel, Quits und Co. – Weshalb die FIFA-Community toxic ist © EA Sports

Auch Counter Strike ist nicht frei von Toxicity. Vote-Kicks, Friendly Fire und vor allem der Sprach-Chat sind Ventile, um Teammitglieder oder den Gegner zu denunzieren. Vor einigen Jahren war es noch möglich in der Pause mit dem Gegner-Team zu kommunizieren. Dieses Feature wurde von Valve aus CS:GO entfernt. In FIFA 22 gibt es generell keine Chat-Möglichkeiten. Dennoch gilt die Community als äußerst toxic.

FIFA 22: Zeitspiel, Rage Quits und Co. – Toxisches Verhalten in Ultimate Team

FIFA 22 ist toxic: Jedem FIFA 22-Spieler werden diese Szenarien bekannt vorkommen. Ein Gegner verlässt bei Gleichstand die Partie, damit man keinen Sieg erhält, oder quittet kurz vor einem Elfmeter. Ab der 70. Minute wird nur noch spärlich nach vorne gespielt und der Ball größtenteils hinten herumgeschoben.

Vor allem in der Weekend League, dem kompetitiven Ranglisten-Modus aus FIFA 22, treten diese Arten von toxischem Verhalten häufig auf. Verbale Beleidigungen gibt es in FIFA 22 so gut wie nicht, da keinerlei Chat-Möglichkeiten von EA zugelassen werden. In Anbetracht der hitzigen Partien ein wahrscheinlich vernünftiger Weg.

FIFA 22: Gründe für Toxicity und ein Hoffnungsschimmer in der FUT-Community

Deshalb sind FIFA-Spieler toxic: Was sind die Gründe für Toxicity in FIFA 22? Vor allem der Fakt, dass man für Unentschieden oder Niederlagen in Ultimate Team keinerlei Belohnungen erhält, lässt einige Spieler verzweifeln. Außerdem fühl man sich oft von FIFA 22 im Stich gelassen, wenn das Spielglück ausbleibt.

Ein weiterer Grund könnte das junge Alter der Spielerschaft sein, allerdings ist ein derartiges Level an Toxicity bei Spielen mit einer ähnlich jungen Spielerschaft wie Fortnite nicht erkennbar. Es gibt jedoch Hoffnung für FIFA 22. Bei den Icon Swaps und der Weekend League quitten Spieler oft die Partie oder schießen Eigentore, um dem Gegenüber Zeit zu sparen und Belohnungen zu gewähren. Mit ihren neuen Änderungen versucht EA diesen Gesten jedoch einen Riegel vorzuschieben.

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