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FIFA: Wie Oliver Kahn den Verkauf eines FIFA-Teils in Deutschland verhindert

Erstellt:

Von: Henrik Janssen

Oliver Kahn ist als Vorsitzender des FC Bayern München einer der mächtigsten Männer im Profifußball. Der Titan verhinderte sogar den Verkauf eines FIFA-Teils.

München, Deutschland - EA hat über die letzten beiden Jahrzehnte eine Ära der Videospiel-Geschichte geprägt. Die FIFA-Reihe ist eines der erfolgreichsten Franchises aller Zeiten. Zu Beginn des Siegeszugs sah sich EA jedoch einem Titanen entgegen. Oliver Kahn sorgte Anfang der 2000er dafür, dass ein FIFA-Teil in Deutschland nicht verkauft werden durfte. Bis heute hat EA ihm diese Aktion nicht verziehen.

Name des SpielsFIFA 22
Release (Datum der Erstveröffentlichung)1. Oktober 2021
Publisher (Herausgeber)Electronic Arts
SerieFIFA
PlattformenPS4, PS5, Xbox One, Xbox Series X/S, PC, Google Stadia
EntwicklerEA Sports
GenreFußballsimulation

FIFA: EA veröffentlicht WM-Spiel – Nur Oliver Kahn ist nicht eingeweiht

WM-Spiel wird EA zum Verhängnis: Die Geschichte der FIFA-Reihe geht weit zurück. Noch bevor der Ultimate Team-Modus zum Goldesel von EA wurde, mussten andere Maßnahmen ergriffen werden, um den nötigen Umsatz einzufahren. Im Jahre 2002 fand die Fußball-WM statt. Deutschland scheiterte im Finale gegen Brasilien.

EA nutze dieses Ereignis und veröffentlichte einen gesonderten FIFA-Teil für die Playstation 2, Xbox und den PC mit dem Titel „FIFA Fussball Weltmeisterschaft 2002“. Das Spiel setzte auf das Gameplay aus dem herkömmlichen FIFA-Ableger und unterschied sich nur dadurch, dass die WM-Teams und Spieler lizenziert waren. Dies war zumindest die Meinung von EA, doch sie hatten die Rechnung ohne Oliver Kahn gemacht.

Oliver Kahn FIFA 2002
FIFA: Als Oliver Kahn den Verkauf eines FIFA-Teils in Deutschland verhinderte © DPA: Rolf Vennenbernd / EA Sports

Oliver Kahn kein Teil von FIFPro: Oliver Kahn ist einer der erfolgreichsten Torhüter aller Zeiten. Der dreimalige Welttorhüter konnte mit dem FC Bayern München zahlreiche Titel feiern. Mittlerweile ist er als Vorstandsvorsitzender beim deutschen Rekordmeister tätig und somit einer der einflussreichsten Personen im Weltfußball.

Seinen Einfluss hatte Oliver Kahn auch schon zu seiner aktiven Zeit als Spieler. Und dies ganz offensichtlich auch neben dem Platz. Die Macht des Titanen musste EA am eigenen Leib spüren. Bevor EA das FIFA WM-Spiel veröffentlichte, sicherten sie sich die nötigen Rechte bei der FIFPro, um alle Teams und Spieler originalgetreu im Spiel abzubilden. Oliver Kahn war jedoch nicht Teil der FIFAPro. EA hatte somit keine Rechte den Titan im Spiel darzustellen. Mittlerweile scheint EA auch die Rechte an Diego Maradonna zu verlieren.

FIFA: Oliver Kahn verbietet EA den Weiterverkauf – Clinch hält bis heute an

Verkaufsverbot für EA in Deutschland - Als Oliver Kahn herausfand, dass er im FIFA WM-Ableger von EA vorkommt, ging er gerichtlich gegen den Publisher vor. Mit Erfolg. Oliver Kahn erwirkte ein Verkaufsverbot des Spiels. Vielleicht hatte Oliver Kahn aufgrund des verlorenen WM-Finales gegen Brasilien, in welchem er sich einen schweren Patzer erlaubte, noch schlechte Erinnerungen an die WM 2002.

EA und Oliver Kahn bis heute keine Freunde: Dass EA noch immer nicht gut auf Oliver Kahn zusprechen ist, zeigt sich in jedem FIFA-Teil aufs Neue. Die sogenannten Icon-Karten im Ultimate Team-Modus, ehren die größten Legenden im Fußball. Oliver Kahn erhielt bis heute keine Icon-Karte von EA. Stattdessen war jahrelang Kahns größter Rivale Jens Lehmann in der Fußballsimulationsreihe als Icon vertreten. Möglicherweise wollte EA sich so für das Verkaufsverbot von 2002 bei Oliver Kahn revanchieren. Die Icon-Karten sind auch im aktuellen FIFA 22 äußerst begehrt.

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