Fast wie in Echt

Formel 1: Saison gerettet dank neuem Spiel - Profis werden zum E-Sport Streamern

Kaum zu glauben aber die Formel 1 Saison geht nun virtuell weiter. All dies dank dem neuen Spiel von Codesmaster. Jetzt werden auch Profis zu E-Sport-Streamern.

  • Formel 1-Fahrer treten im virtuellen Grand Prix gegeneinander an.
  • RTL überträgt eSport-Rennen im Livestream.
  • Hohe Einschaltquoten bei den neuen Rennfahr-Streamern auf Twitch.

Köln, Deutschland – Durch die aktuelle Coronavirus-Pandemie ist eine Veranstaltung mit Tausenden von Besuchern und Mitwirkenden leider nicht möglich. Doch die Rennfahrer der Formel 1 haben schnellen Ersatz gefunden: virtuelle Rennen. Mehrere Formel-1 Fahrer nehmen als Streamer wöchentlich an verschiedenen Grand Prix-Strecken teil und das ganz bequem aus dem Home-Office.

Formel 1: Fahrer plötzlich Profi-Streamer – Virtueller GP in China ausgetragen

Mit dem Motto „We Race on!“ lassen sich die Fahrer der Formel 1 und andere Spitzenrennfahrer auf der ganzen Welt durch das aktuelle Coronavirus nicht den Job verderben. Auch wenn es ihnen momentan nicht möglich ist, durch die verschiedenen Länder der Welt zu reisen und die Reifen quietschen zu lassen, haben die meisten Fahrer einen Ersatz gefunden: das virtuelle Rennfahren als Streamer.

So kam die "F1 Esports Virtual Grand Prix Series" zustande, welche ihre Premiere im März in Bahrain feierte. Ebenso wurde am 5. April 2020 in Albert Park in Melbourne gefahren. Das neuste Rennen am 19. April 2020 fand auf den virtuellen Straßen von China statt – ein starkes Zeichen für den Zusammenhalt in Zeiten von Covid-19. Schließlich war das chinesische Wuhan zuerst vom Coronavirus betroffen. Dabei waren insgesamt sieben Formel 1 Fahrer zu Hause in ihren SIM-Racing-Konstrukten am Rennen beteiligt.

TeamFahrer 1Fahrer 2
Alfa RomeoAntonio Giovinazzi Juan Manuel Correa
Alpha TauriCiro Immobile Liam Lawson
FDA Hublot Esports TeamCharles Leclerc Callum Ilott
Haas Pietro Fittipaldi Louis Deletraz
McLaren Carlos Sainz Lando Norris
Mercedes Stoffel Vandoorne Esteban Gutierrez
Racing Point Anthony Davidson Jimmy Broadbent
Red Bull Alex AlbonThibaut Courtois
Renault Guanyu Zhou Ian Poulter
WilliamNicholas LatifiGeorge Russell

In dem Rennen dominierte Ferrari-Fahrer Charles LeClerc das Feld, genauso wie auch in dem virtuellem Grand Prix in Australien. Dort fuhr er zusammen mit seinem Bruder, Nachwuchstalent Arthur LeClerc, an der Spitze des virtuellen Rennens, bis sein Bruder einen Crash von Formel 1-Fahrer George Russel hinnehmen musste und sich nur noch den vierten Platz sicher konnte. 

Auch beim eSport Grand Prix in China steht Charles LeClerc am Ende ganz oben. Mit 2.5 Sekunden Vorsprung sichert er sich wieder einmal den ersten Platz. Knapp dahinter kommt der Red Bull Fahrer Alex Albon. Der junge McLaren Fahrer Lando Norris hingegen hatte Probleme in das Spiel zu kommen und konnte deshalb an dem gesamten Rennen nicht teilnehmen. Dies ist ihm auch im vorherigen Grand Prix passiert, dort konnte ihn allerdings noch ein Bot retten, indem dieser für Norris das Rennen absolviert hat – kurios!

Formel 1: Moderation auf RTL wie im echten Grand Prix

Die Formel 1 Grand Prix sind nur halb so schön ohne die gewohnten Kommentatoren. RTL hat sich deswegen dazu entschlossen, die gesamten virtuellen Grand Prix Rennen in einem Livestream auf rtl.de zu übertragen und von Formel-1-Kommentator Heiko Waßer und RTL-Moderator Florian König kommentieren zu lassen. 

Heiko Waßer moderiert die virtuelle Formel 1- Sein Kollege Christian Danner wird mit Florian König ersetzt.

Diese beiden unterhalten das digitale Publikum während des Rennens direkt aus Köln und versorgen die Zuschauer als Streamer mit den neuesten Grand Prix-News. Natürlich halten die beiden Formel 1-Kommentatoren von RTL dabei gebührenden Abstand, um dem Coronavirus keine Chance zu lassen.

Formel 1: Fahrer werden zu Streamern mit hohen Einschaltquoten auf Twitch

Auch wenn ein Formel 1 Fahrer sicherlich bereits genügend Geld in den Taschen hat, machen einige Rennfahrer während der Coronavirus-Pandemie richtig Kasse. Charles LeClerc hat beispielsweise auf Twitch erst seit ein paar Wochen einen Account, konnte als Streamer jedoch bereits mehr als eine Viertelmillion Follower und Tausende Abonnenten für sich gewinnen.

Lando Norris von McLaren ist hingegen schon ein alter Streamer. Er streamt regelmäßig verschiedene Rennspiele zusammen mit seinem Formel 1-Rivalen Max Verstappen auf Twitch. Aber auch PUBG und andere Spiele zockt der 20-Jährige regelmäßig. In einem kürzlichen Stream bemerkte jemand, dass Norris der meistgeschaute Twitch-Account des Tages war, woraufhin sich Norris freute, endlich den deutschen Streamer MontanaBlack von der Nummer 1 geholt zu haben. 

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Wenn die Formel 1-Fahrer ihre Rennen absolvieren, werden die meisten Fahrer von einem Racing-Simulator gesponsert. Diese Unternehmen verfügen nicht nur über das nötige Lenkrad und Pedalen, sondern auch über handgefertigte Sitze, speziell angefertigte Tische und mehrere Bildschirme, welche sie den Rennfahrern und Streamern für ihre digitale eSport-Saison zur Verfügung stellen.

Formel 1: Profi-Streamer nur kurzfristige Lösung – Wie es mit dem Rennsport weitergeht

Die Formel 1 hätte eigentlich mit China bereits ihr viertes Rennen erlebt und der Kampf um die Weltmeisterschaft wäre im vollen Gange. Die ersten acht der insgesamt 22 Rennen sind bereits aufgrund der Coronavirus-Pandemie abgesagt oder verschoben worden. Für eine Alternative könnte im Juli 2020 Codemasters sorgen. Erst kürzlich kündigte der britische Entwickler  F1 2020, das offizielle Videospiel zur Formel 1, mit einer Edition zu Ehren einer deutschen Rennsport-Legende an. Ingame.de durfte dem Spiel bereits einen ersten Test unterziehen und hat für euch die Ergebnisse zusammengefasst

Nun wollen Fans den offiziellen Start in die reale Formel 1 am 5. Juli in Österreich am Spielberg feiern. Ob das Rennen stattfinden kann, wird sich mit der Zeit zeigen. Bis dahin kämpfen die Formel 1 Fahrer allerdings in der virtuellen Formel 1 um den Weltmeistertitel. Ob beim nächsten Grand Prix auch die Rennsportlegende Fernando Alonso dabei sein wird, ist fraglich. Dieser hatte sich zuvor in einem Interview zu dem neuen GRID Rennspiel-Reboot geäußert. Dort hieß es, dass der ehemalige F1-Weltmeister großen Respekt vor Rennsimulatoren habe.

Rubriklistenbild: © F1

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