Fortnite: Erfolg führte zu Crunch Time bei Epic Games

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Quietschbunt, lustig und freundlich. So kennt man den Erfolgstitel Fortnite von Entwickler Epic Games. Das Spiel zählt seit seinem Erscheinen Ende 2017 zu einem der erfolgreichsten Spiele der Welt. So machte Epic Games vergangenes Jahr satte 3 Milliarden Euro Gewinn. Doch der Erfolg des Battle-Royal-Vorreiters hat auch seine Kehrseiten. So erschienen nach den anfänglichen Berichten über schlechte Arbeitsbedingungen bei Anthem Entwickler Bioware, nun auch Meldung über übermäßige Crunchtime bei den Epic Studios.

Bis zu 100-Stunden-Wochen

In den Fokus geriet Fortnite durch einen Artikel der Seite Polygon. In ihm berichten Angestellte von Druck, stressgeplagten Arbeitsbedingungen und teilweise 100-Stunden-Wochen bei Epic. Eigentlich freiwillige Überstunden werden als selbstverständlich angesehen. Ähnlich wie bei Bioware resultierten daraus viele gesundheitliche Beschwerden bei den Entwicklern.

Die interviewten Angestellten nennen dabei vor allem das Format des Spiels als "game as a service" als Grund. Das bedeutet, dass Fortnite stetig durch neue Updates und Erweiterung wächst und sich so stetig verändert. Dies führte zu einer immerwährenden Flut von Deadlines und Crunch. Weiter wird berichtet, dass viele der Entwickler nur befristete Verträge erhalten. Wer sich also dem Überstunden-Wahn nicht beugt, bekommt schlicht und ergreifend keine Verlängerung seines Arbeitsverhältnisses. Wenn jemand die Arbeit zu normalen Zeiten verlässt führe dies außerdem nur dazu, dass sich die vorhandenen Aufgaben auf andere Mitarbeiter umwälzt. Dadurch entsteht weiterer Stress und eine vergiftete Arbeitsatmosphäre. So zitiert ein Angestellter, eine Führungsposition bei Epic, mit "Just get more Bodies" (Hol einfach mehr Körper), was auf die Wertschätzung der einzelnen Arbeitskräfte schließen lässt.

Problem der Branche

Wie auch schon bei den Artikeln von Kotaku zu den Bedingungen bei Bioware, melden sich seit der Veröffentlichung des Artikels viele Stimmen bei Polygon, die ähnliche Zustände bei anderen Spieleentwicklern bestätigen. Das Problem sei weit verbreitet und läge zum Teil an der Arbeitsmentalität in der Branche und dem stetig wachsenden Inhalten, die von moderne Spiele erwarten werden. Daraus sollen nun mehrere Initiativen hervorgehen, die gegen die Bedingungen für Arbeitnehmer in der Gaming-Branche vorgehen wollen.

https://www.ingame.de/artikel/bioware-mitarbeiter-beklagen-arbeitsbedingungen/

https://www.ingame.de/artikel/bioware-general-manager-hudson-bestaetigt-interne-probleme/

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