Keine goldenen 20er für Fortnite

Fortnite: Steckt Epic Games in der Klemme? Zahlen beunruhigen Investoren und Fans

Obwohl Fortnite immer wieder frisch gehalten wird, scheint der Hype um das Battle Royle von Epic Games abzuflachen. Die neusten Zahlen beunruhigen Investoren und Fans.

  • Fortnite* ist kein Kassenschlager mehr.
  • Einnahmen von Epic Games brechen laut Marktforschung ein.
  • Entwickler melden sich zu den aktuellen Zahlen.

New York, USA– Das Marktforschungsunternehmen SuperData präsentierte kürzlich Zahlen, die zeigen, dass der Hype um den Battle Royale-Shooter Fortnite bald vorbei sein könnte. Fans und Investoren zeigen sich besorgt angesichts der beunruhigenden Nachricht des Instituts. Entwickler Epic Games hingegen bekämpft Feuer mit Feuer.

Fortnite Hype vorbei? Zeigen beunruhigende Umsatzeinbrüche kommende Pleite?

Aktuelle Marktforschungsergebnisse ergeben ein neues Rekordtief beim Battle Royale-Spiel von Epic Games. Vergangenen Monat soll Fortnite angeblich so wenig Geld eingenommen haben wie lange nicht mehr. Das Marktforschungsunternehmen SuperData berichtet von beunruhigend sinkenden Verkaufszahlen.

"Lasche" 55 Millionen Dollar hat Fortnite im Januar 2020 eingenommen und schaut damit auf die niedrigsten Zahlen seit dem Fortnite-Hype von vor zwei Jahren. Gewinn macht Epic Games in dem Spiel vor allem durch Mikrotransaktionen. Mit dem Erwerb von Skins und kosmetischen Veränderungen, die teilweise zwischen 10 und 20 Euro kosten können, geben Spieler ihr Geld in dem eigentlich kostenlosem Spiel aus. Einige legendäre Skins oder sehr seltene Gegenstände bei Fortnite werden manchmal für mehrere hundert Euro gehandelt. Ein Vater musste beispielsweise kürzlich 14.800 Euro für Skins bezahlen. 

Einen großen Anteil am Verkauf der kosmetischen Gegenstände haben Streamer* und Influencer. Im vergangenen Jahr wurde den Internet-Promis insgesamt 574 Millionen Stunden lang zugeschaut. Diese können mit einem speziellen Code den Erwerb von preislichen Skins anbieten und tragen somit direkt zum Verkauf bei. Einen Anteil dürfen die Streamer selbst behalten, der Großteil fließt jedoch in die Taschen von Epic Games. Selbst Profi-Fußballer versuchen sich inzwischen am Streaming. Mesut Özil nutzt die Corona-Quarantäne beispielsweise, um selbst zum Fortnite-Profi zu werden.

Fortnite als lukrativstes Spiel seit zwei Jahren

Fortnite ist seit zwei Jahren das lukrativste Spiel aller Zeiten. Im Jahr 2018 bricht das Spiel einen Verkaufsrekord mit 372 Millionen Dollar in nur einem Monat. Doch diese Zahlen sind heute längst nicht mehr so hoch. Seit September 2019 verdient Epic Games an seinem Battle Royale-Spiel nur noch etwa 100 Millionen Dollar pro Monat. Trotzdem kann das Spiel zwei Jahre lang in Folge an der Spitze bleiben. 2018 mit einem Gesamtumsatz von 2,4 Milliarden Dollar und 2019 mit 1,8 Milliarden Dollar. Experten sprechen hierbei vom Fortnite-Effekt auf dem Videospielmarkt

Der Fortnite Effekt auf dem Videospielmarkt

SuperData behauptet, der Hype ist zum Teil den exklusiven Events und Kooperationen, die Entwickler Epic Games veranstaltet, zuzuschreiben. Vergangenes Jahr gab es in Fortnite beispielsweise ein großes Star Wars-Event zum Kinostart von Teil Neun, für das unter anderem Mark Hamill und J.J. Abrams ihre Gesichter in die Kamera hielten. Das Jahr davor wurde in Fortnite ein besonderer Modus eingeführt, der für Avengers: Endgame warb. Bei beiden Events konnte man limitierte Skins kaufen und seine Vorfreude auf die neuen Filme mit anderen teilen. Auch besondere Missionen und spezielle Spielweisen wurden extra für die Veranstaltungen eingeführt. 

Doch die Videospielindustrie braucht Fortnite für einen Einnahmeanstieg nicht, sagt das Unternehmen SuperData. Laut Berechnungen hätte die Videospielindustrie im vergangenen Jahr eine Wachstumsrate von 3 % erzielt, auch ohne große Kassenschlager wie Fortnite und Red Dead Redemption 2. Die Videospielindustrie soll voraussichtlich 124.8 Milliarden Dollar im kommenden Jahr 2020 einnehmen, mit einer 4% Wachstumsrate zum vorherigem Jahr. Entscheidend für diese positive Prognose könnte auch der Start der neuen Konsolengeneration im Winter sein.

Fortnite-Entwickler Epic Games hält Bericht für falsch.

Epic Games wird trotz der hohen Zahlen seit geraumer Zeit für ihre Verkäufe kritisiert. So sagt Will Hershey, der CEO von Roundhill Investment, ebenfalls ansässig in New York, zu Epic Games, dass es an der Zeit wird, dass die Firma sich Sorgen um ihren Kassenschlager macht: "Epic hatte nun zwei Jahre, um die Monetarisierungsstrategie zu perfektionieren. Die Anzahl der Spieler dürften also ordentlich rückläufig sein." kritisiert er. 

Doch Epic Games macht diese Aussage zunichte und behauptet, die veröffentlichten Zahlen wären falsch. In einem Statement zu den veröffentlichten Verkaufszahlen von SuperData melden sie sich wie folgt: "We are disappointed that SuperData has repeatedly published wildly inaccurate reports about Fortnite based on what we believe is questionable methodology. "While we do not and have not publicly shared revenue numbers for Fortnite, we will say that SuperData's reports do not align with reality."

Zu deutsch: "Wir sind enttäuscht, dass SuperData wiederholt wilde, ungenaue Berichte über Fortnite veröffentlicht hat, die unserer Meinung nach auf fragwürdigen Methoden basieren. Während wir keine öffentlichen Gewinnzahlen über Fortnite veröffentlicht haben, sagen wir, dass die Berichte von Superdata nicht der Realität entsprechen."

Trotzdem könnten die roten Zahlen durch mehrere aktuelle Lag-Probleme entstanden sein. 

Welche Zahlen letztendlich stimmen und ob Epic Games mit Fortnite in die roten Zahlen absteigt, bleibt ungeklärt. Sicher ist, dass Fans von Fortnite mit der neuen Season 2* wieder so richtig in Fahrt kommen. Insbesondere Streamer wie Ninja* sind von der neuen Season begeistert, auch wenn dieser sich ein neues Feature* bei Fortnite wünscht. Im Gegensatz dazu beschwert sich der amtierende Weltmeister Bugha über Epic Games. Vielleicht kann Epic Games mit Fortnite Chapter 2 Season 2 einen erneuten Rekord aufstellen, insbesondere mit dem bevorstehendem Travis Scott Konzert*.  Auch eine alte Call of Duty Map, w elche nun bei Fortnite nachgebaut worden ist*, könnte dazu beitragen. Mittlerweile gibt es Fortnite auch im Google Play Store*. 

*ingame.de ist Teil des bundesweiten Redaktionsnetzwerkes der Ippen-Digital-Zentralredaktion.

Quelle: ingame.de*

Rubriklistenbild: © Epic Games

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