Epic Games vor Gericht

Fortnite: Apple-Streit eskaliert – Facebook mischt sich in Mega-Zoff ein

  • vonMichael Warczynski
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Aktuell tobt ein Mega-Zoff zwischen Apple und Epic Games. Dabei ist Fornite aus dem App Store geflogen. Nun mischt sich auch noch Facebook ein.

  • Für Entwickler Epic Games sind die Abgaben an die App-Stores zu hoch.
  • Nun klagt der Fortnite Entwicker gegen Apple und Google.
  • Auch Facebook lehnt sich gegen die 30%-Abgabe auf.

North Carolina, USA – Durch den Epic Games Store hat sich Epic Games bereits ihre eigene Vertriebsplattform aufgebaut. Somit muss der Fortnite Entwickler keine Abgaben an Vertriebsplattformen leisten. Auf Handys sieht das aufgrund der eigenen App-Stores von Apple und Google jedoch anders aus. Hier muss jeder App-Entwickler Gebühren zahlen, diese lehnt Epic Games nun ab. Auch Facebook zieht nun in den Kampf gegen die hohen Gebühren. Damit geht es für den Entwickler und Apple nun vor Gericht.

Release (Datum der Erstveröffentlichung)21. Juli 2017
PublisherEpic Games
Serie-
PlattformenPC, Mac, Nintendo Switch, Xbox One, PS4, Android, iOS
EntwicklerEpic Games
GenreKoop-Survival, Shooter

Fortnite: Das ist die Klage von Epic Games gegen Apple

Am Donnerstag, dem 13. August 2020, führte Epic Games bei der Mobile-Version von Fortnite eine „Direct Payments“-Methode ein. Mithilfe dieser Zahlungsmethode wird die Ingame-Währung V-Bucks direkt über Epic Games gekauft, so wird die Gebühr in Höhe von 30% an den Apple- oder Google-Store umgangen. Das möchten die beiden App-Store Entwickler Apple und Google logischerweise verbieten. Deshalb löschten sie Fortnite nun aus dem Store, dies führte jedoch zu einer Klage. (Alles zu Fortnite)

Apple reagierte auf dieses Vorgehen zuerst mit einer Löschung der Fortnite-App aus dem App-Store. Da hierbei gegen die Apple-Richtlinien verstoßen wurde. Apple weist darauf hin, diese Bezahl-Methode nicht zu genehmigen, da sie an den Games in ihrem Store auch mitverdienen wollen. Dies scheint jedoch die erste Phase der Schlacht gewesen zu sein. So soll sich Apple nun darüber informiert haben, ob sie die Entwicklerkonten von Epic Games auch entfernen können, um dadurch einige Entwicklungstools des Entwicklers aus North Carolina zu verbieten.

Daraufhin äußerte sich Epic Games über Twitter, dass Apple am Freitag, dem 28. August, „alle unsere Entwicklerkonten kündigen und Epic von den iOS- und Mac-Entwicklungstools abschneiden wird. Wir fordern das Gericht auf, diese Vergeltung zu stoppen.“

In den Gerichtsdokumenten heißt es, dass „Apples Handlungen den Ruf von Epic bei Fortnite-Nutzern irreparabel schädigen und für die Zukunft des separaten Unreal Engine-Geschäfts katastrophal sein werden“. Das bedeutet, dass Unreal auf iOS ohne Entwicklertools und dem Zugriff nicht unterstützt werden kann. Deshalb ist eine Zukunft der Unreal-Engine auf allen Apple-Geräten unklar.

Da Epic Games die Ureal-Engine gehört, würde ein das Entfernen nicht nur für Fortnite, sondern auch für andere App-Entwickler krasse Nebenwirkungen haben. „Apple hat ausdrücklich angekündigt, den Zugriff von Epic auf Entwicklungstools zu beenden. Einschließlich derjenigen, die Epic benötigt, um weiterhin die weltweit beliebteste Grafik-Engine, die Unreal Engine, anzubieten.“ Sollte dies durchgesetzt werden, müssten sich viele App-Entwickler nun andere Entwicklungsplattform suchen.

Fortnite: Apple-Streit eskaliert – Facebook mischt sich in Mega-Zoff ein

Vorerst muss jedoch abgewartet werden, ob es Apple überhaupt erlaubt wird diesen drastischen Schritt zu gehen. Sollten sie die Unreal-Engine tatsächlich verbieten, könnten viele Apps pleite gehen, da eine Neuentwicklung enorme Kosten verursacht.

Fortnite: Auch Facebook wehrt sich nun gegen 30%-Abgabe

Nicht nur in Fortnite soll die Bezahlung über den App-Store umgangen werden, sondern auch Facebook möchte dies umgehen und stellt so eine neue Funktion vor. Doch das ist nicht der erste Kampf, den Facebook führt, denn diese wollten sich schon zuvor mithilfe von Mixer und Facebook Gaming im Kampf gegen Twitch durchsetzten. Mit dieser soll es Selbstständigen möglich gemacht werden, beispielsweise ihre Kochkurse online anzubieten. So können die Seitenbetreiber, trotz der Corona-Pandemie, weiterhin auf Einnahmen vertrauen.

Jedoch würden diese nur 70% erhalten, da Apple bekanntermaßen 30% für sich behält, Facebook selbst kassiert dabei keinen Cent. Doch aus diesem Grund bat Facebook die Apple-Verantwortlichen darum, die App-Steuer zu sinken oder Facebook-Pay zu genehmigen. „Wir haben Apple gebeten, die App-Store-Steuer von 30 Prozent zu reduzieren oder uns Facebook Pay nutzen zu lassen, damit wir den Geschäften, die mit der Covid-19-Pandemie zu kämpfen haben, alle Kosten abnehmen können“.

Apple scheint auch bei Facebook keine Ausnahmen zu machen: „Unglücklicherweise haben sie beide Anfragen abgelehnt und die kleinen und mittleren Unternehmen werden nur 70 Prozent von ihren hart verdienten Erlösen bekommen.“

Rubriklistenbild: © Epic Games/ Apple (Montage)

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