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Fortnite: Profi äußerst sich rassistisch – Epic Games hat noch nicht reagiert

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Von: Joost Rademacher

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Für Fortnite-Profi Sin war der größte Moment seiner Karriere in greifbarer Nähe. Stattdessen hat er sich mit einem einzigen Tweet selbst ins Aus geschossen.

Cary, North Carolina – Was auf sozialen Medien passiert, bleibt garantiert nicht nur auf sozialen Medien. Im schlimmsten Fall kann es ganze Karrieren vorzeitig beenden. Das musste der E-Sportler Sin am eigenen Leib erfahren. Dieser hatte sich in Fortnite für das wohl größte Finalspiel im Battle Royale von Epic Games qualifiziert, nur um kurz darauf einen Shitstorm höchsten Kalibers zu ernten. Jetzt dürfte dem Spieler wohl jede Chance auf einen Sieg in Fortnite und im E-Sport generell flöten gegangen sein. Wir erklären, was um Sin vorgefallen ist.

Name des SpielsFortnite
Release21. Juli 2017
PublisherEpic Games
EntwicklerEpic Games, People Can Fly
PlattformPC, PS4, PS5, Xbox One, Xbox Series X, Nintendo Switch, Android
GenreBattle-Royale

Fortnite: Profi postet erschreckendes Video bei Twitter, löst weitreichende Kritik aus

Was war passiert? Erst vor Kurzem hatten Sin und sein Duo-Kollege Acro sich in der Champion Series zu Chapter 3 Season 2 von Fortnite für das Grand Finale qualifiziert. Zusammen erreichten die beiden Spieler nach drei Halbfinal-Sessions den zweiten Platz auf der Rangliste in Nordamerika-Ost und sicherten sich so einen Platz im Finale. Eigentlich sollte es ein stolzer Moment für Sin sein, am Wochenende vom 22. Mai schlug die Stimmung um den E-Sportler aber schlagartig um. Statt Support hagelte es im Internet harsche Kritik gegen Sin. Dieser hatte kurz vorher auf Twitter ein Video veröffentlicht, das – milde gesagt – problematisch auf die Community wirkte.

Weisse Silhouette mit Verbotszeichen auf dem Gesicht und Twitterlogo unter Fortnite-Schriftzug
Fortnite: Profi kurz vor dem Turnier seines Lebens – versaut es mit einem Tweet © Twitter/EpicGames/Pixabay (Montage)

Was passiert in dem Twitter-Video? In dem Video zeigt eine Person – mutmaßlich Sin selbst– einen Abstellraum voller Waffen. Gewehre in zweistelliger Anzahl, mehrere Pistolen und ganze Regale voller Munition werden stolz dargestellt und präsentiert. Von der kameraführenden Person heißt es dann: „Falls es jemals eine Zombie-Apokalypse gibt, oder einen N****-Ausbruch, haben wir hier die Rüstkammer, N****.“ Der besonders harte Gebrauch von rassistischen Ausdrücken kombiniert mit der Menge an zur Schau gestellten Feuerkraft sorgte auf der Social-Media-Plattform prompt für weitreichendes Entsetzen gegenüber dem Fortnite-Profi.

Fortnite: Duo-Partner löst Zusammenarbeit nach erschütterndem Video auf

Was sind die Konsequenzen? Am 22. Mai verbreitete sich das Video auf Twitter und in Windeseile wurde heftige Kritik gegen Sin laut. Erst vor etwas über einer Woche passierte in den USA ein rassistisch motivierter Amoklauf, der Schock über das Videomaterial sitzt entsprechend tief. Noch am selben Tag sah der E-Sportler sich gezwungen, eine Stellungnahme zu dem Video zu tweeten. Damit machte er die Dinge aber kaum besser. Vor allem bestätigte er mit seiner Aussage, dass er selbst tatsächlich das Video infrage aufgenommen hatte. Am 23. Mai löschte Sin schließlich seinen Twitter-Account.

„Ich habe buchstäblich gesagt ‚FALLS es eine Zombie-Apokalypse oder N*****-Ausbruch gibt‘ (...) ich habe niemandem gedroht, oder gesagt, dass ich jemandem was tun würde“

@Sin3278

Auch auf seine Karriere in Fortnite hat der massive Fehltritt von Sin harte Auswirkungen. Sein Duo-Partner Acro hat sich seit dem Video zu Wort gemeldet und jegliche weitere Zusammenarbeit mit ihm aufgelöst. Auf dem Leaderboard der Championship Series tauchen Sin und Acro aber noch als Duo auf. Jetzt warten viele darauf, dass Epic Games zu dem Vorfall Stellung nimmt und für das Fortnite E-Sport-Turnier Konsequenzen zieht.

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