Ohne Moos nix los

Fortnite: Teenager schmeißt Schule für E-Sport hin – das böse Erwachen folgt

  • VonAlexandra Grimm
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Um die großen Preisgelder in Fortnite zu jagen, hat ein 15-Jähriger aus England sogar die Schule abgebrochen. Das sollte ihm aber zum Verhängnis werden.

  • Epic Games mischte 2018 mit Fortnite die E-Sport-Szene auf, als das Spiel außergewöhnlich erfolgreich war.
  • Viele Jugendliche sind dem Hype verfallen und konnten durch Fortnite sehr viel Geld verdienen; Benjy Fish brach dafür sogar die Schule ab.
  • Heute lässt sich mit Fortnite E-Sport nicht mehr so viel Geld verdienen, die Höhe der Preisgelder ist drastisch gesunken.

Sunbury, Großbritannien – Die goldenen Zeiten für E-Sport-Profis bei Fortnite scheinen vorbei zu sein. Zumindest laut des heute 16-jährigen Benjy Fish, bekannt unter seinem Streamer-Namen „Benjyfishy“. 2019 hatte er die Schule verlassen, um als E-Sport-Profi durchzustarten und in Fortnite vom Entwickler von Epic Games das große Geld zu machen. Wie es dann mit seiner Karriere weiterging und warum er die Zukunft von Fortnite kritisch sieht, erfahrt ihr hier.

Release (Datum der Erstveröffentlichung)21. Juli 2017
Publisher (Herausgeber)Epic Games
Serie-
PlattformenPC, Mac, Nintendo Switch, Xbox One, PS4, Android, iOS, Xbox Series X, PS5
EntwicklerEpic Games
GenreKoop-Survival, Shooter

Fortnite: Benjy Fish prophezeit Abwärtsspirale für E-Sport

Fortnite verzeichnete gleich zum Release 2017 hohe Verkaufszahlen. Von da an wuchs die Zahl der Spieler beträchtlich an. Schon ein Jahr nach Erscheinung des Survival-Spiels von Epic Games spielten schon über 200 Millionen aktiv Fortnite. Jedoch sieht es seit 2019 ganz so aus als wäre der große Hype um Fortnite vorbei.

Damals war Benjy Fish aus Sunbury, Großbritannien, noch sehr erfolgreich mit Fortnite und verdiente durch das Spielen umgerechnet 28.000 Euro. Seine Mutter nahm ihn von der Schule, damit er nachts mit seinen Freunden aus den USA Fortnite spielen konnte. Sie übernahm auch sein Management und sorgte dafür, dass er zuhause von Privatlehrern unterrichtet wurde.

Heute, etwa zwei Jahre später, findet der mittlerweile 16-jährige Brite keine beschönigenden Worte für den E-Sport Fortnite. Er beklagt sich via Twitter über die immer geringer ausfallenden Preisgelder, die Profis heutzutage bei Wettkämpfen gewinnen können. Außerdem gebe es immer weniger Wettkämpfe, die auch keinen Spaß mehr machen würden.

Fortnite: E-Sport – Statt goldener Nase geringe Preisgelder laut Benjy Fish

Benjy Fish ist nicht allein im E-Sport-Dilemma von Fortnite. Auch andere E-Sport-Profis leiden unter der geringen Ausbeute bei Wettkämpfen. So postet der E-Sport-Profi „Wolfiez“ auf Twitter ein Beispiel für die drastische Senkung der Preisgelder in den vergangenen Jahren: „2019 gab es noch 30 Millionen US-Dollar, 2020 drei Millionen und 2021 gibt es eine Namensnennung.“ Der in North Carolina beheimatete Entwickler Epic Games dreht den Geldhahn offensichtlich zu, zum Missfallen einiger Spieler.

Fortnite: E-Sport in der Krise?

Fortnite war von Epic Games nie als E-Sport-Titel vorgesehen. Der immense Erfolg kurz nach Release und die damit verbundenen hohen Verkaufszahlen, trieben die Entwickler jedoch zum E-Sport-Bereich. Ein Konzept wurde erstellt, dann kam es jedoch zur Pandemie und das Interesse an dem Koop-Survival Fortnite nahm rasant ab.

Diejenigen, die sich einer Karriere als E-Sport-Profis von Fortnite verschrieben haben, müssen nun in den sauren Apfel beißen. Mit den Preisgeldern aus Fortnite ist offenbar nicht mehr viel Geld zu machen. Das könnte die Motivation, als E-Sport-Profi zu arbeiten, mindern. Um ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können, werden sich daher wahrscheinlich viele von ihnen beruflich umorientieren müssen.

Rubriklistenbild: © picture alliance / EPic Games/Koch Media/Epic Games/Koch Media/dpa-tmn | EPic Games/Koch Media

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