Französische Mediengruppe feiert Launch auf Twitch: Stream endet in Super-GAU.
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Französische Mediengruppe feiert Launch auf Twitch: Stream endet in Super-GAU.

Weg vom Fenster!

Twitch-Start französischer Entertainment Schmiede endet in Katastrophe

Fail auf ganzer Linie! Die französische Mediengruppe Webedia feiert LeLive-Start auf Twitch. In vier Stunden wird aus dem Stream ein medialer Super-GAU.

  • Französische Mediengruppe startet neues Livestream-Projekt LeLive.
  • Stream zum Start eskaliert und endet in medialem Super-GAU.
  • User belustigen sich über die erste Ausgabe der Live-Sendung.

Am Montag, den 03. Februar 2020, startete die französische Mediengruppe Webedia ein neues Projekt. Der Grundsatz war vielversprechend: Gemeinsam mit einer Reihe an Prominenten und YouTube Stars sowie Streamern aus Frankreich wollte das Unternehmen einen Hybrid zwischen WEB-TV und Social Media-Interaktion starten. Bereits vier Stunden nach Start auf Twitch hat sich der Livestream jedoch zum medialen Super-GAU entwickelt.

Die französische Mediengruppe Webedia: LeLive-Stream wird zum Super-GAU

Die französische Mediengruppe Webedia gibt es bereits seit dem Jahre 2007. Das Unternehmen betreibt aktuell über 50 Internetangebote, aus den Bereichen Film, Videospiele, Kochen, Mode und auch E-Sports. Insgesamt erreicht Webedia mit all ihren Angeboten über 90 Millionen Menschen pro Monat (Stand März 2016). Durch beständige Expansion ist Webedia mittlerweile auch in den deutschen Markt eingestiegen. In Berlin sowie München betreibt die Webedia GmbH eigenständige Büros. Mit einem ausgefeilten Live-Programm will die Gruppe jetzt auch mit Streamern auf Twitch durchstarten.

LeLive: Plattformübergreifende Streaming-Show auf Twitch endet in Desaster

Dazu entwickelte das Unternehmen neue Pläne, um mehr Reichweite zu generieren und versuchte sich an einer eigenen Online-TV-Sendung, LeLive. Fast 50 Stunden Originalinhalt pro Woche sollten auf sämtlichen Streaming-Plattformen gezeigt werden. Dazu zählen TikTok, Twitch, Mixer, Molotov, YouTube, Facebook, Dailymotion und Instagram. Alles live, versteht sich. Was in der Theorie nach einem soliden Plan klingt, entpuppte sich binnen weniger Stunden als absoluter Flop, denn bereits nach kurzer Zeit entwickelte sich der erste Livestream des französischen Streaming-Dienstes zur medialen Katastrophe.

Eine Panne jagt die nächste - leLive-Stream auf Twitch bringt Mediengruppe in Verruf 

Schon in den ersten Minuten war das französische Projekt grundlegend zum Scheitern verurteilt, da sich zig User nicht nur über die Tonqualität, sondern ebenfalls über Verzögerung zwischen Bild und Ton während des Live-Streams beschwerten. Das ist aber noch nicht alles. Während der Live-Sendung wurden zig abfällige und rassistische Kommentare geäußert, seinen Höhepunkt erreicht der Stream allerdings, als das berüchtigte N-Wort fiel.

Die Folge: Der Bann auf Twitch und Abertausende von Beschwerden. Zudem wurde dem LeLive-Team vorgeworfen, Internet-User zu sperren, sobald diese sich beschweren, selbst dann, wenn die Kommentare nicht beleidigend sind und den Richtlinien folgen. Einige Chats des Twitch-Streams wurden deaktiviert oder nur noch für Abonnenten zur Verfügung gestellt. 

Lelive scheint dem Shitstorm aus dem Weg zu gehen und postet weiterhin ihre Ankündigungen zu den neuen Live-Streamingshows auf Twitter. Auf sämtlichen Social-Media Plattformen sammeln sich dennoch Unmengen an Kommentare, die die Meinung der User verdeutlichen.

Card

Auch Streamerin Sweet Anita warf mit Beleidigungen nur so um sich, dennoch erhielt diese keinen Twitch Bann. Auf ingame.de* kann man nachlesen, wie es ihr gelingt, dem Bann zu entgehen*.  

Das Coronavirus verbreitet momentan Angst und Schrecken. Die Idee einen Prank zu der tödlichen Krankheit zu machen, ging für diesen YouTuber komplett nach hinten los.

Ein User erlaubte sich einen besonderen Scherz nach dem Twitch-Bann und übernahm den Account-Namen des Channels, für 5000 € würde er diesen wieder an den französischen Sender zurückgeben – ein teurer Spaß.

Screenshot Channelübernahme leLive

Es bleibt also letzten Endes nur abzuwarten, wie lange sich der französische Streaming-Sender noch refinanziert und wann eine öffentliche Entschuldigung folgen wird. 

Eine Liveübertragung sollte auch das in Berlin stattfindende PUBG-Turnier bekommen. 32 Teilnehmer aus aller Welt und ein Preispool von 500.000 € sollte dem Sieger winken. Doch aufgrund des Coronavirus musste das Turnier vorerst abgesagt werden

Seit einigen Monaten versucht Microsoft nachzuziehen mit ihrem eigenen Streaming-Dienst Mixer. Ob der Service überzeugen kann und wie hoch die Chancen sind, dass er Twitch einholt, kann man hier nachlesen.

*ingame.de ist Teil des bundesweiten Redaktionsnetzwerkes der Ippen-Digital-Zentralredaktion.

Quelle: ingame.de*

Manuel von Bismarck

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