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Mundschutz: YouTuber Fynn Kliemann zeigt, wie es in der Krise richtig geht

  • vonLam Vy Nguyen
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Wer sich aktuell einen Mundschutz besorgen will, muss kräftig draufzahlen. YouTuber und Heimwerkerking Fynn Kliemann zeigt wie es in der Krise auch anders geht.

  • Fynn Kliemann ist ein deutscher YouTuber, Unternehmer und Musiker
  • Während der Coronavirus-Krise hat er eine praktische Idee.
  • YouTuber Fynn Kliemann will jetzt Mundschutz-Masken produzieren

Update vom 27. April 2020: Sämtliche Bundesländer in Deutschland haben inzwischen die Mundschutz-Pflicht für den öffentlichen Raum beschlossen. Fynn Kliemann sendet nun eine klare Botschaft an die großen Produzenten. Im Interview äußerte sich der 31-Jährige YouTuber erneut zu seiner Mundschutz-Produktion. Die Motive hinter den in Portugal und Serbien produzierten Atemmasken seien mehr sozialer als finanzieller Natur, räumte Kliemann ein. 20 Angestellte seien allein für die Produktion seiner Schutzmasken zuständig, deren Arbeitsplätze allerdings zu Beginn der Coronavirus-Krise in Gefahr gerieten.

Mundschutz-Macher Fynn Kliemann schießt gegen Preispolitik von Trigema

Der Selfmade-Man beschloss also kurzerhand, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen und fuhr die Mundschutz-Produktion in Portugal auf 10.000 Masken pro Woche hoch. Damit wollte er nicht nur dem gigantischen Bedarf Herr werden, sondern gleichzeitig auch die Stellen der dort Beschäftigten retten – mit Erfolg, denn inzwischen werden an beiden Standorten zwischen 200.000 und 250.000 Mundschutze pro Woche hergestellt. Längst sind nicht mehr nur 20 Angestellte für die Produktion des YouTubers verantwortlich. Ums Geld gehe es dem 31-Jährigen Fynn Kliemann dabei aber nie, heißt es im Interview mit dem Magazin Focus:

"Der finanzielle Anreiz spielt keine Rolle. Wir haben zum Beispiel 40.000 Masken an die Flüchtlingslager auf den griechischen Inseln geliefert." Dass jedoch nicht alle Mundschutz-Produzenten so denken, machte Kliemann im Anschluss aber mehr als deutlich. Auf die Frage, was er beispielsweise vom Trigema-Boss Wolfgang Grupp halte, dessen Preispolitik er zuvor auf Instagram kritisiert hatte, antwortete der YouTuber mit einem Appell. "Ich finde nur einfach, man sollte sich an einer solchen Krise nicht bereichern", lautet die Kampfansage von Fynn Kliemann. Anders als das Unternehmen aus Baden-Württemberg wolle er den finalen Preis des Mundschutz so gering wie möglich halten, um in der Notsituation so schnell so viel wie möglich an die Bevölkerung herauszugeben.

Mundschutz gegen Coronavirus: Youtuber Fynn Kliemann spricht Klartext

Erstmeldung vom 02. April 2020: Hamburg/Rotenburg - Seit Jahren verdienen Influencer und YouTuber mit ihrem eigenen Merch meist sogar mehr Geld, als mit ihren YouTube-Kanälen. Online verkaufen sie Kleidung oder Accessoires, die ein individuelles Design haben. So auch der beliebte YouTuber und Musiker Fynn Klimann, der durch seine Kanäle "Kliemannsland" und "Fynn Kliemann" nationale Bekanntheit erreichte. Jetzt will er gegen die Coronavirus-Krise vorgehen und verkauft deswegen eigene Mundschutz-Masken, doch ein kleiner Haken bleibt.

Coronavirus: YouTuber Fynn Klimann hat jetzt Mundschutz-Merch - doch sind sie sicher?

Dass der hübsche Fynn Kliemann jetzt Mundschutze verkauft, sollte gar nicht einmal so abwegig sein. Schließlich lieben seine Fans ihn für seinen DIY-Kanal, auf dem er sich selbst als sogar als "Heimwerkerking" bezeichnet und witzige Missgeschicke gleich mit dokumentiert. Denn vom selbstgebauten Terrassendach bis hin zu einem selbst hergestellten Plattenspieler: die Masse seiner DIY-Produkten ist breit.

Mundschutz gegen Coronavirus: Youtuber Fynn Kliemann spricht Klartext

Das Allround-Talent aus Zeven in Rotenburg ist sogar Inhaber mehrerer Unternehmen. Daher traf Fynn Kliemann nun eine wichtige Entscheidung in Zeiten des Coronavirus. Auf seinem Instagram-Kanal "fimbim" teilte er seinen Fans mit, nun gegen die Ausbreitung des Sars-CoV-2-Virus vorzugehen: Ab sofort werde der 29-jährige Unternehmer in eigener Herstellung bis zu 10.000 Mundschutz-Masken täglich produzieren und möchte somit in der schweren Coronavirus-Zeit helfen. Die Auswirkungen durch die Ausbreitung der Covid-19-Erkrankung sind nämlich weltweit zu spüren – selbst in der Gamer-Szene. Nicht nur wurde ein Anstieg des Internetverbrauchs festgestellt, sondern auch das Final Fantasy 7 Remake wird jetzt früher ausgeliefert.

Coronavirus: YouTuber Fynn Kliemann verkauft günstige Mundschutz-Masken

Die Debatte rund um Mundschutz-Pflicht in der Öffentlichkeit ist aktuell größer denn je: Nicht nur wurde in Österreich bereits eine Maskenpflicht eingeführt, auch erfreuen sich derzeit Mundschutz-Tutorials auf den Plattformen YouTube und Instagram großer Beliebtheit. Die Mundschutz-Masken sind nämlich einfach selbst zu nähen und sollen vor allem dann einen großen Nutzen haben, wenn man erkrankt ist und andere Mitmenschen schützen möchte. 

Durch die hohe Nachfrage an Schutzmasken läuft die Herstellung von Mundschutz-Masken auf Hochtouren, in manchen Apotheken sind sie sogar schon ausverkauft oder werden im Internet für einen teuren Preis weiterverkauft. Dagegen möchte YouTuber Fynn Kliemann vorgehen, denn eine seiner Masken solle lediglich  "1/10 von den Dingern der überteuerten Profitgeier" kosten, ließ der 29-jährige aus Rotenburg seiner Wut freien Lauf.

Coronavirus: Mundschutz von YouTuber Fynn Kliemann ist medizinisch ungeprüft

Doch die ganze Sache hat auch einen kleinen Haken: Tatsächlich kosten die Mundschutz-Masken von dem YouTuber Fynn Kliemann weniger als manch ein Wucherpreis im Internet, denn bereits für 22 Euro erhält der Käufer zehn Masken. Auch kann der Mundschutz wieder gewaschen werden und solle aus Polypropylen hergestellt sein, wie klassische Masken der Schutzklasse FFp1. Darum wirbt der YouTuber damit, seine Masken vor allem an Pflege- und Medizineinrichtungen verkaufen zu wollen - jedoch stellt er auch klar: Die Mundschutz-Masken haben "keine Zertifizierung" und sind auch "nicht medizinisch oder anderweitig geprüft". 

Mundschutz-Masken seien aktuell dennoch sinnvoll, doch laut dem Robert-Koch-Institut seien die effektivsten Maßnahme immer noch sich, regelmäßig die Hände zu waschen, in die Armbeuge oder Taschentuch zu niesen und vor allem Abstand zu seinen Mitmenschen zu halten. Der Kampf gegen die Ausbreitung der Covid-19-Erkrankung sorgte auch in den USA für eine große Aktion: Denn die Coronavirus-Website eines 17-jährigen Schülers wird aktuell zu einem Riesen-Erfolg. Außerdem macht Square Enix den Anschein das Coronavirus auszunutzen, denn die Preise der hauseigenen Mundschutzmasken sind eine Frechheit.

Rubriklistenbild: © picture alliance/Daniel Bockwoldt/dpa (Symbolbi ld)/Screenshot Instagram/Montage

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