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MontanaBlack-Chaos auf der Gamescom lässt Veranstalter Regeln drastisch verschärfen

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Von: Jonas Dirkes

MontanaBlack sorgte mit seinem Auftritt auf der Gamescom 2022 nicht nur für Begeisterung. Seine Fans sorgten für Chaos und Messebesucher fühlten sich bedrängt.

Update vom 01.09.2022: Nach unserer Anfrage an die Kölnmesse, hat uns der Veranstalter nun ein Statement zu dem Thema gegeben. Darin steht: „Für uns ist die Sicherheit aller gamescom-Besuchenden ein zentrales Anliegen. Die gamescom ist ein Ort, an dem sich alle Communities treffen und sicher fühlen sollen.

Die Vorfälle um den Besuch von MontanaBlack und dazugehörige Berichte von Betroffenen nehmen wir deswegen sehr ernst und werden zukünftig noch stärker unseren Teil dazu beitragen, dass so etwas verhindert wird. Vor diesem Hintergrund verschärfen wir zur gamescom 2023 nochmals unsere Regelungen, damit es zu derartigen Situationen nicht mehr kommt. Durch den, uns im Vorfeld nicht angekündigten, Besuch von MontanaBlack konnten wir nur noch kurzfristig auf die Situation reagieren.

Als direkte Konsequenz müssen deshalb zukünftig alle geplanten Besuche von Personen mit besonders hohem Bekanntheitsgrad vorher verpflichtend bei uns angemeldet und mit uns abgestimmt werden. Nur so können wir gewährleisten, dass ein solcher Besuch für alle sicher abläuft.

Vollständiger NameMarcel Thomas Andreas Eris
Bekannt alsMontanaBlack
Geburtstag02. März 1988
GeburtsortBuxtehude
Abonnenten auf YouTube2.900.000 (Stand Juli 2022)
Follower auf Twitch4.600.000 (Stand Juli 2022)

Erstmeldung vom 30.08.2022: Köln – Die Gamescom ist vorbei, aufgearbeitet ist die erste Ausgabe von Europas größter Spielemesse nach der Pandemie-Pause aber noch nicht. Eigentlich herrschte auf der Messe in diesem Jahr Friede, Freude und Zockerei. Das heißt zumindest bis Twitch-Bad Boy MontanaBlack samt einer Entourage wild gewordener Fans über die Gänge der Gamescom zog. Auf Twitter häufen sich die Augenzeugenberichte – aber was sagt die Kölnmesse eigentlich dazu?

Gamescom 2022: Homophobe Anfeindungen und Tritte von MontanaBlack-Fans

Was ist eigentlich passiert? Twitter-User @GameGecki beschreibt das Ausmaß des Messe-Besuchs vom Streamer MontanaBlack in einem langen Posting im sozialen Netzwerk eindrücklich. Homophobe Anfeindungen, Schubsereien, Tritte, geklaute Warteschlangenplätze und Randale auf Autos: Die Fans, die der Streamer im Schlepptau über die Messe zog, verängstigten Messebesucher und Messebesucherinnen – machten den Trip nach Köln zum Albtraum.

Auf Twitter spricht @GameGecki sogar von einem traumatischen Erlebnis für ihn. Wie es so weit kommen konnte, bleibt bisher allerdings noch ein Rätsel. Eigentlich ist die Messe-Sicherheit der Kölnmesse dafür zuständig, solche Ausschreitungen auf der Gamescom zu verhindern. Ob diese den Besuch von MontanaBlack überhaupt im Blick hatte, ist derzeit jedoch noch unklar. Eingeschritten wurde im Fall MontanaBlack jedenfalls nicht.

Nicht alle Besucher der Gamescom hatten eine gute Zeit
Gamescom wird zum Albtraum: Streamer werden geschützt, Besucher nicht © picture alliance/dpa | Rolf Vennenbernd | Kölnmesse

User @GameGecki beschreibt die turbulenten Ereignisse: Weder die Security von MontanaBlack noch die Security eines betroffenen Messestandes, hätten die Tritte und Pöbeleien der Fans unterbunden. Angeblich wurde nur der berühmte Streamer geschützt, Besuchern wurde dieses eigentlich selbstverständliche Privileg wohl nicht zuteil.

Gamescom 2022: Erste Veranstalter melden sich zu den Turbulenzen zu Wort

Was sagt die Kölnmesse zu MontanaBlacks turbulentem Besuch der Gamescom? Nachdem die schonungslosen Schilderungen von @GameGecki ihre Runden auf Twitter machten, reagierten Streamer wie Chefstrobel, aber auch erste Veranstalter der Gamescom auf den tumultigen Besuch MontanaBlacks auf der Messe. Aleksandar Kovacevic, zuständig für das Digital Marketing der Gamescom, zeigte sich auf Twitter entrüstet. Gewalt und Homophobie hätten keinen Platz auf der Messe, man würde sich die Vorkommnisse noch einmal genau anschauen.

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