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Gaming-Laptop: Anforderungen und Leistungsdaten

  • Roberto Quentin
    VonRoberto Quentin
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Kann ein Gaming-Laptop einen Desktop-PC ersetzen? Diskussionen darüber gibt es reichlich, aber auch gute Gründe, die sowohl für die eine als auch die andere Option sprechen. Letztlich lässt sich jede Frage beantworten mit: Kommt drauf an! Wir sagen, worauf.

Gaming-Laptop vs. Desktop-PC - mehr als nur eine Glaubensfrage?

Mobilität ist freilich der große Vorteil eines Gaming-Laptops. Gezockt werden kann überall, wo es Strom gibt - zur Not auch einfach über die Akkuleistung. Auf der anderen Seite sind viele Gamer der Ansicht, dass die Leistung nicht ausreicht und ein Gaming-Laptop viel zu schnell an seine Grenzen stößt. Bevor es so weit ist, sollte aber die Frage beantwortet werden, was genau man mit seinem Laptop eigentlich vorhat. Fakt ist, mit einem leistungsfähigen Gaming-Laptop lassen sich auch heute schon alle Spiele flüssig und ohne nennenswerte Einbußen bei der grafischen Darstellung spielen. Dem steht mindestens ein offensichtlicher Nachteil gegenüber: Wenn es ums Aufrüsten geht, ist der Laptop klar im Nachteil. Wer sich trotzdem für mobiles Gaming entschieden hat, sollte die Leistungsdaten im Blick behalten.

Wichtige Kriterien bei einem Gaming-Laptop sind natürlich Grafikkarte, Prozessor und Arbeitsspeicher, denn sie entscheiden letztendlich darüber, wie flüssig ein Spiel läuft und welche Grafikeinstellungen dabei möglich sind. Mit Blick auf die Grafik ist es von Vorteil, wenn der Grafikprozessor nicht in den Hauptprozessor integriert ist, denn diese Modelle bringen meist weniger Leistung. Bei der Auswahl des Hauptprozessors sollten auch alle Aktivitäten mit einkalkuliert werden, die neben dem Spielen noch anfallen. Dabei sollte stets beachtet werden, dass sich Laptops entweder gar nicht oder nur bei vergleichsweise hohen Kosten aufrüsten lassen. Deshalb sollten vor einem möglichem Kauf ausführliche Informationen zum Gaming-Notebook eingeholt werden.

Unterschiedliche Gamer und ihre Prioritäten

Dabei ist es entscheidend, die Anforderungen genau zu kennen. Der Gelegenheitsspieler nutzt seinen Laptop auch zu anderen Zwecken und möchte nur ab und zu aktuelle Spiele am Laptop zocken. Auf eine High-End-Grafikkarte kann in diesem Fall verzichtet werden. Das gleiche gilt für den Prozessor: Gelegenheitsspieler müssen aktuelle Spiele nicht mit den höchsten Einstellungen spielen, weswegen hier auch nicht das schnellste Modell nötig ist.

Anders sieht es bei Hardcore-Gamer aus, denn der möchte keinerlei Abstriche machen, was Spielfluss und Qualität anbelangt. Hier sollte der Fokus vor allem auf die Grafikkarte gelegt werden, während beim Prozessor ein wenig gespart werden kann. Die Grafikkarte ist gewissermaßen die wichtigste Komponente des Gaming-Laptops. Die GTX- und RTX-Serien von Nvidia sind in diesem Feld das Maß der Dinge. Die RTX 2080 Super ermöglicht auch Gaming in 4K, ist jedoch auch mit entsprechenden Kosten verbunden. Auch ist das Design des Laptops eher nebensächlich. Profi-Gamer greifen auch zu größeren, etwas unhandlicheren Modellen, die dafür genug Platz für Leistung mitbringen.

Wer hingegen einen Allzweck-PC benötigt, weil nebenbei noch Officeanwendungen, Bildbearbeitungsprogramme oder Videoschnittsoftware zum Einsatz kommen sollen, setzt seine Prioritäten wiederum anders. Im Vordergrund steht jetzt ein möglichst schneller Prozessor, was insbesondere für YouTuber gilt, die sich viel mit der Produktion von Videos befassen.

Wer hingegen vor allem die Mobilität des Laptops für sich nutzen möchte, weil er vielleicht viel unterwegs ist, behält lieber das Format des Gaming-Laptops im Blick. Besonders große und schwere Laptops sind dabei eher von Nachteil, denn hier sind leichte und schlanke Geräte gefragt. In solchen Fällen tut es auch ein 15-Zoll-Bildschirm und ein geringeres Gewicht von etwa 2 kg, denn solche Laptops lassen sich auf Reisen leichter transportieren und verstauen.

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