Der Gewinner-Effekt - Wie gewinnen die Chance auf zukünftige Erfolge erhöht

  • schließen

Der Tennisspieler Novak Djokovic gewann bereits 15 Grand Slam-Turniere, Michael Phelps schaffte im Schwimmen 23 Mal Gold, Allyson Felix wurde elf Mal zur Weltmeisterin im Sprint - stimmt es wohl, dass ein Erfolg die Wahrscheinlichkeit eines zukünftigen Erfolgs erhöht? Der Neurowissenschaftler und Psychologe Ian Robertson untersuchte die Prozesse im menschlichen Gehirn im Falle eines Erfolgs bei einer Wettkampfsituation und beschäftigte sich mit den Auswirkungen auf das Verhalten. Er stellte fest, dass sich ein Erfolgserlebnis positiv auf zukünftige Erfolge auswirkt und diese wahrscheinlicher macht. Diese Wirkung und Prozesse im Gehirn können auch als der „Siegereffekt“ bezeichnet werden.

Der Ablauf eines Gewinnerlebnisses

Ganz egal, um welche Art des Wettkampfes es sich handelt, durchläuft das Gehirn stets dieselben Stationen bevor es zum tatsächlichen Erfolgserlebnis kommt. Zunächst wird durch eine Informationsaufnahme die Situation analysiert, der Ausgang und die Chance des Erfolgs werden antizipiert, entsprechend werden Emotionen und Verhalten angepasst. Folgt auf diesen Ablauf ein positives Erlebnis, etwa eine erfolgreiche Schachrunde, die Zusage zu einem Date oder der Gewinn im Casino, merken wir uns, wie wir zu diesem guten Gefühl kamen und versuchen zukünftig erneut, dieses Gefühl zu erreichen.

Das Gehirn bei einem Gewinn

Im Gehirn findet dieser Prozess in vier Stationen statt, wie Robertson in seinem bei Hugendubel erhältlichen Buch „Macht: Wie Erfolge uns verändern“ erklärt. Im anterioren cingulären Cortex wird die Situation bewertet, ein Anstieg des Testosterons im Gehirn sorgt für einen stärkeren Wettbewerbsdrang, das ausgeschüttete Dopamin löst Glücksgefühle aus und sorgt durch das Belohnungssystem dafür, dass Verhaltensweisen und Emotionen miteinander verbunden werden. Der Dopamin-Feedback-Kreislauf speichert laut Betway, wie dieser Erfolg erzielt wurde, um die Verhaltensweisen später wiederholen zu können.

Das Streben nach mehr

Dieser Kreislauf bewirkt eine langfristige Veränderung in unserem Gehirn, das durch den Ausstoß von Dopamin, wie es MedLexi erklärt, für Glücksgefühle sorgt. Das Gehirn merkt sich nach einem Erfolg, welches Verhalten zu diesem positiven Gefühl geführt hat und ist anschließend stärker dazu veranlagt, erneut nach einem solchen Glücksgefühl zu streben. Sowohl Menschen als auch Tiere sollen durch diesen Siegereffekt im Wettkampf konzentrierter selbstbewusster und auch aggressiver sein. Grund dafür ist das verstärkte Verlangen nach einem weiteren Erfolgserlebnis. Je mehr Erfolge man bereits erbracht hat, desto stärker prägt sich dieser Effekt aus und lässt den Menschen immer schwierigere Herausforderungen überkommen.

Das Gehirn ist ein komplexes Netz an Vorgängen und Prozessen, das Wissenschaftler immer wieder ins Staunen versetzt. Der Gewinner-Effekt wurde von Ian Robertson unter die Lupe genommen und zeigt, dass am Sprichwort „Erfolg führt zu mehr Erfolg“ tatsächlich etwas dran zu sein scheint.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

WoW Classic: Alle Flugpunkte der Horde und Allianz im Überblick mit Bildern

WoW Classic: Alle Flugpunkte der Horde und Allianz im Überblick mit Bildern

WoW Classic: Blizzard lenkt ein – Schlachtfelder kommen früher als geplant

WoW Classic: Blizzard lenkt ein – Schlachtfelder kommen früher als geplant

FIFA 20: Das sind die FUT Champions Belohnungen - Weekend League Ränge

FIFA 20: Das sind die FUT Champions Belohnungen - Weekend League Ränge

WoW Classic: Schneider Level Guide - So lernt ihr Skill 1-300

WoW Classic: Schneider Level Guide - So lernt ihr Skill 1-300

Kommentare