Alles nur falsche Versprechungen?

Google Stadia: Sammelklage von Spielern wegen 4K-Fake und verbuggten Spielen

  • vonAdrienne Murawski
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Google Stadia hat es nicht leicht. Wegen fehlender 4K-Auflösung und verbuggten Spielen haben Nutzer des Streaming-Dienstes eine Sammelklage eingereicht.

Mountain View, USA – Derzeit macht Google Stadia leider eher mit schlechten Nachrichten auf sich aufmerksam und verärgert seine Spieler enorm. Dem amerikanischen Konzern wird nicht nur vorgeworfen, dass er Spieler mit falschen Versprechungen ins Abonnement gelockt hat, sondern Bugs in Spielen können nicht behoben werden und Google schiebt die Verantwortung einfach von sich. Spieler sind also zu Recht sauer.

Name der PlattformGoogle Stadia
Release19. November 2019
EntwicklerGoogle
KategorieCloud-Gaming-Service
BetriebssystemWebbrowser, Google Chrome, Android
Websitehttps://stadia.google.com/home

Google Stadia: Bugs im eigenen Spiel können nicht behoben werden

Eigentlich begann Google Stadia das Jahr 2021 vielversprechend und verkündete, dass sie eine wahre Spieloffensive starten wollen. Zum ersten Mal seit langem schien Google tatsächlich wieder eine Konkurrenz für die PS5 und Xbox Series X werden zu können, doch nun sieht das ganze schon wieder etwas anders aus. Denn kurz vor der Spieloffensive gab Google bekannt, dass die Entwicklung von hausinternen Games für Google Stadia eingestellt werden würde. Damit wurden knapp 150 Entwickler entlassen und Google Stadia behielt für so manches Spiel die Eigentumsrechte.

Das führte nun zu großen Problemen, denn nun besitzt Google Stadia zwar die Rechte an vielen Spielen, kann (oder will?) Bugs aber nicht beheben. So geschehen beim Spiel Journey to the Savage Planet. Das Entwicklerstudio Typhon Studio wurde von Google Stadia 2019 akquiriert, sodass Journey to the Savage Planet eins der Spiele war, dass kostenlos mit einem Stadia Pro Abo verfügbar war. Die Entwickler von Typhon Studios wurden aber ebenfalls gekündigt, sodass nun theoretisch niemand mehr verfügbar ist, der Bugs und Glitches beheben kann. Da das Spiel erst wenige Wochen erhältlich ist, sind Spielern natürlich noch zahlreiche Probleme, Bugs und Crashes aufgefallen. Diese können derzeit jedoch nicht behoben werden, da Google die Verantwortung dem Entwicklerstudio zuschiebt, während dieses aber keinen Zugriff mehr auf die Codes hat.

Google Stadia: Waren Werbeversprechen absichtlich irreleitend?

Da es sich bei Google Stadia um einen Cloud-Gaming-Service handelt, können technikversierte Spieler auch nicht von selbst in den Code schauen und die Probleme beheben. Schließlich ist dieser in der Cloud gespeichert und nicht lokal auf dem PC. Nun wurden Spieler vom Google Stadia Kundenservice zu den Entwicklern verwiesen, welche wiederum zurück zu Stadia verwiesen, denn sie könnten schlicht und ergreifend nichts für die Spieler tun. Die Entwickler können für den ganzen Schlamassel natürlich nichts, sodass sich die ganze Wut der Spieler auf Google Stadia konzentriert. Möglicherweise auch zu Recht, denn Bugs sind nicht das einzige Problem. Eigentlich wurde Google Stadia nämlich auch als Gaming-Dienst beworben, der „leistungsstärker als die Xbox One und PlayStation 4 Pro zusammengenommen“ sein sollte.

Google Stadia: Sammelklage und wütende Spieler – Wurde zu viel versprochen?

Bedeutet im Klartext: Google Stadia wurde mit ultraschnellem 4K und 60 FPS beworben, denn genau das bieten auch die beiden Konsolen von Sony und Microsoft. Auch Phil Harrison, Vizepräsident von Google und Produktmanager von Google Stadia, betonte, dass Stadia alle Spiele in 4K-Auflösung unterstützen würde. Im Nachhinein entpuppten sich diese Aussagen als reine Mogelpackung, denn ein Großteil der Spiele läuft wohl in niedrigeren Auflösungen als auf der Xbox One X oder der PS4 Pro. Von 4K weit und breit keine Spur. Deswegen wurde in den USA nun eine Sammelklage gegen Google Stadia vorgelegt. Darin wird Google vorgeworfen, dass die Behauptungen gelogen waren und Verbraucher absichtlich in die Irre geführt hätten. Bei so vielen negativen Schlagzeilen überlegen es sich Spieler wohl besser zweimal, ob sie ein Abo bei Google Stadia abschließen. Apropos Abo, bald werden auch wieder die Gratis-Spiele im März für PS Plus Abonnenten verkündet.

Rubriklistenbild: © Google/pixabay (Montage)

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