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GTA 6 soll keine Witze auf Kosten von Minderheiten machen – Rockstar Games im Wandel

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Von: Aileen Udowenko

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Rockstar Games wird mit GTA 6 wohl andere Wege einschlagen. Das Unternehmen und das Spiel sollen politisch korrekt werden. Wird GTA 6 jetzt „woke“?

New York – GTA gilt wohl als eines der beliebtesten Franchise im Gaming-Kosmos. In GTA 5 tummeln sich täglich noch um die 100.000 Spieler auf Steam. Und auch der neuste Ableger der Serie wird von den Fans heißersehnt. Die GTA-Reihe war dabei immer eine satirische Darstellung Amerikas, in der Spieler in die Haut eines Gangster-Protagonisten schlüpfen konnten. Frauen bekamen meistens die Rolle als Sex-Objekt zugeschrieben und auch sonst gab Rockstar Games nicht viel acht darauf, politisch korrekt zu agieren. Doch mit GTA 6 könnte sich dies nun ändern, denn der Entwickler möchte eine komplett neue Firmen-Kultur etablieren.

Name des SpielsGrand Theft Auto VI (GTA 6)
ReleaseTBA
PublisherRockstar Games
EntwicklerRockstar North
PlattformPS5, Xbox Series X, PC
GenreAction-Adventure, Open World

GTA 6: Rockstar Games bei der Entwicklung politisch korrekt

Das soll sich ändern: Rockstar Games hat mit GTA 5 eines der meistverkauften Spiele aller Zeiten produziert. Über 165 Millionen Exemplare gingen seit dem Release 2013 über die Ladentheke. Zum Erfolgsrezept gehörte es, Tritte und Beleidigungen gegen alles und jeden zu verteilen. Doch hiervon könnte Rockstar Games in Zukunft absehen, denn innerhalb des Unternehmens findet ein moralischer Wandel statt. Und dieser wird wohl auch maßgebliche Auswirkungen auf die Entwicklung von GTA 6 haben, wie das Magazin Bloomberg berichtet. Leaks zufolge soll erstmals eine Protagonistin die Hauptrolle in GTA 6 übernehmen.

Außerdem soll darauf geachtet werden, dass sich Witze in GTA 6 nicht gegen bestimmte Minderheiten richten. Hierzu entfernte Rockstar Games bereits in GTA 5 homophobe Sprüche aus der aktuellsten Version des Spiels. Nach dem Mord an George Floyd durch einen Polizisten im Jahr 2020 strich das Unternehmen ebenfalls einen geplanten Spielmodus. In diesem hätten sich Spieler in guten und bösen Teams aufgeteilt und gegeneinander gekämpft. Doch die Manager von Rockstar Games sahen dieses Feature in einer Zeit, in der viel Skepsis gegen die Polizei herrscht, als problematisch.

Logo GTA 6
GTA 6 wird woke – Rockstar Games mit politisch korrekter Ausrichtung © Rockstar Games/Unsplash (Montage)

Einige Angestellte von Rockstar Games bezweifeln jedoch, dass unter den neuen Auflagen und Ausrichtungen des Unternehmens ein vergleichbarer Titel wie GTA 5 entstehen kann. Wie sich diese Umorientierung allerdings genau auf GTA 6 auswirken wird, bleibt noch ungewiss.

GTA 6: Rockstar Games verbessert die Bedingungen für Mitarbeiter

So sah Rockstar Games Vergangenheit aus: Rockstar Games stand immer wieder in der Kritik, da die Arbeitsatmosphäre innerhalb des Unternehmens für manche Mitarbeiter eine Belastung darstellte. Für die Entwicklung von GTA 5 gehörte es für die Angestellten zur Tagesordnung, zahlreiche Überstunden zu machen. Die sogenannte „Crunch-Time“ führte sogar so weit, dass einige der Mitarbeiter unter Burnout litten. 2018 gingen diese damit an die Öffentlichkeit und traten eine große Kontroverse los. Rockstar Games wurde unter anderem als „Boys Club“ bezeichnet und viele hätten Parallelen zwischen der Firmen-Kultur und der GTA-Reihe gesehen.

GTA 5 Logo
Während der Entwicklung von GTA 5 kam es zu Crunch-Zeiten für Mitarbeiter © Rockstar Games

Nach diesen Anschuldigungen kündigte Rockstar Games an, seinen Führungsstil drastisch zu ändern. Und dem scheint das Unternehmen auch Folge zu leisten. Es wurden im Verlauf mehrere Manager entlassen, die Mitarbeiter als beleidigend oder schwierig empfunden haben. Während der Pandemie erhielten die Angestellten außerdem verschiedene Care-Pakete und Bonuszahlungen. Und auch die Arbeitsbedingungen für die Entwicklung von GTA 6 sollen sich verbessert haben.

Keine Crunch-Time für GTA 6: In der sogenannten „Flexitime“ können die Angestellten jetzt außerdem ihre Arbeitszeiten freier gestalten. Rockstar Games versprach zudem, dass es zu keinen Crunch-Zeiten während der Entwicklung von GTA 6 kommen wird. Dies könnte auch erklären, weshalb GTA 6 bereits so lange in der Entwicklung steckt. Die psychische Gesundheit der Mitarbeiter hat nun einen deutlich höheren Stellenwert im Unternehmen und auch in Zukunft will Rockstar Games weiter daran arbeiten, eine gesunde Firmen-Kultur zu schaffen.

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