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GTA 6: Ex-Mitarbeiter gibt Entwarnung – Neuer Titel wird auf keinen Fall „woke“

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Von: Joost Rademacher

Laut einem Insider soll sich einiges bei „GTA 6“ tun. Die Gerüchte um ein „wokes“ Spiel seien in seinen Augen allerdings absurd.

New York – Seit Monaten sind alle Augen auf GTA 6 gerichtet. Die Community stürzt sich wie besessen auf jede Neuigkeit rund um das Spiel, um nicht das kleinste Detail zum Mammutprojekt von Rockstar Games zu verpassen. Zuletzt hat das allerdings für ein paar Kontroversen gesorgt, besonders als es hieß, dass das nächste Grand Theft Auto in eine politisch korrektere Richtung gehen würde. Jetzt hat sich ein ehemaliger Mitarbeiter von Rockstar zu Wort gemeldet und mit den aktuellen Gerüchten aufgeräumt.

GTA 6: Wird der nächste Teil den Fans zu „woke“? Neue Berichte geben Hinweise auf mehr Progressivität

So stehen die Dinge um GTA 6: Seit Rockstar Games Anfang 2022 angekündigt hatte, dass die Produktion an GTA 6 in vollem Gange ist, steht der Publisher und Entwickler praktisch dauerhaft unter dem Mikroskop der Öffentlichkeit. In den letzten Monaten gab es immer wieder Gerüchte und Leaks um das Mammutprojekt, zuletzt hat besonders ein Bericht von Bloomberg-Journalist Jason Schreier reichlich Diskussionen und Spekulationen entfacht. Mit GTA 6 wolle Rockstar Games nämlich neue Wege gehen.

Politische Korrektheit solle bei GTA 6 mehr im Mittelpunkt stehen, meint Schreier. Ihm zufolge wolle Rockstar Games keine Witze mehr über Minderheiten machen, was bis zuletzt immer ein typischer Bestandteil des tiefschwarzen Humors von GTA war. Den Fans schmeckt das aber wenig. Zwischen dem Verzicht auf solche Witze, dem ersten weiblichen Hauptcharakter in GTA 6 und der neuen Unternehmensphilosophie von Rockstar Games meinen viele jetzt, dass das Studio sich auf Teufel komm raus wieder beliebt machen wolle und „woke“ werden würde. Für einen ehemaligen Mitarbeiter scheint das aber Unsinn zu sein.

GTA 6: Ex-Rockstar-Mitarbeiter räumt mit Gerüchten über politische Korrektheit auf

Das hält der Ex-Mitarbeiter von den Vorwürfen: Aaron Stewart-Ahn ist Drehbuchautor, Regisseur, und hat schon einige Male die Rockstar-Luft schnuppern können. In einem aktuellen Tweet schreibt er, dass er zuletzt einige Monate lang bei Rockstar Games gearbeitet hatte und gibt aus erster Hand neue Informationen zu GTA 6, die den Vermutungen und Vorwürfen der Fans den Wind aus den Segeln nehmen.

Stewart-Ahn, der schon als Voice Actor an der Entwicklung des „GTA 4“-DLC The Ballad of Gay Tony beteiligt war, hält ein inklusiveres GTA 6 für Quatsch. Mehr noch, in seinem Tweet heißt es, dass die Berichte für ihn völlig „absurd und zynisch“ seien.

Womöglich hat Rockstar Games seine schwarzhumorigen Ansätze also doch noch nicht so ganz an den Nagel gehängt und Fans sollten mit einem GTA 6 rechnen, das alles und jede*n weiter so durch den Kakao zieht, wie man es von der Reihe gewöhnt ist. Im Bestfall wird das Studio mit Sitz in New York einen Weg gefunden haben, seine neuen progressiveren Ansätze mit der alten Parodiekeule in Einklang zu bringen.

Frau im Bikini aus GTA 5 neben Golden Gate Bridge
Wird GTA 6 politisch korrekt? Gerüchte laut Mitarbeiter „absurd und zynisch“ © McPHOTO/IMAGO/Rokstar Games (Montage)

Diese Reihe macht es wohl besser: Dennoch bricht Aaron Stewart-Ahn für eine andere Reihe die Lanze, die in vielen Dingen wohl besser als GTA sein soll. Sein Tweet kam ursprünglich als Antwort auf einen anderen Twitter-Post, der voller lobender Worte für Segas Yakuza-Reihe war. Diesem Lob schließt auch Stewart-Ahn sich an und meint „Die Yakuza Reihe ist besser [als GTA], viel witziger und humaner und hat mindestens versucht, sich ausdrücklich für Sexarbeit und LGBTQ einzusetzen.“ Klingt wie eine gute Überbrückung für die Wartezeit auf GTA 6, immerhin hat Yakuza inzwischen mehr als acht Spiele in seiner Hauptreihe vorzuweisen.

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