Völlig daneben

Injustice 2: Challenge zum Pride Month entfacht Shitstorm – Poison Ivy bezieht Prügel

  • Elena Mehrlich
    vonElena Mehrlich
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Spieler:innen sind empört. Herausforderung zum Pride Month in Injustice 2 sorgt für Shitstorm. Entwicklerteam bezieht nun Stellung.

Chicago Die Empörung ist groß. Mit einer besonderen Challenge in Injustice 2 wollte Entwickler Netherrealm Studios ein Zeichen für den Pride Month setzen. Allerdings ging dies absolut nach hinten los. Zur Feier des Pride Month sollen Spieler:innen die DC-Figur Poison Ivy mehrere hunderttausendmal verprügeln. Zur Aufregung führte aber, dass Poison Ivy ein bisexueller Charakter im DC-Universum ist. Nun gehen die Fans auf die Barrikaden.

VideospielInjustice 2
Release (Datum der Erstveröffentlichung)11. Mai 2017
PublisherWarner Bros. International Enterprises
SerieInjustice
PlattformPS4, Xbox One, Android, iOS, PC
EntwicklerNetherRealm Studios, QLOC
GenreKampfspiel

Injustice 2: Ingame-Challenge zum Pride Month lässt Shitstorm entbrennen

Jedes Jahr im Juni findet der Pride Month statt und steht im Zeichen der LGBTQIA+-Bewegung. Auch innerhalb der Videospiel-Branche wird die Community mit besonderen Events unterstützt. Die Xbox Series X & One stellt extra zum Pride Month Gratis-Spiele zur Verfügung. Die mobile Version von Injustice 2 wollte mit einer Challenge im Spiel auch ein Zeichen setzen. Allerdings endete diese in einem gewaltigen Shitstorm. Die Spieler:innen müssten mehrere tausendmal auf den bisexuellen DC-Charakter Poison Ivy einprügeln, um Belohnungen zu erhalten. Wenn die Spieler:innen die DC-Figur bis zu 500.000 Mal besiegen, winke eine besondere Belohnungen.

Bei den Fans von Injustice 2 stößt die Challenge auf Empörung und Unverständnis. Die Wahl von Poison Ivy und der Ablauf der ganzen Aktion in Hinblick auf den Pride Month würden absolut im Widerspruch stehen. Der DC-Charakter ist eine bekannte bisexuelle Figur im DC-Universum, die kürzlich eine romantische Beziehung mit dem weiteren Charakter aus dem Franchise, Harley Quinn, eingegangen ist. DIe Entscheidung, ausgerechnet eine Figur zum Punching-Bag der Spieler:innen zu machen, die selbst Teil der LGBTQIA+-Bewegung ist, stößt vielen sauer auf. Was genau sich das in Chicago beheimatete Entwicklerstudio bei der Auswahl von Poison Ivy gedacht hat, bleibt für einen Großteil der Spieler:innen ein Rätsel. Die Folge: Ein amtlicher Shitstorm für NetherRealm Studios.

Injustice 2: Nach Shitstorm wegen Challenge zum Pride Month – Entwickler entschuldigen sich

Das Entwicklerstudio in Chicago bemerkte den Fauxpas und reagierte schnell. Auf Twitter nahm man Stellung zu der fragwürdigen Challenge und entschuldigte sich bei der LGBTQIA+-Community. In dem Post räumte das Studio ein, das Event in Injustice 2 sei gefühllos und unangemessen gewesen. Es gebe im echten Leben genug Gewalt gegen Mitglieder der LGBTQIA+-Gemeinschaft und nach den Entwicklern sollten sie diese nicht mit einer solchen Challenge verharmlosen. Die Beteiligten der LGTBQIA+-Szene haben bis heute noch mit Diskriminierung, Anfeindungen und Gewalt zu kämpfen. Das Unternehmen gibt das Versprechen ab, in Zukunft besser zuzuhören und sich zu bessern.

Nicht nur mit der Entschuldigung auf Twitter reagiert NetherRealm auf den Shitstorm. Zudem entfernte das Unternehmen einen Post auf der Twitter Seite, in dem damit geprahlt wurde, dass Poison Ivy schon 175.000 Mal besiegt wurde. Trotzdem passte NetherRealm die Challenge in Injustice 2 nicht an oder sagte das Event ab. Das Event lief bis zum Abschluss einfach weiter. Zudem wurde bestätigt, dass alle Belohnungen, die innerhalb der Herausforderung verdient wurden, gültig bleiben. Auch die Tokens werden am Tag nach dem Event an die teilnehmenden Spieler:innen ausgezahlt.

Injustice 2: Challenge zum Pride Month entfacht einen Shitstorm – Spieler:innen müssen Poison Ivy verprügeln.

Injustice 2 erntete mit ihrer Action einen gewaltigen Shitstorm, obwohl sie versuchten, den Pride Month zu unterstützen. Auch anderen Unternehmen in der Videospiel-Branche zeigen ihren Support an der LGBTQIA+ Gemeinschaft. Diese gehen dabei eher auf Nummer Sicher und bieten Gratis-Spiele, passend zur Thematik, an. So ist der Titel Tell Me Why gerade gratis für alle Xbox-Konsolen, Windows 10 und auf Steam erhältlich. Dennoch empfiehlt der Entwickler des Spiels, Dontnod, man solle lieber das gesparte Geld durch den kostenlosen Download an die LGBTQIA+-Community spenden. Wer Interesse an weiteren kostenlosen Spiele hat, sollte mal bei den PS Plus Gratis-Spielen im Juni 2021 vorbeischauen.

Rubriklistenbild: © Warner Bros. Interactive Entertainment

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