iPhones: Technik, Daten und Gaming

iPhone: Alles zum Smartphone von Apple - Technik, Modelle, Apps und Gaming

  • Peer Schmidt
    VonPeer Schmidt
    schließen

Mit dem iPhone ist Apple der Coup schlechthin gelungen. Auch für Gamer hat das berühmteste Smartphone der Welt so einiges zu bieten

Cupertino, Kalifornien - Pro Jahr werden jährlich rund 170 Millionen iPhones verkauft – womit das Gerät die Liste der beliebtesten Smartphones klar anführt. Revolutionär war einst der Apple App-Shop, in dem sich Nutzer Spiele und andere Apps nach Wunsch und Bedarf herunterladen und ebenfalls ihr Smartphone auf ein individuelles Nutzerprofil einstellen konnten. Inzwischen sind App-Stores für verschiedene Betriebssysteme verfügbar und auch die meisten Apps synchronisieren auf nahezu allen gängigen Geräten. Mit der heutigen Leistungsfähigkeit der neueren iPhone-Modelle kann man auch Mobile-Games spielen, die hohe Ansprüche an Grafik und Prozessorleistung stellen.

iPhone: Technik und Betriebssystem iOS

Als das erste iPhone am 09. Januar 2007 vorgestellt wurde, konnten wohl nur wenige erahnen, zu was für einem Erfolgsmodell das erste Smartphone werden würde. Der damalige Chef der inzwischen zum Kult gewordenen Marke Apple, Steve Jobs, lieferte in den darauffolgenden Jahren ein iPhone Modell nach dem anderen – jedes Mal mit fulminantem Erfolg. Inzwischen kommt das in den USA ansässige Unternehmen mit Headquarter in Kalifornien auf einen Jahresumsatz von knapp 350 Milliarden Dollar, womit es zu den erfolgreichsten Marken der Welt zählt.

Steve Jobs bei der Präsentation von Apples iPhones 2007

Im Gegensatz zu Samsung, Nokia und anderen Anbietern arbeiten iPhones nicht über das Android-Betriebssystem, sondern über iOS, basierend auf einem ARM-Prozessor. Die in den aktuellen Modellen verarbeiteten Chips sind dabei um ein Vielfaches schneller als der S5L8900-Chip des allerersten iPhones und auch der Akku soll um mindestens 20 Prozent länger halten. Aktuell wird ein A8-Chip verwendet. Das Betriebssystem iOS basiert auf macOS, allerdings in eingeschränkter Form. Berühmt ist das iPhone außerdem für seine nahezu knopflose Bedienung. Tatsächlich ist bei den neueren Modellen nicht einmal ein Home-Button angebracht, weswegen die gesamte Steuerung über intuitive Wisch- und Tippbewegungen auf dem OLED-Display funktioniert.

iPhone: Display und Kamerafunktion des Apple-Smartphones

Apple-Fans schwören auf die Foto- und Bildschirmqualität des iPhones. Doch hält diese wirklich, was sie verspricht? Fakt ist, dass neue iPhones inzwischen mindestens auf ein Super Retina-Display oder auch Super Retina XDR-Display setzen. Dank HDR (High Dynamic Range) versprechen sie eine breite Palette von dunklen und hellen Farbtönen in Fotos sowie Videos, weswegen die Abbildung noch genauer und lebensechter gelingen soll. Dabei rühmt sich Apple bei seinen iPhone-Displays in eigenen Worten mit einem Farbumfang in Kinoqualität und verspricht, dass verwendeten OLED-Displays die besten, jemals in Smartphones verwendeten sind. OLED steht für Organic Light Emitting Diode, was bedeutet, dass Licht über jedes einzelne Pixel emittiert wird und somit nicht nur für unglaubliche Farbgenauigkeit sorgt, sondern auch ein schlankeres Display-Design ermöglicht.

Das neue iPhone 13 Pro mit dem Drei-Kamera-System und Bildstabilisation

Wer gerne Schnappschüsse macht oder aufsehenerregende Videos dreht, wird insbesondere beim neusten iPhone Pro 13 merken, dass die Kameraqualität inzwischen fast schon mit professionellen Spiegelreflexkameras mithalten kann. Ein Zwei-Kamera-System für das reguläre iPhone 13 und ein Drei-Kamera-System für die Pro-Version versprechen Bildstabilisierung mit Sensorverschiebung. Das Ultraweitwinkelobjektiv enthält nun zudem einen schnelleren Sensor für noch geschmeidiger ablaufende Videoaufnahmen.

iPhone: Gaming mit Apps über das Apple-Smartphone

Wer im Internet surfen möchte, wird auf seinem iPhone den vorinstallierten Safari-Browser finden. Die meisten Games sind allerdings inzwischen natürlich in Form von Apps aus dem iTunes-Store verfügbar. Die Popularität der iPhones hat auch für Gamer so ihre Vorteile. Beispielsweise gibt es inzwischen zahlreiche mit iPhones kompatible Konsolen und Controller, mit denen auch das Spielen am Smartphone zu einem Erlebnis wird. Dabei haben Gaming-Fans die Qual der Wahl und können sowohl zu herkömmlichen Playstation-Controllern mit iPhone-Docking-Station greifen als auch iPhone-spezifische Seitenteile zum Andocken erwerben, mit denen die Steuerung leichter fällt.

PS5: Remote Play ist auch mit dem DualSense-Controller und einem Smartphone möglich.

Wenngleich das Display naturgemäß deutlich kleiner ist als bei einer Konsole mit TV-Anschluss oder auch bei einem Gaming-PC, so laufen Gaming-Apps bei den neueren iPhone-Modellen meist ruckelfrei und mit hoher Bildqualität. Allerdings kommt es letztlich auf den App-Hersteller an, wie flüssig sich bestimmte Games mit 3D Grafiken und hohem Leistungsbedarf tatsächlich spielen lassen. Apps testen und bestellen können Interessenten wie gewohnt über iTunes.

Das populäre Online-Spiel „Fortnite“ steht vor der Rückkehr auf Apples iPhone.

Ein besonders beliebtes Game könnten Nutzer dabei aktuell vermissen – Fortnite bleibt Berichten zufolge dem App Store fern und wartet das Ergebnis des Rechtsstreits mit der Entwicklerfirma ab. Auch Activision hat seinen Shooter-Blockbuster Call of Duty als mobile Version veröffentlicht. Durch Covid-19 sind insbesondere Apps wie CovPass oder die Luca App die Top-Apps in 2021. Dies sind die meist geladenen iPhone-Apps in 2021:

PlatzApp-NameEntwicklerPreis in Euro
1CovPassRobert Koch-Institutkostenlos
2luca appculture4life GmbHkostenlos
3WhatsApp MessengerWhatsApp Inc.kostenlos
4Corona-Warn-AppRobert Koch-Institutkostenlos
5InstagramInstagram, Inc.kostenlos
6YouTubeGoogle LLCkostenlos
7Vinted - Second Hand verkaufenVonted Limitedkostenlos
8Google Maps - Transit & EssenGoogle LLCkostenlos
9PayPalPayPal, Inc.kostenlos
10TikTok: Videos, Lives & MusikTikTok Pte. Ltd.kostenlos

iPhone: Welches Apple-Smartphone-Modell ist das richtige?

Seit dem iPhone 11 verzichten Käufer bewusst auf den sogenannten Jack – also den Anschluss für Kabelkopfhörer – und müssen somit zu Bluetooth-betriebenen, kabellosen Alternativen greifen. Dafür gibt es ab diesem Modell mit der Face-ID ein neues Sicherheitsfeature, das nicht nur vor unerwünschtem Datenzugriff schützen, sondern auch die Bedienung vereinfachen soll. Wer etwas mehr Bildschirmfläche wünscht, kann zu den Pro-Ausführungen greifen, die jedoch mit einem rund 10 Prozent höheren Verkaufspreis zu Buche schlagen. Für den Alltagsgebrauch dürften Nutzer zwischen dem Modell 12 und 13 kaum einen Unterschied bemerken.

Gesichtserkennung statt Fingerabdruck: Das iPhone X wird per FaceID entsperrt.

Optisch sind die Außenkameras bei dem neueren Modell diagonal angeordnet, während die Pro-Version weiterhin mit einem Drei-Kamera-System aufwartet. Seit dem iPhone 6s lässt sich über längeren Druck auf das Touch-Display (Peek and Pop) noch mehr Bedieninhalt anzeigen – beispielsweise verschiedene Taps und Vorschauansichten. In folgenden Features gehören iPhones ebenfalls zu den Vorreitern:

  • Face-ID
  • Fingerabdruck-Sensor
  • Kabellose Bluetooth-Kopfhörer (AirPods)
  • Bedienungshilfen für Menschen mit Seh-, Hör- und Körperbehinderung
  • Synchronisationssysteme mit PCs und Co. - Kino-Modus Videoaufnahmen

Kritik am iPhone: Über Probleme bei Reparatur und Drosselung des Prozessors

Allem Hype zum Trotz bekommen auch Apples berühmte iPhones regelmäßig Kritik ab, die nicht selten auch im Rechtsstreit endet. Einen besonders aufsehenerregenden Prozess führte der IT-Riese gegen externe Reparateure. Die hatten dem Unternehmen vorgeworfen, Teile absichtlich so zu konzipieren, dass diese bei einem notwendigen Austausch durch externe IT-Kräfte kaputtgehen. So soll unter anderem übermäßig Klebstoff verwendet werden, damit sich die einzelnen Bestandteile der Hardware während der Reparatur schwerer voneinander lösen lassen.

Apple hat bewusst die Leistung von Vorgängermodellen gedrosselt, um Nutzer zum Kauf eines neuen Geräts zu bringen

Auch die Seriennummer sei mit einem eigenen Schutzsystem versehen. Kommt es im Rahmen der Reparaturarbeiten zu kleineren Unstimmigkeiten, könnten diese schon ausreichen, um das komplette Handysystem abzuschalten. Beigelegt wurde der Prozess schließlich, nachdem Apple einer Zahlung von knapp 95 Millionen Dollar zustimmte – fraglich bleibt, ob diese Praktiken in Zukunft tatsächlich eingestellt werden. Zudem wurde bekannt, dass Apple bewusst die Leistung von Vorgängermodellen drosselt, um Nutzer zum Kauf eines neuen Geräts zu bringen. Basis für diese Drosselung sei der fest eingebaute Lithium-Ionen-Akku. Apple zufolge lässt sich die Drosselung durch Abschaltungen vermeiden, allerdings müssten Nutzer dann unerwartete Systemausfälle in Kauf nehmen.

refurbished iPhones: Günstigere überarbeitete Gebrauchtgeräte kaufen

Refurbished ist der heißeste Trend auf dem Tech-Markt und nicht nur hinsichtlich iPhones in aller Munde. Dabei handelt es sich um überarbeitete Gebrauchtgeräte, die dank professionellem Refurbishment mit einem Neugerät mithalten können. Die Vorteile liegen auf der Hand – dieselben Funktionen und ein modernes Design für deutlich weniger Anschaffungsgebühren. Ganz nebenbei tun Refurbished-Käufer auch noch was Gutes für die Umwelt und helfen dabei, wichtige Ressourcen wiederzuverwerten sowie unnötigen Müll zu vermeiden.

Apple meldet 2021 rund 85 Millionen verkaufte iPhones. Ein Teil findet seinen Weg als „Refurbished-iPhone“ wieder in den Handel.

Zum Prozess der Überarbeitung gehören dabei sowohl kleinere kosmetische Korrekturen wie das Aufpolieren von Kratzern oder matten Stellen, als auch umfangreiche Arbeiten. Auch Hardware wie Display und Akku lassen sich von Profis austauschen, um eine einwandfreie Funktionalität zu gewährleisten. Wichtig ist in puncto Software vor allem das Zurücksetzen auf Werkeinstellungen, um etwaige Schad-Software vor der Inbetriebnahme zu entfernen. Wer nach einem bestimmten iPhone-Modell sucht, das im Neuartikel-Markt kaum noch erhältlich ist, kann im Refurbished-Repertoire Glück haben. Beliebte Vorgängerversionen wie das iPhone 11 sind hier oft noch zu haben.

Rubriklistenbild: © Mark Schiefelbein/AP/dpa

Mehr zum Thema

Kommentare