Kartensammelspiel Magic: The Gathering bekommt eine Netflix-Serie

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Bereits über 25 Jahre ist es her, als das erste aller Sammelkartenspiele auf den Markt kam. Magic: The Gathering sorgte bereits seit 1993 für einen neuen Spieletrend, der sich bis heute halten und kürzlich sogar ordentlich zulegen konnte. Als analoges Kartenspiel wurden bereits Milliarden an Karten gedruckt und verkauft, um den Tausenden Fans immer neuen Spielstoff zu bieten. Bis heute wird das Spiel gerne noch analog gespielt, doch längst hat es auch in die digitale Sphäre Einzug gehalten. Jetzt geht das Phänomen noch einen radikalen Schritt weiter, auf den sich alle Fans des Games freuen werden: Die farbenfrohe und detailreiche Welt aus Magic wird als Animeserie auf Netflix erscheinen. Große Namen mit den Produzenten der Avengers-Hits Infinity War und Endgame lassen die Erwartungen an die neue Netflix-Produktion in die Höhe schießen.

Der Urvater der Sammelkartenspiele

Laut dem Guinness-Buch der Rekorde handelt es sich bei Magic: The Gathering um das älteste aller Sammelkartenspiele. 1993 war somit durch Richard Garfield der Urvater des Genres geboren, das nicht lange auf Konkurrenz zu warten hatte. Spiele wie Yu-Gi-Oh! und Pokémon folgten dem neuen Hitspiel schnell und mischten unter den analogen Kartenspielen mit. Der Trend schaffte es, zu bestehen, zwischen 2008 und 2016 sollen 20 Milliarden Magic-Karten gedruckt worden sein, im Jahr 2016 soll es zudem das am meisten gespielte Sammelkartenspiel gewesen sein. Kaum jemand hat noch nicht von Magic gehört, mit Turnieren wie der Pro Tour oder Weltmeisterschaft hat das Game es bereits auf professionelle Höhen geschafft.

Analog wird digital – aus Sammelkartenspielen werden Digital CCGs

Mit der zunehmenden Digitalisierung der heutigen Zeit blieb natürlich auch die digitale Version des Spiels nicht aus. Immer mehr erfolgreiche analoge Spiele werden heute auf das digitale Medium verfrachtet, sodass statt Papierkarten nun virtuelle Formate zum Einsatz kommen. Der Trend ist unverkennbar, Pokémon schaffte es schließlich schon auf dem Gameboy auf das digitale Medium und mit Pokémon Go sogar in die erweiterte Realität des modernen Smartphones. Runden des Brettspielklassikers Monopoly werden heute online mit Spielern aus aller Welt gespielt, während auch die legendären Casinospiele wie Blackjack im Netz stattfinden. Anstatt in die Spielbank zu fahren, findet das Kartenspiel heute mithilfe von modernen Live Casinos mittels Livestream auf dem Bildschirm der Spieler zuhause statt. Der Urvater der Sammelkartenspiele versuchte schon 1997 auf den Zug aufzuspringen, schaffte es jedoch erst über zehn Jahre später zum gewünschten Erfolg. Mit der etwas lückenhaften Version Magic: The Gathering Online kam es 1997 erstmalig auf den PC. Das Erfolgsrezept der Digital Collectible Card Gams (CCGs) schuf jedoch Blizzard 2014 mit Hearthstone, das sich als erfolgreichstes CCG im eSports etabliert hat. Magic: The Gathering Arena (MTG: Arena) nahm sich Hearthstone zum Vorbild, folgte Fuß und kam 2018 im offenen Beta heraus. Inzwischen mischt somit auch Magic als beliebte Alternative zu Hearthstone in den eSports-Rängen mit. Ein unaufhaltsamer Anstieg des Sammelkarten-Urvaters, der den Schritt aus der Spielewelt der 90er in das moderne digitale Zeitalter nicht verpasst hat.

Magic als Fernsehprogramm

Mit MTG: Arena ist den Spieleentwicklern bei Wizards of the Coast der Sprung in die eSports-Welt gelungen. Mit ihm folgte ein neuer Schwall an Fans – und zwar sowohl als Gamer wie auch als Zuschauer. Auf der Streamingplattform Twitch erreicht das Spiel ungeahnte Zuschauerzahlen, die konstant zunehmen. Dass die Menschen den beeindruckenden Grafiken und Figuren des Spiels gerne zuschauen, ist somit bereits gewiss. Mit einer neuen Anime-Serie auf Netflix wird das Erlebnis auf eine neue Stufe gehoben. Netflix verlässt sich bei der Produktion auf das garantierte Können der Russo-Brüder, die kürzlich mit Avengers: Infinity War und Avengers: Endgame für Walt Disney die Massen in die Kinos lockten. Doch sie sind nicht nur talentierte Filmproduzenten, sie sind auch alte Hasen in der Welt von Magic, denn seit dem ersten Release im Jahr 1993 zählen sie sich selbst zu den Fans des Games.

Wird es sich um eine altbackene, 0815-Animeserie handeln, die sich den Mainstreamwünschen mehr widmet als der ehrwürdigen Darstellung des Spiels? Dass die Produzenten der Serie selbst Magic-Fans sind, sollte Hoffnung auf eine Umsetzung schüren, die der Essenz des Games Rechnung tragen wird. Aussagen des Geschäftsführers der Animationsfirma Octopie, die für die verantwortungsvolle Aufgabe der visuellen Umsetzung zuständig ist, heizen Spekulationen eines Erfolghits an: Es soll eine Kreuzung aus spannendem Thriller, Horror und Drama werden, mit erstklassigem Storytelling, abgerundet mit starken Charakteren mit tiefgründig entwickelten Hintergrundgeschichten, die man nur selten in der Welt der Animation zu sehen bekommt.

Magic: The Gathering ist eine Erfolgsgeschichte sondergleichen. Vom analogen Kartenspielklassiker schaffte es das Game nun als digitales CCG in die eSports-Ränge. Noch ist nicht bekannt, wann, doch schon bald werden wir die magische Welt im Anime-Format beim Streaming-Giganten Netflix zu sehen bekommen. Wir sind gespannt!

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