Nicht nur bloßes Geballer!

Gaming macht dumm? - Neue Studie überrascht nicht nur Videospieler

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    vonINGAME Redaktion
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Mit dem Satz „Spielen macht dumm“ werden Videospieler oft konfrontiert. Eine Studie aus England überrascht nicht nur Gamer. Das Ergebnis hatte keiner erwartet.

  • Eine Studie des National Literacy Trusts macht auf viele positive Nebenwirkungen von Videospielen aufmerksam.
  • PS5, Xbox Series X und Co. stumpfen nicht ab, sondern fördern Kreativität, Lesekompetenz und Empathie.
  • Die Befragten gaben außerdem an, dass Videospiele in der Corona-Krise halfen nicht sozial zu vereinsamen und ihrer mentalen Gesundheit zuträglich waren.

London, Großbritannien – Als noch relativ junges Medium mussten sich Videospiele in den letzten Jahrzehnten so einiges anhören: Bildschirmspiele würden Menschen sozial vereinsamen lassen und abstumpfen. Ja, sogar Killer-Maschinen würden die digitalen Abenteuer aus ihren Spielern machen. Eine britische Studie des National Literacy Trust legt nun allerdings das komplette Gegenteil nahe – Videospiele steigern die Empathie der Befragten und helfen gerade in der Corona-Krise nicht sozial zu vereinsamen!

Videospiele: Steigern Empathievermögen und helfen vor sozialer Vereinsamung

Die Studie des National Literacy Trusts wurde in zwei Teile gegliedert: Im ersten Teil wurden von November bis Dezember 2019 4.626 junge Probanden im Alter von 11-16 Jahren in ganz Großbritannien untersucht. Im zweiten Teil wurden 3.817 Jugendliche im Alter von 11-18 Jahren zwischen Mai und Juni, also genau während der Hochphase der Corona-Krise in Großbritannien, befragt – auch 826 Eltern der Befragten wurden in die Studie einbezogen. Die Schlüsselfunde sind faszinierend: Laut des National Literacy Trusts können Videospiele das Empathievermögen von Menschen steigern. Ganze 2 von 3 Befragten gaben an, sich durch Videospiele besser in die Haut eines anderen versetzen zu können. Kein Wunder, schlüpft man in Videospielen doch in unzählige Rollen und Leben. 

Gerade im Lockdown während der Corona-Krise wurde auch klar, dass Videospiele gegen soziale Vereinsamung helfen können und der mentalen Gesundheit förderlich sind. Viele Probanden gaben an, dass Videospiele für sie eine Flucht vor stressigen Situationen und schwierigen Emotionen darstellen. Über die Hälfte der Teilnehmer konnten durch Videospiele auch im Lockdown Kontakt mit ihren Freunden aufnehmen. Eltern sahen diese Entwicklung ebenso positiv: 59,6 % der Befragten gaben an, dass sie glauben, dass das online Spielen ihrer Kinder sich im Lockdown positiv auf die mentale Gesundheit ihrer Kinder ausgewirkt habe.

Videospiele: Weitere Vorteile sind eine gesteigerte Lesekompetenz und Kreativität

Videospiele: Studie fördert überraschende Ergebnisse bei Jugendlichen zu Tage

Neben den mentalen Vorteilen von Videospielen, geht die Studie des National Literacy Trusts auch auf ein eher unerwartetes Thema, wie die Lesekompetenz der jungen Befragten, ein. 4 von 5 Teilnehmern lesen mindestens einmal im Monat über das Thema Videospiele. Dies können Bücher, Fan-Fiction oder Reviews zu anstehenden Videospielen sein. Das verspielte Hobby fördert also die immer mehr in den Hintergrund geratene Lesekompetenz junger Menschen. Natürlich ist so ein Ergebnis, bei einer Studie des National Literacy Trusts, nicht unbedingt verwunderlich – kümmert sich die Organisation doch vor allem um das Thema Lesekompetenz in Großbritannien.

Ebenso fördern Videospiele allerdings auch die Kreativität. 62,5 % der Befragten gaben an, sogar einmal im Monat etwas im Zusammenhang mit Videospielen zu schreiben. Auch hier erstreckt sich die Bandbreite von Reviews, Fan-Fiction oder Blogeinträgen über Spielehilfen für andere Spieler und sogar eigene Videospiel Scripts. Taucht man in die Welt von Gamern ein, entdeckt man also, dass in Sony, Microsofts und Nintendos Spieleplattformen viel mehr steckt, als so mancher Kritiker auf den ersten Blick vermutet. Es ist schön zu sehen, dass Videospiele über die Jahre mehr und mehr ernst genommen werden. Weiter Beispiele gefälligst? Zuletzt erkannte die WHO Gaming-Sucht offiziell als Krankheit an und Spieler halfen bei der Erforschung des Corona-Virus! Ein weiteres Problem bahnt sich in Indien an, denn nun beschließt die indische Regierung die Löschung von 118 neuen chinesischen Apps, darunter auch PUBG.

Rubriklistenbild: © Activision/Bildmontage

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