PC zu laut und überhitzt? – So kriegt ihr eure Lüfter wieder fit

  • Christian Böttcher
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Die Tage werden länger und kalte Wintermonate laden ein weiteres Mal dazu ein, es sich in der eigenen Butze gemütlich zu machen und sich ganz und gar den brandaktuellen Herbst-Blockbustern hinzugeben. Mit einer neuen Generation von Spielen frisst der heimische Rechenknecht jedoch immer mehr Ressourcen. Schnell kommt es am Lüfter zu Hitzestau und einer deutlich hörbaren Geräuschkulisse. Um einem Einknicken des Rechners vorzubeugen und die Lüfter für die nächsten Monate fit zu machen, haben wir einige Programme und Tipps parat, damit der PC einen kühlen Kopf behält.

Tipp #1 :Die richtige Hardware

Das beste Mittel gegen Überhitzung ist eine gute Vorbeugung. Dazu zählt insbesondere die Wahl der richtigen Kühlelemente. Nicht selten werden die neuesten Grafikkarten, Festplatten und Co. verbaut, ohne vorher die entsprechenden Kühlkapazitäten zu schaffen. Grundsätzlich werden hier zwei Methoden unterschieden.

Wer seinen Rechner mit einer Wasserkühlung versehen möchte, greift zwar deutlich tiefer in die Tasche, muss sich allerdings kaum Sorgen um Staub oder Lautstärke machen. Sinnvoll ist die Wasserkühlung allerdings nur dann, wenn ihr die Kapazitäten des Rechners voll ausnutzen wollt.

Die zweite und preisgünstige Methode ist die klassische Kühlung mit Luft. Standard PCs werden meist mit einem leistungsschwachen Lüfter geliefert, der schnellstmöglich durch ein hochwertiges Pendant ersetzt werden sollte. Neben Kühlelementen für die CPU und Grafikkarte empfiehlt sich hier ein zusätzlicher Lüfter für das Gehäuse.

Wir haben in den vergangenen Monaten gute Erfahrungen mit der aktuellen Kühlergeneration von Arctic gemacht. Wollt ihr beim High-End-Setup keine Kompromisse eingehen, ist der Freezer 33 in der eSports Edition genau der richtige Kühler für euch. Sein revolutionäres Design basiert auf zwei F120 Lüftern, die entgegengesetzt an der Heatpipe montiert wurden. Der eine zieht die Luft ein, der andere stößt sie wieder aus. Diese Push-Pull-Konfiguration sorgt dafür, dass gestaute Hitze nicht den Hauch einer Chance bekommt.

Tipp #2 Der passende Standort

Habt ihr euch für die richtige Hardware entschieden, ist der erste Schritt gegen Überhitzung getan. Doch nicht nur innere Faktoren können eure Lüfter lahmlegen. Gerade ein staubiger Arbeitsplatz führt häufig dazu, dass sich Schmutzpartikel zwischen die Lamellen der Lüfter setzen wie Unkraut. Entweder ihr habt einen Schreibtisch mit einem eigenen Fach für den Rechner oder ihr stellt ihn an einen offenen, sauberen Platz.

Die Lüftungsschlitze an Front und Heck des Rechners sollten frei zugänglich sein und Luftzirkulation ermöglichen. Auch der Abstand zur Wand muss groß genug sein und Staubfänger wie Gardinen, Kissen oder andere Elektrogeräte in angemessener Reichweite zum Rechner platziert werden. Dabei handelt es sich natürlich nur um präventive Maßnahmen, die den Staub möglichst lange fernhalten sollen.

Tipp #3 Regelmäßige Reinigung

Hier haben wir es mit einem offensichtlichen Punkt zu tun, der allerdings oft vernachlässigt wird. Spätestens alle sechs Monate sollte man den eigenen Rechenknecht einer Grundreinigung unterziehen. Traut ihr euch nicht zu, den PC selbst zu öffnen und zu säubern oder habt Angst um die Garantie, wendet euch an einen Experten. Viele Hardware-Shops bieten eine Komplettreinigung für kleines Geld an.

Möchtet ihr dem Staub selbst den Krieg erklären, schnappt euch am besten einen Staubsauger, Wattestäbchen oder Pinsel. Optimal ist natürlich die Verwendung eines Druckluftsprays, um Staubpartikel von den Lamellen zu lösen. Entfernt den Lüfter vorher von der Stromversorgung und demontiert ihn vorsichtig, damit ihr effektiv arbeiten könnt. Abschließend solltet ihr den Reibungsraum zwischen CPU und Lüfter mit neuer Wärmeleitpaste versehen, um die Kühlleistung deutlich zu verbessern.

Tipp #4 Montage überprüfen

Schon vor der ersten Inbetriebnahme kann der persönlich zusammengeschraubte Rechner Probleme mit Schmutzablagerungen und Abwärme bekommen. Dann nämlich, wenn etwaige Kabel nicht optimal durch das Gehäuse verlegt werden und Luftschlitze sowie die Lüfter selbst blockieren. Am besten besorgt ihr euch einen Kabelkanal und führt alle wichtigen Stränge zusammen.

Auch im Bereich der Festplatten kann schon bei der Montage einiges schiefgehen. Oftmals bietet der Festplattenkäfig ausreichend Platz, um diese separat voneinander einzustecken. Die Faustregel lautet: Je mehr Platz zwischen den Festplatten liegt, desto weniger Staub kann sich zwischen ihnen absetzen. Bevor ihr einen neuen Rechner in Betrieb nehmt, checkt am besten jeden Lüfter einzeln und sorgt für ausreichende Zirkulation.

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