Schockierend

Sohn ermordet Eltern kaltblütig – Er wollte in Ruhe Animes im TV schauen

  • Laura Gabbert
    VonLaura Gabbert
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Ein Sohn ermordet in Japan kaltblütig seine Eltern. Danach jagte ihn die Polizei quer durch das Land. Als er gefasst wurde, gab er als Mord-Grund an, dass er in Ruhe seine Animes schauen wollte.

Fukuoka, Japan – Dass Videospiele aggressiv machen und zu Gewalttaten führen können, kursiert schon lange in den Köpfen der Menschen und wandert immer wieder in den Fokus diverser Studien. Ein aktueller Fall rückt eine Tat mit einem Bezug zu Animes in den Mittelpunkt. In Japan hatte ein Mann seine pflegebedürftigen Eltern ermordet. Sie hatten ihn zu oft beim Schauen seiner Animes gestört.

Name der StadtFukuoka
PräfekturFukuoka
RegionKyūshū
LandJapan
Einwohner1.603.043 (September 2020)
GouverneurSeitarō Hattori

Beim Anime Schauen gestört: Sohn sah einzigen Ausweg in Ermordung der Eltern

Er wollte in Ruhe seine Animes schauen. Allerdings war er nicht allein im Haus. Kotaku berichtete von dem Fall des 59-jährigen Junji Matsumoto, der seine Eltern plegte, die beide im Rollstuhl saßen. Die Eltern, die mit ihren 87 und 88 Jahren nicht mehr für sich selbst sorgen konnten, benötigten die Unterstützung ihres Sohnes. Für diesen jedoch bedeutete die Pflege großen Stress. Irgendwann war seine auszuhaltende Grenze erreicht und er sah keinen anderen Ausweg, als seine Eltern zu ermorden.

Junji Matsumoto konnte nicht ertragen, immer wieder beim Schauen seiner Animes gestört zu werden. Eskaliert sei die Situation, als sein Vater ihn in einer besonders spannenden Szene unterbrach. Er brauchte die Hilfe seines erwachsenen Sohnes und beschwerte sich über ihn, brachte das Fass damit jedoch zum Überlaufen. Matsumoto erdrosselte seinen Vater mit einem Stromkabel. Auch seiner Mutter soll er kurze Zeit später dasselbe angetan haben.

Eiskalt: Sohn ermordet Eltern – sie störten ihn beim Anime Schauen.

Die Taten werden auf den 20. Juni geschätzt. Am 23. Juni soll Matsumoto aus dem Elternhaus geflohen sein. Als ein Verwandter die Familie nicht erreichen konnte, wurde die Polizei eine knappe Woche später alarmiert. Diese fand zwei Leichen in einem zugeklebten Industriekühlschrank des Hauses und identifizierte sie als Matsumotos Eltern. Der Täter war wenige Tage nach der Tat mit dem Fahrrad und später in Zügen unterwegs und reiste nach Shizuoka, Yamagata und Akita. Seine Hotelaufenthalte schienen die Polizei zu ihm geführt zu haben. Am 5. Juli wurde Junji Matsumoto festgenommen. Die Morde und seine Flucht machten in Japan landesweit Schlagzeilen.

Videospiele sind schon länger im Fokus, zu aggressivem Verhalten zu führen

Der Fall in Fukuoka ist absolut erschreckend. Höchst selten scheinen solche Taten in Verbindung mit Animes oder Videospielen jedoch nicht zu sein. Erst vor wenigen Monaten führte ein vermuteter Konkurrenzkampf zu einem Mord an einer Call of Duty-E-Sportlerin. Ein Gegner der Profispielerin des Mobile Games von Call of Duty soll die 19-jährige Ingrid Oliveira Bueno da Silva alias SOL aus São Paolo umgebracht haben.

Auch die Streamerin Sweet Anita hatte Morddrohungen erhalten. Auf der Plattform Twitch ist sie eine erfolgreiche Streamerin, die offen über ihr Tourette-Syndrom spricht und dadurch zu einem Idol wurde. So sehr sie von ihrer Community auch wertgeschätzt wird, bekam sie dennoch Drohungen von einem Stalker. Nachdem er ihr bereits einmal mit einem Messer aufgelauert haben soll, folgten im letzten Jahr weitere Morddrohungen.

Mord ist kein Kavaliersdelikt. Sowohl die Androhung als auch die Tat selbst werden entsprechend bestraft. Das eiskalte Verbrechen von Junji Matsumoto wird ebenfalls noch von den Behörden untersucht. Laut Angaben von Amnesty International sieht das japanische Recht für 18 Straftaten, unter anderem Mord, die Todesstrafe vor. Da der 59-Jährige den Mord an seinen Eltern bereits zugegeben haben soll, könnte es auf eine Hinrichtung hinauslaufen.

Rubriklistenbild: © Imaginechina-Tuchong/IMAGO

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